London, Android

London und Android gehen gegen Handy-Diebstahl vor

17.02.2026 - 21:09:12

London investiert Millionen in eine Sondereinheit gegen Handydiebstähle, während Google Android-Geräte mit KI-Funktionen zur Diebstahlerkennung ausstattet.

Londons Bürgermeister Sadiq Khan startet eine nuova Offensive gegen Handy-Diebstähle. Gleichzeitig rüstet Google seine Android-Geräte mit KI-gestützten Anti-Diebstahl-Funktionen auf.

Die britische Hauptstadt investiert zusätzlich 5,3 Millionen Euro in eine spezielle Einsatzzelle, die Ermittlungen koordinieren und die Polizeipräsenz verstärken soll. Schwerpunkt ist das beliebte Ausgehviertel West End. Die Maßnahme kommt, obwohl die Zahlen bereits sinken: Die Londoner Polizei verzeichnete 2025 rund 10.000 weniger Diebstähle als im Vorjahr – ein Rückgang von 12,3 Prozent. „Doch noch immer werden zu viele Londoner Opfer“, so Khan. Das Geld soll unter anderem Razzien gegen Händler finanzieren, die mit gestohlenen Geräten handeln.

KI erkennt „Snatch-and-Run“-Diebstahl

Parallel zu den behördlichen Schritten treibt die Tech-Branche die technische Abschreckung voran. Google hat sein mehrschichtiges Android Theft Protection-System deutlich ausgebaut. Eine Schlüsselfunktion ist der „Diebstahlerkennungs-Sperre“. Eine KI auf dem Gerät erkennt Bewegungsmuster, die typisch für einen schnellen Handtaschenraub sind, und sperrt den Bildschirm sofort.

Zudem wurde die Fernsperre verstärkt. Sie verlangt nun eine zusätzliche Sicherheitsabfrage, bevor sie über einen Webbrowser aktiviert werden kann. Diese Updates erhalten alle Geräte ab Android 10. Eine weitere Neuerung betrifft die Identitätsprüfung: Verlässt das Telefon vertraute Orte, sind für sensible Aktionen – auch in Drittanbieter-Apps wie Banking-Programmen – zwingend biometrische Daten wie ein Fingerabdruck nötig.

Gestohlene Handys als Gateway für Identitätsdiebstahl

Hinter dem verschärften Vorgehen steht eine bedrohliche Entwicklung. Ein gestohlenes Smartphone ist heute oft mehr als nur ein teurer Gegenstand. Es wird zum Einstieg für Finanzbetrug und Identitätsdiebstahl. Über Banking-Apps, Fotos und gespeicherte Zugänge gelangen Kriminelle an hochsensible private und geschäftliche Daten.

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Die Behörden weltweit reagieren. In Sri Lanka etwa fordern die Polizeibehörden Bürger auf, nach einem Diebstahl sofort die SIM-Karte sperren zu lassen und die 15-stellige IMEI-Nummer des Geräts zu melden. In den USA hat die Bundeskommunikationsbehörde FCC kürzlich eine Regelung gekippt, die gestohlene Geräte für Kriminelle attraktiver machte, indem sie eine kurze Entsperrfrist vorschrieb.

Die Zukunft liegt in lernender KI

Der Kampf gegen den Diebstahl mobiler Geräte wird an mehreren Fronten geführt: durch Strafverfolgung, technische Innovation und Aufklärung. Die nächste Stufe der Sicherheit verspricht lernende KI. Sie soll individuelle Nutzermuster erkennen und so noch präziser zwischen normalem Verhalten und einem Diebstahl unterscheiden.

Für Verbraucher bleibt die wichtigste Regel: Verfügbare Sicherheitsfunktionen auch zu nutzen. Starke Passcodes, biometrische Authentifizierung und die Kenntnis von Fernsperr-Prozeduren sind essenziell. Die Kombination aus fortschrittlicher Technik und wachsamer Nutzung ist der beste Schutz gegen eine anhaltende Gefahr.

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