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Mehl-Typen: Warum 2026 das Jahr der hohen Zahlen wird

06.01.2026 - 18:24:12

Der Ernährungstrend Fibermaxxing rückt die Typenzahl auf Mehlpackungen in den Fokus. Höhere Typen wie 1050 bieten mehr Mineralstoffe und Ballaststoffe für eine gesündere Ernährung.

Die Regale sind voll, doch der Blick auf die Packung ist wichtiger denn je. Nach einer herausfordernden Ernte 2025 und neuen Ernährungstrends rücken die kryptischen Zahlen auf den Mehlpackungen wieder in den Fokus. Was bedeuten sie für Ihre Gesundheit – und warum raten Experten in diesem Januar zum „Typen-Wechsel“?

Angetrieben durch den Trend des „Fibermaxxing“ – der gezielten Maximierung der Ballaststoffzufuhr – gewinnt die Typenzahl neue Relevanz. Verbraucherschützer und Ernährungsmediziner betonen: Die Wahl entscheidet 2026 maßgeblich über den gesundheitlichen Wert des Grundnahrungsmittels.

Der Code auf der Packung: Was die Zahl wirklich bedeutet

Viele halten die Typenzahl fälschlicherweise für einen Indikator der Feinheit. Tatsächlich gibt sie den Mineralstoffgehalt in Milligramm pro 100 Gramm an. Dieser bleibt übrig, wenn das Mehl bei 900 Grad verbrannt wird.

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  • Type 405, das klassische Haushaltsmehl, enthält 405 Milligramm Mineralstoffe. Es besteht fast ausschließlich aus dem inneren Mehlkörper.
  • Type 1050 enthält mehr als doppelt so viele Mineralstoffe, da Teile der Schale und des Keimlings mitvermahlen wurden.

Im Kontext der neuen DGE-Richtlinien wird diese Unterscheidung kritisch. Die Empfehlung für die tägliche Ballaststoffzufuhr liegt nun bei mindestens 30 Gramm. Das „weiße Gold“ Type 405 gilt daher zunehmend als bloßer Stärkelieferant ohne nennenswerten Mehrwert.

“Fibermaxxing” bringt die Renaissance der hohen Typen

Der Begriff dominiert die Ernährungsforen. Der Trend: Lebensmittel mit der höchstmöglichen Nährstoffdichte bevorzugen. Für Mehl hat das konkrete Konsequenzen.

Der Griff zur Type 550 statt 405 macht bereits einen kleinen Unterschied, ohne die Backeigenschaften stark zu verändern. Der eigentliche Gewinner ist aber die Type 1050 sowie Vollkornmehle. Sie liefern nicht nur mehr Magnesium, Eisen und Zink, sondern sorgen durch den hohen Ballaststoffanteil für einen stabileren Blutzuckerspiegel. Der Sättigungseffekt tritt schneller ein und hält länger – ein entscheidender Faktor für die Gewichtsregulation nach den Feiertagen.

Die Ernte 2025: Warum das Backen jetzt anders ist

Ein oft übersehener Aspekt ist der Einfluss der Witterung. Die Getreideernte 2025 war durch einen nassen Sommer geprägt. Das führte regional zu Herausforderungen bei den sogenannten „Fallzahlen“.

Niedrige Fallzahlen deuten auf eine erhöhte Enzymaktivität hin, was Teige klebriger machen kann. Mühlen gleichen diese Schwankungen zwar aus, doch Berichte aus Handwerksbäckereien legen nahe: Die Wasseraufnahme der Mehle kann in diesem Jahr variieren.

Für den Heim-Bäcker bedeutet das: Wer auf gesündere Typen umsteigt, muss 2026 besonders auf die Flüssigkeitszugabe achten. Da die Randschichten des Korns mehr Wasser binden, benötigen diese Teige ohnehin mehr Wasser. Backprofis raten deshalb, das Wasser schluckweise hinzuzufügen und dem Teig längere Quellzeiten zu gönnen.

Jenseits von Weizen: Dinkel, Roggen und Urgetreide im Trend

Während Weizen dominiert, zeigt der Trendbarometer für 2026 eine klare Diversifizierung.

  • Dinkel folgt eigenen Typenzahlen. Die Type 630 entspricht in der Anwendung etwa Weizenmehl 405/550. Die Type 1050 gilt als robustes Brotmehl.
  • Roggen ist das Standardmehl für klassisches Brot. Aufgrund der nassen Witterung 2025 ist hier die Verwendung von Sauerteig noch wichtiger geworden.
  • Urgetreide & Pseudogetreide wie Emmer oder Buchweizen liegen im Trend „Nutrition Meets Tradition“. Sie werden meist als Vollkorn vermahlen und sind reich an sekundären Pflanzenstoffen.

Was kommt als nächstes?

Experten prognostizieren, dass „Hybrid-Mehle“ – Mischungen aus Weizenmehl und proteinreichen Zusätzen wie Erbsenprotein – bis Mitte 2026 stärker in den Regalen vertreten sein werden. Zudem könnte die Diskussion um den Nutri-Score auf Monoprodukten wie Mehl neu entfachen. Der Druck steigt, den Ballaststoffvorteil von Type 1050 und Vollkorn auf der Verpackung deutlicher zu kennzeichnen.

Die Empfehlung für 2026 bleibt klar: Mut zur höheren Zahl. Wer seiner Gesundheit etwas Gutes tun will, greift öfter zur 1050 oder zum Vollkorn – und nimmt sich beim Backen die Zeit, die das Naturprodukt benötigt.

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