Mittelstand in der Krise: Insolvenzen erreichen Rekordniveau
08.02.2026 - 05:16:12Deutschlands mittelständische Unternehmen steuern 2026 auf eine historische Insolvenzwelle zu. Strukturkrise, hohe Kosten und Fachkräftemangel setzen das Rückgrat der Wirtschaft unter enormen Druck.
Die Zahl der Firmenpleiten erreichte 2025 mit 23.900 Fällen den höchsten Stand seit über einem Jahrzehnt. Das ist ein Anstieg um 8,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie eine Studie von Creditreform zeigt. Besonders betroffen sind Kleinstunternehmen: Über 80 Prozent der Insolvenzen betreffen Betriebe mit maximal zehn Mitarbeitern.
Strukturkrise trifft Schlüsselindustrien
Die Probleme gehen weit über eine konjunkturelle Schwächephase hinaus. Die Beratung Falkensteg verzeichnete bei Unternehmen mit mehr als zehn Millionen Euro Umsatz einen dramatischen Anstieg großer Insolvenzen um 25 Prozent auf 471 Fälle. Seit 2021 hat sich diese Zahl nahezu verdreifacht.
Am härtesten trifft es traditionelle Stärkebranchen. Im Maschinenbau und der Metallverarbeitung explodieren die Insolvenzzahlen. Viele betroffene Betriebe sind Automobilzulieferer, die mit der Transformation zur E-Mobilität kämpfen. Internationaler Wettbewerbsdruck und Handelskonflikte verschärfen die Lage zusätzlich.
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Experten sehen darin ein Alarmzeichen: Etablierte Geschäftsmodelle funktionieren in der neuen Wirtschaftslandschaft nicht mehr. Selbst bei Personaldienstleistern, die als Frühindikator gelten, steigen die Insolvenzen. Das deutet auf eine Verschlechterung des gesamten Arbeitsmarktes hin.
Menschliche und wirtschaftliche Verluste
Die Pleitewelle hat konkrete Folgen. Rund 285.000 Arbeitsplätze waren 2025 direkt bedroht oder gingen verloren. Die Gläubiger verlieren Milliardenbeträge – der gesamtwirtschaftliche Schaden ist immens.
Doch die offiziellen Zahlen zeigen nur die Spitze des Eisbergs. Der DATEV Mittelstandsindex, der anonymisierte Daten Tausender Betriebe auswertet, verzeichnet eine wachsende Zahl stiller Schließungen und Verlagerungen ins Ausland. Immer mehr Unternehmer geben resigniert auf, ohne ein Insolvenzverfahren zu eröffnen.
Die Gründe sind vielfältig: Neben wirtschaftlichen Druck kommen bürokratische Hürden und der Generationenwechsel in Familienbetrieben hinzu. Für viele wird die Fortführung einfach unmöglich.
Düstere Aussichten für 2026
Wird sich der Negativtrend fortsetzen? Wirtschaftsforscher rechnen 2026 mit weiteren Insolvenzsteigerungen – möglicherweise auf Niveau der Finanzkrise 2009. Das Ifo-Institut bestätigt: Die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Industrieunternehmen sinkt auf einen Rekordtiefstand.
Besonders energieintensive Branchen wie die Chemieindustrie verlieren international an Boden. Gleichzeitig bremsen Investitionszurückhaltung und der anhaltende Fachkräftemangel das Wachstum.
In dieser Lage wird frühzeitige Risikoerkennung überlebenswichtig. Tools zur Liquiditätsüberwachung helfen Steuerberatern und Unternehmen, Krisen rechtzeitig zu erkennen. Doch letztlich entscheidet die Anpassungsfähigkeit: Kann der Mittelstand innovativ genug auf die strukturellen Veränderungen reagieren? Die Politik steht unter Druck, die Rahmenbedingungen zu verbessern – sonst droht weiterer Substanzverlust.
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