Mercedes, EQE

Mercedes EQE im Alltagstest: Ist das die erste Elektro-Limousine, bei der du nichts mehr vermisst?

03.02.2026 - 03:10:13

Stop-and-Go, Reichweitenangst, Ladesäulen-Lotterie: Viele Elektroautos fühlen sich noch nach Kompromiss an. Der Mercedes EQE verspricht dagegen Business-Class auf Rädern – leise, luxuriös und erstaunlich entspannt. Doch hält er das im echten Leben? Wir haben tief in Daten, Tests und Nutzerstimmen geschaut.

Der tägliche Stau und das leise schlechte Gewissen

Du kennst diese Fahrten. Morgens im Stau, Sekunden-Takt von Bremse und Gas, der Motor röhrt leicht genervt im Hintergrund. Spritverbrauch im roten Bereich, der Bordcomputer zeigt Zahlen, die dich an Flugreisen erinnern. Während du dich im Großstadt-Verkehr durchschiebst, fragst du dich: Warum fühlt sich Autofahren 2026 immer noch so sehr nach 2005 an?

Dazu kommt der mentale Dauer-Refresh: CO?-Diskussionen, Fahrverbote, steigende Spritpreise. Gleichzeitig liest du von Elektroautos, die nach Zukunft aussehen, aber sich im Alltag oft wie Beta-Versionen anfühlen: Reichweitenangst, hakelige Software, laute Windgeräusche, trockene Hartplastik-Cockpits.

Du willst etwas anderes. Nicht nur ein E-Auto zum Abhaken des Klimagewissens, sondern ein Auto, in dem du ankommst, statt einfach nur „ankommst“. Ruhe statt Dauerkrawall, Komfort statt Kompromiss. Und ja – Premium, das sich auch nach Premium anfühlt.

Die Lösung: Der Mercedes EQE als elektrische Business-Class

Genau hier tritt der Mercedes EQE auf den Plan – die vollelektrische Business-Limousine von Mercedes-Benz, die bewusst da ansetzt, wo viele E-Autos schwächeln: im Feeling. Also nicht nur bei Reichweite und Leistung, sondern bei Akustik, Raumgefühl, User Experience und Langstrecken-Komfort.

Auf Basis der dedizierten Elektro-Plattform (ähnlich wie beim größeren EQS) kombiniert der EQE eine Reichweite von je nach Variante deutlich über 500 km WLTP mit typischem Mercedes-Komfort, optionalem Luftfahrwerk, modernster Assistenztechnik und einem Innenraum, der eher wie eine Lounge als wie ein klassisches Cockpit wirkt.

Aktuelle Tests von Autozeitschriften, YouTube-Reviews und Erfahrungsberichte auf Reddit zeichnen ein konsistentes Bild: Der EQE ist kein lautes „Schau mich an“-Elektroauto, sondern eine extrem souveräne, fast schon stoische E-Limousine. Besonders gelobt werden Ruhe, Fahrkomfort, Qualität im Innenraum – und die Tatsache, dass man nach 400 km Fahrt aussteigt und sich nicht fühlt, als wäre man eine Prüfung gefahren.

Warum gerade dieses Modell? Der Realitäts-Check

Was macht den Mercedes EQE im Alltag wirklich anders? Statt nur über Kilowattstunden zu sprechen, schauen wir darauf, was bei dir im echten Leben ankommt.

