Jethro Tull 2026: Warum jetzt alle wieder ausflippen
17.02.2026 - 21:08:56Du dachtest, Jethro Tull wären nur was aus der Plattensammlung deiner Eltern? Falsch gedacht. 2026 dreht die Band den Regler noch mal hoch – mit neuen Tourdaten, dicken Prog-Klassikern und einem Publikum, das plötzlich wieder deutlich jünger aussieht. Auf TikTok kursieren Clips von Ian Andersons Querflöten-Attacken, auf Reddit wird die Setlist seziert, und die Tourseite der Band füllt sich mit Terminen, die für Fans in Deutschland extrem spannend werden.
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Die Stimmung: zwischen Nostalgie-Gänsehaut und echter Neuentdeckung. Alte Prog-Nerds stehen neben Gen-Z-Kids im Bandshirt, die "Aqualung" nur aus Streaming-Playlists kennen. Und genau diese Mischung sorgt dafür, dass die aktuelle Jethro-Tull-Welle nicht wie eine müde Oldie-Runde wirkt, sondern wie ein ziemlich lebendiges Update einer Band, die nie wirklich verschwunden ist.
Hintergründe: Die aktuellen News im Detail
Was läuft also gerade konkret bei Jethro Tull? In den letzten Jahren hat Ian Anderson mit der Band überraschend konsequent einen Late-Career-Run hingelegt: neue Studioalben, volle Tourpläne und ein klarer Fokus auf Europa – inklusive regelmäßiger Stopps im deutschsprachigen Raum. Nach dem Comeback mit "The Zealot Gene" (2022) und "RökFlöte" (2023) war schnell klar: Das ist kein Abschied auf Raten, sondern eine echte neue Phase.
In aktuellen Interviews (unter anderem in britischen Musikmagazinen und auf Classic-Rock-Portalen) betont Anderson immer wieder, dass er touren will, solange Stimme und Kondition es zulassen. Er redet offen über Alter, Atemtechnik und darüber, wie stark er seine Shows inzwischen durchplant, um die Energie über den Abend zu halten. Für dich als Fan bedeutet das: eher kuratierte, dichte Konzerte als völlig spontane Jams – aber dafür mit einem sehr hohen Profi-Level.
Auf der offiziellen Tourseite werden nach und nach neue Daten für 2026 veröffentlicht. Der Fokus liegt auf Europa, mit mehreren Terminen in UK, Skandinavien und Südeuropa. Für Deutschland sind traditionell Städte wie Berlin, Hamburg, Köln, Frankfurt, Stuttgart und München heiße Kandidaten – oft in Theatern oder bestuhlten Hallen mit guter Akustik. Selbst wenn zum jetzigen Zeitpunkt nicht jede deutsche Stadt offiziell bestätigt ist, lässt das Tourmuster der letzten Jahre klar erkennen: Deutschland ist Kernmarkt und wird nicht ausgespart.
Spannend ist auch, wie die neuen Alben im Live-Konzept eingebaut werden. Laut Setlist-Reports der letzten Tourzyklen spielt die Band regelmäßig mehrere Songs aus der aktuellen Phase – also nicht nur das Pflichtprogramm aus den 70ern. In Fan-Foren wird diskutiert, dass Anderson offenbar vermeiden will, als reine Nostalgie-Attraktion abgestempelt zu werden. Er zieht eine Linie: Von "Stand Up" und "Aqualung" über "Songs from the Wood" bis zu "The Zealot Gene" – und versucht, eine eigene Erzählung daraus zu machen.
Für deutsche Fans hat das zwei Konsequenzen: Erstens, du bekommst eine Art Best-of-Historie plus neues Material an einem Abend. Zweitens, die Shows sprechen eben nicht nur Leute an, die 1972 schon vor der Bühne standen. Durch die moderner produzierten Alben steigt die Chance, dass auch Hörer*innen, die sonst eher Tool, Opeth oder Steven Wilson feiern, plötzlich bei Jethro Tull landen – und das merkt man im Publikum.
Preislich bewegen sich die Tickets in den letzten Tourrunden im klassischen Classic-Rock-Segment: keine Dumpingpreise, aber auch nicht völlig abgehoben im VIP-Wahnsinn. Je nach Location liegen die regulären Karten oft im Bereich von etwa 60–100 Euro, Premium-Plätze darüber. Gerade in Deutschland ist der Run auf gute, zentral gelegene Sitzplätze erfahrungsgemäß hoch, weil viele Fans das Ganze wie ein intensives Musikkonzert und weniger wie ein Festival-Moshpit erleben wollen.
Unterm Strich: 2026 ist kein reiner "Greatest Hits zum letzten Mal"-Move, sondern eher der nächste logische Schritt einer Band, die sich im Spätwerk noch mal zusammenreißt – und das Publikum zieht mit.
