MaKi, Bundesregierung

MaKi: Bundesregierung startet KI-Marktplatz für Behörden

29.01.2026 - 07:02:12

Die neue Plattform "Marktplatz der KI-Möglichkeiten" soll Doppelarbeit in Behörden verhindern, den rechtskonformen KI-Einsatz sichern und die digitale Souveränität stärken.

Die Bundesregierung will die Digitalisierung der Verwaltung mit einem zentralen KI-Register beschleunigen. Der neue „Marktplatz der KI-Möglichkeiten“ soll Doppelarbeit vermeiden und den rechtskonformen Einsatz von Künstlicher Intelligenz in Ministerien und Ämtern sicherstellen.

Angetrieben von Fachkräftemangel und steigenden Bürgererwartungen startete das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung die Plattform am 28. Januar. Sie dient als Transparenzregister und Vermittlungsbörse für KI-Projekte in der gesamten Bundesverwaltung. Das Ziel: Behörden sollen voneinander lernen, bewährte Lösungen übernehmen und teure Neuentwicklungen vermeiden.

Vom Pilotprojekt zur strategischen Anwendung

Der „Marktplatz der KI-Möglichkeiten“ (MaKi) ist das Pilotprojekt des neu geschaffenen Beratungszentrums für Künstliche Intelligenz (BeKI). Die Plattform listet nicht nur existierende und geplante KI-Systeme auf. Sie visualisiert auch deren Nutzung in einem Dashboard und soll als Matching-Plattform fungieren.

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Experten sehen darin einen Wendepunkt. Bislang dominieren in der Verwaltung vereinzelte Pilotprojekte. MaKi soll KI in die breite, strategische Anwendung überführen. Die Plattform ist als lebendiges System konzipiert und soll kontinuierlich um neue Funktionen für den Austausch zwischen Behörden erweitert werden.

Compliance und digitale Souveränität im Fokus

Ein zentraler Treiber ist die regulatorische Absicherung. Mit der Einführung des EU AI Act und den strengen Vorgaben der DSGVO steht der rechtskonforme Einsatz von KI im öffentlichen Sektor im Fokus. MaKi soll hier Orientierung bieten und einen Rahmen für Compliance schaffen.

Gleichzeitig stärkt die Initiative die digitale Souveränität. Analysen zeigen: Bundesbehörden setzen überwiegend auf Eigenentwicklungen und Open-Source-Lösungen auf eigener Infrastruktur. Diese Strategie vermeidet Abhängigkeiten von großen Tech-Konzernen und hält Systeme austauschbar. MaKi soll den Überblick über diese souveränen Lösungen erleichtern und ihre Verbreitung fördern.

Praktische Effekte: Entlastung für Bürger und Beamte

Konkret legt MaKi den Grundstein für spezialisierte Anwendungen wie das lang erwartete KI-gestützte Formularmanagement. Eine Behörde kann nun nach geprüften Lösungen suchen, um Antragsprozesse zu beschleunigen. IT-Unternehmen entwickeln bereits Integrationen, die mit intelligenten Leitfragen und Analysen Sachbearbeiter entlasten sollen.

Der Schritt ist auch eine Antwort auf den akuten Personalmangel. KI kann Routineaufgaben automatisieren und Bearbeitungszeiten drastisch verkürzen. Die Akzeptanz in der Bevölkerung ist hoch: Eine Mehrheit der Deutschen befürwortet den KI-Einsatz in Behörden, um Wartezeiten zu vermeiden.

Ein Baustein im „Deutschland-Stack“

MaKi ist kein isoliertes Projekt. Es fügt sich nahtlos in die übergeordnete Digitalagenda der Bundesregierung ein. Dazu gehört der „Deutschland-Stack“ – eine nationale, souveräne Technologieplattform für öffentliche Digitalprojekte.

Die Vision ist klar: Eine moderne Verwaltung, in der KI-Assistenten die Sachbearbeitung unterstützen und Chatbots Bürgeranfragen rund um die Uhr beantworten. Mit MaKi ist ein wichtiger Meilenstein erreicht. Die Herausforderung liegt nun in der Skalierung und der schnellen Umsetzung konkreter Anwendungsfälle in allen Behörden.

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