Mobile Banking: Betrüger greifen mit neuen Tricks an
23.01.2026 - 05:32:11Bankkunden in Deutschland erleben eine Welle raffinierter Betrugsversuche. Kriminelle setzen auf psychologischen Druck, gefälschte Nachrichten und technische Tricks, um an Geld und Daten zu gelangen. Die Angriffe zielen längst nicht mehr nur auf simple Phishing-Mails ab.
Besonders Kunden von Direktbanken und Neobrokern geraten ins Visier. Verbraucherschützer warnen aktuell vor gefälschten E-Mails, die angeblich von der Advanzia Bank oder Volksbanken stammen. Unter dem Vorwand von “Systemaktualisierungen” fordern sie zur Dateneingabe auf – die Links führen jedoch zu täuschend echten Fake-Seiten.
Smishing & gefälschte Anrufe: Die perfide Doppelstrategie
Eine besonders hinterhältige Masche kombiniert SMS-Betrug (Smishing) mit manipulierten Anrufen. Opfer erhalten zunächst eine Warn-SMS vor einem angeblichen Kontozugriff. Kurz darauf klingelt das Telefon – die Nummer scheint die echte Service-Hotline der Bank zu sein.
Smishing, gefälschte QR‑Codes und Banking‑Trojaner greifen gezielt Smartphones an — besonders Android-Geräte sind häufig betroffen. Viele Nutzer wissen nicht, welche Einstellungen sofort helfen: App‑Berechtigungen, sichere QR‑Scanner, automatische Updates und eingeschränkte Autorisierungen sind entscheidend. Der kostenlose Ratgeber erklärt die 5 wichtigsten Schutzmaßnahmen Schritt für Schritt und liefert eine praktische Checkliste, mit der Sie Banking- und Daten-Diebstahl wirksam verhindern. Gratis-Sicherheitspaket für Android herunterladen
Diese Taktik heißt Call-ID-Spoofing. Die falschen “Bankmitarbeiter” wirken professionell und nutzen die Verunsicherung aus. Sie drängen zur Herausgabe von TANs oder zur Autorisierung von Überweisungen, angeblich als “Rettungsaktion”. Damit hebeln sie die eigentlich sichere Zwei-Faktor-Authentifizierung aus.
Die bayerische Polizei meldet eine signifikante Zunahme solcher Smishing-Angriffe. Der entstandene Schaden liegt bereits im fünfstelligen Bereich.
Warum Neobroker im Fokus stehen
Cyberkriminelle haben moderne Trading-Plattformen und Neobroker verstärkt im Visier. Die Polizei in Oberbayern berichtet von mehreren Fällen: Kunden eines bekannten Neobrokers gaben nach Smishing-Nachrichten den Kontozugriff frei oder überwiesen Geld auf externe Konten.
- Die Täter nutzen die digitale Affinität der Nutzer aus.
- Sie imitieren offizielle Designs und Kommunikationsmuster täuschend echt.
- Teilweise werden Opfer überredet, per Video-Ident neue Konten im Ausland zu eröffnen – was die Geldrückverfolgung extrem erschwert.
Der Schaden beläuft sich hier bereits auf Zehntausende Euro.
Vom QR-Code-Betrug zum Banking-Trojaner
Das Arsenal der Betrüger wächst ständig. Neben etablierten Methoden tauchen neue Gefahren auf:
- Quishing: Gefälschte QR-Codes werden per E-Mail oder Post verschickt. Beim Scannen landen Nutzer auf betrügerischen Webseiten.
- Banking-Trojaner: Schadprogramme tarnen sich als legitime Apps. Sie können vertrauliche Daten vom Smartphone auslesen oder die Banking-App manipulieren.
- Identitätsdiebstahl: Die BaFin warnt vor Betrügern, die sich als echte Finanzdienstleister ausgeben, um unseriöse Anlageangebote zu machen.
Der Mensch bleibt die größte Schwachstelle
Die Entwicklung zeigt: Technische Sicherheit allein reicht nicht. Die Angreifer zielen gezielt auf die menschliche Psyche. Sie erzeugen durch angebliche Notfälle Dringlichkeit und Angst, um Opfer zu unüberlegten Handlungen zu treiben.
Die Professionalisierung der Angriffe macht es für Laien immer schwerer, Fälschungen zu erkennen. Branchenexperten betonen daher: Aufklärung ist der entscheidende Faktor.
Die wichtigste Regel lautet: Ihre Bank wird Sie NIEMALS proaktiv zur Preisgabe von Passwörtern, PINs oder TANs per E-Mail, SMS oder Telefon auffordern.
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