Die Setlist & Show: Was dich erwartet
Wer Jethro Tull 2026 live sehen will, fragt sich vor allem: Welche Songs kommen wirklich? Die Auswertung der Setlists der letzten Jahre zeigt ein ziemlich klares Bild – und liefert gute Hinweise darauf, was dich jetzt erwartet.
Fast immer dabei sind die großen Klassiker: "Aqualung" als epischer Höhepunkt, "Locomotive Breath" als finaler Abriss, oft in die Zugaben verpackt. "My God", "Cross-Eyed Mary" und "Hymn 43" tauchen regelmäßig auf, wenn der Fokus auf der legendären "Aqualung"-Ära liegt. Dazu gesellen sich Stücke wie "Bourée" (die Bach-Interpretation, die live gern zum Querflöten-Showcase wird), "Thick as a Brick (Excerpt)", "Songs from the Wood" und "Heavy Horses" – alles Nummern, die den Folk-Prog-Charakter der Band perfekt auf die Bühne bringen.
Seit der Veröffentlichung von "The Zealot Gene" sind außerdem neue Songs wie "Shoshana Sleeping", "Mrs Tibbets" oder der Titeltrack fester Bestandteil der Shows. Insetlisten-Archiven ist zu erkennen, dass Anderson gern thematische Blöcke baut: Ein Teil klassisch-progressiv, ein Teil folkig und akustisch, ein Teil aktuelles Material. Auch Stücke von "RökFlöte" wie "Hammer on Hammer" oder "Wolf Unchained" tauchen immer wieder auf – mit teils recht hartem, rockigem Einschlag, der live richtig knallt, wenn die Band tight ist.
Atmosphärisch läuft ein Jethro-Tull-Abend 2026 so ab: Anfangs sitzendes, konzentriertes Publikum, das jeden Ton aufsaugt – aber sobald die bekannten Riffs einsetzen, merkst du, wie die ganze Halle anfängt mitzuvibrieren. Anderson ist zwar nicht mehr der herumwirbelnde Derwisch der 70er, aber er setzt seine Bewegungen gezielt. Das ikonische Ein-Bein-Posing mit der Flöte bringt er immer noch, nur dosierter. Die Lichtshow ist eher klassisch gehalten, mit warmen Farben, Spotlights auf Soli und visuellen Projektionen, die viele Songs illustrieren (Kirchenfenster bei "Aqualung", Naturbilder bei Folk-Stücken etc.).
Musikalisch ist die Band extrem kontrolliert unterwegs. Gitarrensoli orientieren sich oft eng an den Studioversionen, werden aber an den richtigen Stellen verlängert. Die Rhythmusgruppe legt eine sehr präzise Basis, die die komplexen Taktwechsel von Songs wie "Thick as a Brick" oder "Farm on the Freeway" trägt. Andersons Stimme ist hörbar gealtert, aber er arrangiert die Parts so, dass sie funktionieren: Tonarten werden angepasst, Backing-Vocals unterstützen Refrains, und an manchen Stellen übernimmt die Flöte die melodische Linienführung, wo früher die Stimme dominiert hat.
Für dich als jüngere*r Fan ohne Nostalgiebrille fühlt sich die Show oft eher wie ein Prog/Artrock-Erlebnis an als wie ein Oldie-Abend. Du bekommst komplexe Arrangements, viele Dynamikwechsel, zwischendrin humorvolle Ansagen (teilweise mit leicht britischem Grantlertum), und immer wieder diesen Moment, in dem du merkst: "Okay, DAS ist der Ursprung von tausend Sachen, die ich heute bei modernen Prog-Bands feiere."
Ein weiterer Punkt: Die Setlist rotiert leicht von Show zu Show. Das heißt, Hardcore-Fans, die mehrere Gigs mitnehmen, haben Spaß am Vergleichen. Song-Varianten, kleine spontane Intros, medleyartige Übergänge – all das passiert regelmäßig. In Foren wird gerne darüber diskutiert, welche Stadt das "bessere" Paket bekommen hat. Wenn du also in Deutschland die Chance auf zwei Termine in erreichbarer Nähe hast, kann sich der Doppelschlag lohnen.
Das sagt das Netz:
Die Gerüchteküche: Was Fans vermuten
In den Kommentarspalten und auf Reddit-Threads zur aktuellen Jethro-Tull-Phase geht es deutlich lebhafter zu, als man bei einer Band mit über 50 Jahren Geschichte erwarten würde. Ein Dauerbrenner-Thema: Kommt noch ein komplett neues Studioalbum – oder bleiben die letzten Releases der Abschluss? Einige Fans analysieren Interviews, in denen Anderson andeutet, dass noch Ideen da sind, aber der zeitliche Aufwand für neue Produktionen enorm sei. Daraus wird im Netz schnell: "Er arbeitet heimlich schon an neuen Songs!".
