Moskau, Internet

Moskau drosselt massiv mobiles Internet

26.03.2026 - 06:09:52 | boerse-global.de

Seit Anfang März drosselt der FSB das mobile Internet in Moskau massiv. Die Einschränkungen führen zu erheblichen wirtschaftlichen Verlusten und einer Rückkehr zu analogen Kommunikationsmitteln.

Moskau drosselt massiv mobiles Internet - Foto: über boerse-global.de

Moskau erlebt seit Anfang März weitreichende Einschränkungen des mobilen Internets. Die Behörden begründen die Drosselung mit erhöhten Sicherheitsvorkehrungen. Für die Millionenmetropole hat das massive Folgen.

Nutzer berichten von massiven Zugriffsproblemen auf ausländische und sogar einige russische Websites. Grundlegende digitale Dienstleistungen brechen zusammen: Taxis lassen sich nicht mehr bestellen, Online-Zahlungen scheitern, Messenger funktionieren nicht. An vielen Kassen herrscht Chaos, weil plötzlich wieder bar bezahlt werden muss.

Anzeige

Wenn staatliche Eingriffe die gewohnte Kommunikation einschränken, gewinnt der Schutz der eigenen Privatsphäre an Bedeutung. Dieser kostenlose Ratgeber zeigt, wie Sie Messenger-Alternativen sicher einrichten und Ihre Daten vor neugierigen Mitlesern schützen. Kostenlosen Telegram-Leitfaden für mehr Privatsphäre sichern

Neue Gesetze geben FSB freie Hand

Die Abschaltungen stützen sich auf eine kürzlich in Kraft getretene Gesetzesänderung. Seit dem 3. März darf der Inlandsgeheimdienst FSB Mobilfunkdienste landesweit und ohne detaillierte Begründung drosseln oder abstellen. Telekommunikationsanbieter sind zudem von der Haftung gegenüber Kunden für diese Unterbrechungen befreit.

Kremlsprecher Dmitri Peskow betonte, alle Maßnahmen erfolgten gesetzeskonform. Die Sicherheit der Bürger habe oberste Priorität. Die Behörden fürchten Angriffe, die Mobilfunknetze zur Navigation nutzen könnten.

Wirtschaft verliert Millionen – Pager sind zurück

Die wirtschaftlichen Folgen sind gravierend. Schätzungen zufolge verlieren Geschäftsleute täglich Dutzende Millionen Euro. Unternehmen, die auf digitale Lieferdienste oder Apps angewiesen sind, verzeichnen massive Einbußen.

Die Bevölkerung weicht auf analoge Lösungen aus: Die Nachfrage nach Pagern, Walkie-Talkies und gedruckten Stadtkarten soll stark gestiegen sein. Eine Rückkehr in die Zeit vor dem Smartphone?

Teil einer langfristigen Kontrollstrategie

Beobachter sehen in den Maßnahmen keinen Einzelfall. Seit Beginn des Ukraine-Konflikts intensiviert Russland die digitale Kontrolle. Westliche Plattformen wie Instagram wurden blockiert, staatseigene Alternativen gefördert.

Anzeige

Angesichts zunehmender digitaler Überwachung und staatlicher Kontrollen setzen immer mehr Nutzer auf verschlüsselte Kommunikation. Erfahren Sie in dieser leicht verständlichen Anleitung, wie Sie in nur fünf Minuten zu einer sicheren Alternative wechseln und anonym chatten können. Der 5-Minuten-Trick für den Umstieg auf Telegram – gratis als PDF

Manche Berichte deuten an, die aktuelle Drosselung könnte ein Test für ein „Whitelist“-System sein. Dabei wären nur noch staatlich genehmigte Websites erreichbar. Würde dies die totale Informationskontrolle bedeuten?

Wie lange dauert der digitale Ausnahmezustand?

Die Dauer der Einschränkungen ist ungewiss. Laut Peskow gelten sie so lange, „wie es zur Gewährleistung der Sicherheit notwendig sei“. Das klingt nach einer langfristigen Perspektive.

Experten erwarten, dass die Regierung weiter versucht, den „Informationsraum“ zu kontrollieren. Für die Moskauer Bevölkerung bleibt die Unsicherheit groß. Viele fragen sich: Ist das der neue digitale Alltag in Russland?

So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis  Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
boerse | 68990230 |