Lundin Gold Aktie: 349 Millionen Cashflow im Q1
21.06.2026 - 02:55:00 | boerse-global.de
Lundin-Gold-Aktionäre bekommen in dieser Woche gleich doppelt Geld. Der Minenbetreiber schüttet sowohl seine LunR-Royalties-Aktien als auch die reguläre Quartalsdividende aus. Ein Zeichen für die starke operative Entwicklung der Fruta-del-Norte-Mine in Ecuador. Die Aktie notierte am Freitag bei 49,80 Euro.
Die LunR-Royalties-Verteilung
Der entscheidende Termin ist der 23. Juni 2026. Dann wird für Aktionäre mit schwedischen Hinterlegungsscheinen der Stichtag für die Verteilung von LunR-Royalties-Aktien gesetzt. Bereits am 4. Juni hatte Lundin Gold über 50,5 Millionen Aktien an die Aktionäre ausgeschüttet. Das Unternehmen hält danach keine LunR-Anteile mehr.
Am 24. Juni fällt zudem die temporäre Schranke für Transfers zwischen der TSX und Nasdaq Stockholm. Dann können die Aktien wieder normal zwischen beiden Börsen hin- und herbewegt werden.
Zwei Dividenden auf einmal
Neben der Sachausschüttung gibt es eine satte Bardividende von insgesamt 1,21 US-Dollar pro Aktie. Sie setzt sich aus einer fixen Komponente von 0,30 Dollar und einer variablen von 0,91 Dollar zusammen. Für Aktionäre an der TSX und OTCQX ist der Zahlungstag der 25. Juni. Die Nasdaq-Stockholm-Aktionäre müssen sich bis zum 30. Juni gedulden. Der Stichtag war der 10. Juni.
Ein erstes Quartal zum Staunen
Das erste Quartal 2026 war für Lundin Gold außergewöhnlich. Der freie Cashflow erreichte mit 349 Millionen Dollar einen Rekordwert. Der Nettogewinn betrug 273 Millionen Dollar. Die Fruta-del-Norte-Mine förderte fast 120.000 Unzen Gold und verkaufte sie zu einem Durchschnittspreis von knapp 5.000 Dollar je Unze.
Die Bilanz ist makellos: 704 Millionen Dollar in Cash, keine Schulden. Das Unternehmen bleibt auf Kurs, seine Jahresziele zu erreichen. Parallel dazu treibt Lundin Gold die Entwicklung der Lagerstätte Fruta del Norte South voran und prüft den Ausbau der Mühlenkapazität.
Goldpreis unter Druck
Die Ausschüttungen kommen in einer schwierigen Phase für den Goldmarkt. Ein starker Dollar und die aggressive Haltung der US-Notenbank setzen dem Edelmetall zu. Analysten senken ihre Jahresprognosen. Kommende Woche könnten die US-Daten zur Kerninflation und das finale BIP für das erste Quartal für neue Impulse sorgen.
Die Lundin-Gold-Aktie hat seit ihrem Jahreshoch von 83,40 Euro im März knapp 40 Prozent verloren. Auf Sicht von sieben Tagen steht ein Plus von knapp vier Prozent. Der RSI von 41,5 signalisiert leichte Unterbewertung. Für Anleger bleibt entscheidend, ob sich der Goldpreis stabilisiert und das Unternehmen die operative Stärke des ersten Quartals bestätigen kann. Die Auszahlungen dieser Woche sind jedenfalls ein klares Bekenntnis zur Aktionärsrendite.
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