Messenger-Betrug, Dimension

Messenger-Betrug erreicht neue Dimension

25.02.2026 - 11:31:52 | boerse-global.de

Finanzaufsichten warnen vor organisiertem Betrug in Messenger-Gruppen. Die BaFin warnt konkret vor Plattformen wie PCAM, während Behörden mit Aufklärungskampagnen direkt in WhatsApp reagieren.

Betrüger nutzen WhatsApp und Co. für perfide Attacken. Während ein Senior in Nordrhein-Westfalen auf den digitalen Enkeltrick hereinfiel, warnen Finanzaufsichten vor organisiertem Anlagebetrug in Chatgruppen. Die Behörden reagieren nun mit ungewöhnlichen Gegenmaßnahmen.

Aktueller Fall zeigt perfides Vorgehen

Ein 78-jähriger Mann aus Kerken verlor kürzlich einen hohen vierstelligen Betrag. Die Täter kontaktierten ihn über WhatsApp und gaben sich als sein Sohn aus. Sie behaupteten, ihr altes Telefon sei defekt. Der Senior speicherte die neue Nummer arglos ab.

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Im Chat baten die Betrüger dann dringend um Geld für angebliche Rechnungen. Sie hätten keinen Zugang zum Online-Banking. Der Mann wollte seinem "Sohn" helfen und überwies das Geld. Der Schwindel flog erst auf, als er seinen echten Sohn unter der bekannten Nummer anrief.

Anlagebetrug lockt mit großen Versprechen

Eine zweite, oft noch verheerendere Masche läuft über geschlossene Chatgruppen. Die österreichische Finanzmarktaufsicht warnte kürzlich eindringlich davor. Opfer verlieren hier nicht selten sechsstellige Summen.

Die Kriminellen laden Nutzer in exklusive Finanzgruppen auf WhatsApp ein. Komplizen simulieren mit gefälschten Erfolgsberichten eine lukrative Umgebung. Anfangs zahlen sie sogar kleine Gewinne aus. Sobald die Opfer größere Beträge überweisen, brechen die Täter den Kontakt ab.

BaFin warnt vor konkreten Plattformen

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht veröffentlichte eine offizielle Warnung. Sie richtet sich gegen die Plattform "PCAM" und die App "PCAU pro".

In WhatsApp-Gruppen treten Personen unter falschen Namen auf. Sie empfehlen gezielt Kapitalanlagen und nutzen illegal die Identität eines echten US-Unternehmens. Die BaFin stellt klar: Diese Anbieter handeln ohne Erlaubnis. Die geschlossenen Verträge sind nichtig.

Aufklärung kommt jetzt per WhatsApp

Die Gegenwehr verlagert sich direkt in die Messenger. In Niederösterreich startete heute eine breite Sensibilisierungskampagne. Aufklärungsvideos werden über WhatsApp-Kanäle, Newsletter und soziale Medien verbreitet.

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Die Dringlichkeit ist hoch. Allein in Niederösterreich verzeichneten die Behörden im vergangenen Jahr rund 90 vollendete Betrugstaten dieser Art. Dazu kamen etwa 330 angezeigte Versuche. Experten gehen von einer hohen Dunkelziffer aus.

Warum die Masche immer noch funktioniert

Die Betrüger nutzen gezielt psychologische Schwächen aus. Beim Enkeltrick sind es elterliche Fürsorge und künstlich erzeugter Zeitdruck. Beim Anlagebetrug wirkt das Prinzip der sozialen Bewährtheit.

In den manipulierten Gruppen berichten scheinbar viele Mitglieder von großen Gewinnen. Diese inszenierte Dynamik suggeriert Sicherheit. Sie weckt die Angst, eine finanzielle Chance zu verpassen.

So können Sie sich schützen

Die Polizei rät zu grundlegenden Verhaltensregeln. Nehmen Sie niemals fremde Nummern unbedacht in Ihre Kontaktliste auf. Seien Sie höchst skeptisch, wenn über Messenger Geldforderungen kommen.

Verifizieren Sie die Identität des Absenders immer über bisher bekannte Kanäle. Ideal ist ein persönlicher Anruf. Suchen Sie aktiv das Gespräch mit älteren Angehörigen. Klären Sie sie über die aktuellen Betrugsmaschen auf.

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