Aktien Frankfurt: Iran-Meldungen machen freundlichen Monatsauftakt zunichte
04.05.2026 - 14:21:48 | dpa.deSteigende Ölpreise waren die Folge. Der deutsche Leitindex, der zunächst freundlich in den neuen Börsenmonat Mai gestartet war, drehte zeitweise deutlich ins Minus. Am Nachmittag stand noch ein moderater Verlust von 0,10 Prozent auf 24.268 Punkte zu Buche.
Für den MDax DE0008467416 mit den mittelgroßen Werten ging es um 0,53 Prozent auf 30.753 Zähler aufwärts. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 gab um 1 Prozent nach.
Iranische Nachrichtenagenturen mit Verbindung zu den Revolutionsgarden des Landes hatten zunächst über einen Raketenangriff auf ein US-Kriegsschiff berichtet. Die USA dementierten allerdings kurz danach, dass ein US-Schiff getroffen worden sei. Der Iran hatte nach der Verkündung des Beginns einer neuen US-Initiative, die die für den globalen Öltransport so wichtige Meerenge von Hormus für die Schifffahrt freimachen soll, mehrere Warnungen ausgesprochen. Schiffe, die ohne Absprache mit dem Iran die Straße von Hormus befahren, könnten angegriffen werden, hieß es.
Neue Zollankündigungen von US-Präsident Donald Trump auf Fahrzeuge aus der EU belasteten Autowerte. Im Dax verloren BMW DE0005190003, Mercedes-Benz DE0007100000 und Volkswagen DE0007664039 bis zu 2,2 Prozent.
Halbleiterwerte wie Aixtron DE000A0WMPJ6 und Infineon DE0006231004 kletterten weiter nach oben und folgten der Tech-Rally in den USA und Asien. Selbst Siltronic DE000WAF3001 legten leicht zu ungeachtet einer Abstufung durch Oddo BHF.
Die Anteile des Rüstungsunternehmens Rheinmetall DE0007030009 erholten sich an der Dax-Spitze mit plus 3 Prozent und profitierten unter anderem von einer Hochstufung durch Santander.
Thyssenkrupp DE0007500001 will seine Stahlsparte nicht mehr an den indischen Konkurrenten Jindal verkaufen. Mittelfristig will sich Thyssenkrupp aber weiter vom Stahlgeschäft trennen. Die Thyssenkrupp-Aktien notierten zuletzt leicht schwächer.
Die Aktien der Parfümeriekette Douglas DE000BEAU1Y4 rutschten nach Quartalszahlen und einer Prognosesenkung um mehr als 6 Prozent ab.
Bei Evotec DE0005664809 trägt die Kooperation mit Almirall erste Früchte. Worauf die Papiere des Wirkstoffforschers mit plus 4,8 Prozent reagierten. Ziel der Zusammenarbeit ist die Erforschung und Entwicklung neuartiger Therapeutika zur Behandlung schwerer Hauterkrankungen. Evotec gab nun den ersten präklinischen Entwicklungskandidaten aus der Dermatologie-Kooperation mit Almirall bekannt.
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