  • Reichweite & Effizienz: Je nach Motorisierung bietet der EQE im WLTP-Zyklus eine Reichweite von über 500 km. In Tests zeigen sich realistische Autobahn-Reichweiten, die viele Pendler-Wochen mit nur ein bis zwei Ladevorgängen abdecken. Ergebnis: Du planst Reisen, nicht Ladestopps.
  • Hochvoltbatterie & Laden: Der EQE setzt auf eine große Hochvoltbatterie und unterstützt schnelles DC-Laden (in der Praxis je nach Variante deutlich über 100 kW). Bedeutet: Kaffeepause statt halber Arbeitstag an der Ladesäule – von leer auf alltagstauglich dauert oft nicht länger als ein Meeting.
  • Fahrkomfort: Nutzer und Tester heben immer wieder die Ruhe im Innenraum hervor. Die Kombination aus guter Geräuschdämmung, optionaler Luftfederung und fein abgestimmter Lenkung sorgt dafür, dass selbst schlechte Asphaltstücke eher akustisches Hintergrundrauschen als Stressfaktor sind.
  • MBUX & Hyperscreen-Option: Das Infotainmentsystem MBUX mit optionalem MBUX Hyperscreen (breiter Glasbereich über fast die gesamte Armaturenbrettbreite) macht den EQE zum rollenden Interface. Sprachsteuerung, intuitive Routenplanung mit Ladepunkten, Over-the-Air-Updates – das ist weniger Menü-Hölle, mehr Smartphone-Logik.
  • Assistenzsysteme: Aktuelle EQE-Modelle kommen mit einer breiten Palette an Fahrassistenzsystemen (z.B. Abstandsregeltempomat, Spurhalte- und Totwinkel-Assistent, Verkehrszeichenerkennung, teilautomatisiertes Fahren im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten). Für dich heißt das: Deutlich weniger „Mikromanagement“ auf der Autobahn.
  • Innenraum & Verarbeitung: In Tests wird die Materialqualität von Sitzen, Verkleidungen und Bedienelementen gelobt, genauso wie das großzügige Raumgefühl. Der EQE fühlt sich von der ersten Sekunde an wie ein „Ankommen-Ort“ an – ob nach dem Büro, dem Kinder-Abholen oder der Nachtschicht.
  • Software & Updates: Mercedes setzt beim EQE auf regelmäßige Over-the-Air-Updates. Navigation, Assistenzsysteme und Komfortfunktionen lassen sich so aktuell halten – dein Auto altert digital deutlich langsamer.

Auf einen Blick: Die Fakten

Die konkreten Zahlen variieren je nach Ausstattungsvariante und Modelljahrgang. Hier eine komprimierte Übersicht der typischen Eckdaten, wie sie so oder ähnlich auf der offiziellen Mercedes-Seite und in aktuellen Tests für den EQE genannt werden (Stand Anfang 2026, ohne Anspruch auf Vollständigkeit – Details prüfst du am besten im Konfigurator):

Merkmal Dein Nutzen
Vollelektrische Business-Limousine (EQ-Plattform) Kein Kompromiss-Umstieg: Du fährst von Anfang an in einer auf Elektroantrieb optimierten Karosserie, mit viel Platz und ruhigem Fahrgefühl.
Reichweite je nach Modellvariante typischerweise über 500 km WLTP Urlaub, Geschäftsreise, Pendeln – du musst deine Woche nicht um die nächste Steckdose herum planen.
Schnellladen mit hoher DC-Ladeleistung (modellabhängig deutlich über 100 kW) Von nahezu leer auf deutlich über 50 % in einer Kaffeepause – du verbringst weniger Zeit an der Ladesäule.
MBUX Infotainmentsystem, optional mit MBUX Hyperscreen Intuitive Bedienung, große Displays, klare Routenführung inklusive Ladestrategie – und Sprachsteuerung, die dich wirklich versteht.
Umfangreiche Fahrassistenzsysteme Mehr Entspannung auf Langstrecke, mehr Sicherheit in der Stadt – das Auto denkt aktiv mit.
Hochwertiger, geräuschoptimierter Innenraum Weniger Lärm, weniger Erschöpfung: Du steigst aus und fühlst dich, als wärst du eine Klasse höher gereist.
Over-the-Air-Update-Fähigkeit Neue Features und Verbesserungen kommen per Funk – dein EQE bleibt technologisch länger frisch.

Das sagen Nutzer und Experten

Ein Blick in aktuelle YouTube-Reviews, Autoportale und Reddit-Threads zum Mercedes EQE zeigt ein klares Stimmungsbild.

  • Gelobt wird vor allem:
    • das extrem leise Fahren – viele Nutzer sprechen von „kleinem EQS-Feeling“;
    • die bequemen Sitze und das entspannte Fahrwerk, vor allem bei Langstreckenfahrten;
    • die souveräne Beschleunigung, selbst bei den nicht sportlichsten Varianten;
    • die insgesamt hohe Verarbeitungsqualität und das wertige Ambiente im Innenraum;
    • das ausgereifte Navigations- und Lademanagement von MBUX.
  • Kritischer gesehen werden je nach Quelle:
    • das höhere Preisniveau im Vergleich zu einigen Wettbewerbern;
    • die Aufpreispolitik – manche Features, die man erwartet, kosten extra;
    • die teilweise komplexe Menüstruktur von MBUX, wenn man nicht über Sprache steuern möchte.

Interessant: Viele, die aus Verbrenner-E-Klassen oder C-Klassen umgestiegen sind, beschreiben den EQE nicht als „Technik-Gadget“, sondern als logische Weiterentwicklung ihres bisherigen Mercedes – nur eben elektrisch. Und diverse Fachmagazine betonen, dass der EQE aktuell zu den komfortabelsten E-Limousinen im Markt gehört.

Hersteller des EQE ist die Mercedes-Benz Group AG (ISIN: DE0007100000) – also ein Konzern, der bei Thema Restwert, Werkstattnetz und Langzeitverfügbarkeit von Teilen ganz andere Karten in der Hand hat als viele Newcomer im E-Segment.

Alternativen vs. Mercedes EQE

Natürlich ist der Mercedes EQE nicht allein auf weiter Flur. In der gleichen Liga spielen unter anderem Modelle wie BMW i5, Tesla Model S (bzw. Model 3 Long Range als preisliche Alternative von unten), Audi Q8 e-tron Sportback als Crossover-Alternative oder auch der Hyundai Ioniq 6 aus der nächstniedrigeren Preisklasse.

Wo der EQE punktet:

  • Komfort & Akustik: Während manche Wettbewerber sportlicher oder minimalistischer auftreten, spielt der EQE seine Stärken bei Geräuschdämmung und Federung aus. Wenn du viel Langstrecke fährst, ist das Gold wert.
  • Innenraum-Anmutung: Gegenüber vielen Konkurrenten wirkt der EQE im Innenraum klassisch-luxuriös statt nur futuristisch-cool. Wenn du Lederoptik, stimmige Ambientebeleuchtung und ein „Lounge“-Gefühl magst, wirst du dich hier eher zuhause fühlen.
  • Marken-Ökosystem: Werkstattnetz, Händler, Finanzierung, Firmenleasing – gerade im D-A-CH-Raum hat Mercedes ein extrem dichtes Ökosystem, das den Besitz entspannt macht.
  • Preis-Leistungs-Verhältnis im Premiumsegment: Ja, der EQE ist kein Schnäppchen. Aber gemessen an Komfort, Technik und Reichweite positioniert er sich relativ ausgewogen – vor allem, wenn du ohnehin im Premiumsegment suchst und Ausstattungspakete clever kombinierst.

Wo Alternativen interessant sein können:

  • Willst du radikal minimalistisches Design und besonders hohe DC-Ladeleistungen, kann z.B. Tesla spannend sein.
  • Suchst du eher ein Crossover- oder SUV-Layout mit höherer Sitzposition, sind Audi- oder BMW-Modelle Alternativen.
  • Möchtest du möglichst viel Elektroauto fürs Budget, können Hyundai, Kia & Co. preislich attraktiver wirken, bieten aber nicht die gleiche „Business-Class“-Anmutung.

Fazit: Lohnt sich der Kauf?

Wenn du Elektroauto sagst und innerlich „Kompromiss“ hörst, ist der Mercedes EQE genau das Gegenargument, das du brauchst. Er versucht gar nicht erst, ein grelles Tech-Statement zu sein. Stattdessen gibt er dir etwas, das im Jahr 2026 fast rar geworden ist: Ruhe. Und zwar auf allen Ebenen – von der Geräuschkulisse über die Reichweitenplanung bis zur Markenverlässlichkeit.

Du bekommst eine E-Limousine, die sich souverän, erwachsen und enorm komfortabel anfühlt. Mit genug Reichweite für echte Langstrecken, einem Bedienkonzept, das nach kurzer Eingewöhnung erstaunlich intuitiv ist, und einem Innenraum, in dem jede Fahrt eher wie die Hinreise in den Urlaub als wie der nächste Pflichttermin wirkt.

Ja, der EQE ist nichts für Schnäppchenjäger. Aber wenn du ohnehin im Premiumsegment unterwegs bist und dir wichtig ist, dass dein nächstes Auto mehr ist als nur „das erste E-Auto“, sondern ein echter Qualitäts-Sprung im Alltag, dann gehört der Mercedes EQE ziemlich sicher auf deine Shortlist.

Die eigentliche Frage ist also nicht mehr, ob sich der Kauf lohnt – sondern: Wann gönnst du dir deine erste elektrische Business-Class-Fahrt?

@ ad-hoc-news.de