Dazu kommt die Spekulation, ob 2026 eine Art Jubiläumsschiene weiterführt. In den letzten Jahren wurden mehrfach historische Meilensteine der Band (z.B. "Aqualung"-Jahre, "Thick as a Brick") indirekt auf der Bühne gefeiert, ohne dass es offiziell als "Anniversary Tour" vermarktet wurde. Einige Fans vermuten, dass 2026 bestimmte Alben wieder verstärkt ins Zentrum rücken – etwa durch längere Medleys oder selten gespielte Deep Cuts, die plötzlich auftauchen. In einschlägigen Prog-Foren kursieren regelrechte Wunsch-Setlists inklusive Songs wie "Baker St. Muse" oder kaum gespielten Stücken aus der späten 80er-Phase.
Ein weiteres heiß diskutiertes Thema ist die Ticket-Preisgestaltung. Auf Social Media kannst du zwei Lager beobachten: Die einen finden, dass eine lebende Legende mit voll besetzter Band, professioneller Produktion und eher begrenztem Tourfenster ihren Preis hat. Die anderen vergleichen die Tickets mit jüngeren Acts und kritisieren, dass Kultur für Normalverdienende immer teurer wird. Gerade in Deutschland tauchen in Kommentarspalten unter Eventim-Listings und lokalen Veranstalterseiten regelmäßig Diskussionen dazu auf. Bisher bleibt der Shitstorm aber aus – dafür ist die Fanbase insgesamt zu loyal, und der Eindruck, dass hier solide Gegenleistung für das Geld geboten wird, ist weit verbreitet.
Auf TikTok und Instagram Reels bildet sich parallel eine ganz andere Art von Gerüchteküche: kurze Clips aus den ersten Reihen, in denen User behaupten, das sei "der eigentliche Vater von Prog Metal" oder "die Band, von der mein Lieblingsgitarrist alles geklaut hat". Unter solchen Videos tauchen dann Kommentare auf wie: "Kommt der auch nach Berlin?" oder "Meine Eltern drehen durch, wenn ich die Surprise-Tickets hole". Besonders viral gehen Ausschnitte, in denen Anderson auf einem Bein balanciert, die Flöte wie eine Waffe hält und die Band abrupt in einen Break schickt – optisch hochgradig meme-tauglich.
Einige Fans spekulieren außerdem über mögliche Kollaborationen. Immer wieder fällt der Name Steven Wilson, der schon Tull-Klassiker in 5.1 und neuen Mixes veredelt hat. Könnte er bei einer besonderen Show oder als Special Guest auftauchen? Offiziell ist da nichts bestätigt, aber die Hoffnung auf ein Crossover-Moment bleibt – gerade in Ländern wie Deutschland, wo die Schnittmenge zwischen Wilson- und Tull-Fans enorm ist.
Und dann ist da noch die ewige Frage: War das jetzt die letzte Tour? In den Threads liest man immer wieder Posts von Fans, die sagen: "Ich glaube, das ist meine letzte Chance, ihn zu sehen." Andere verweisen darauf, dass Anderson diese Frage seit Jahren gestellt bekommt und trotzdem immer wieder kommt. Realistisch ist: Niemand weiß, wie lange das auf diesem Niveau durchhaltbar ist. Genau diese Unsicherheit verstärkt aber den Wunsch, 2026 unbedingt dabei zu sein – sicher ist sicher.
Alle Daten auf einen Blick
Die exakten Termine können sich noch ändern, aber so ähnlich sieht ein typischer Europa-/Deutschland-Block für Jethro Tull aus. Aktuelle und verbindliche Infos bekommst du immer direkt auf der offiziellen Seite – hier ein orientierender Überblick:
| Datum | Stadt | Land | Venue | Hinweis |
|---|---|---|---|---|
| April 2026 (tba) | Berlin | Deutschland | Theater / Konzerthaus (tba) | Wahrscheinlicher Tourauftakt im deutschsprachigen Raum |
| April 2026 (tba) | Hamburg | Deutschland | Große Halle / Theater (tba) | Beliebter Norddeutschland-Stop |
| April/Mai 2026 (tba) | Köln | Deutschland | Mehrzweckhalle (tba) | Zentral, gut erreichbar – erfahrungsgemäß schnell ausverkauft |
| Mai 2026 (tba) | Frankfurt (Main) | Deutschland | Jahrhunderthalle / Festhalle (tba) | Klassischer Austragungsort für Classic-Rock-Acts |
| Mai 2026 (tba) | Stuttgart | Deutschland | Kultur- oder Liederhalle (tba) | Gute Akustik, oft bestuhlt |
| Mai/Juni 2026 (tba) | München | Deutschland | Philharmonie / Zenith (tba) | Süddeutscher Schlüssellocation-Block |
| Frühjahr 2026 (tba) | Wien | Österreich | Stadthalle / Theater (tba) | Beliebter Abstecher im DACH-Raum |
| Frühjahr 2026 (tba) | Zürich/Basel | Schweiz | Halle (tba) | Oft als Kombi mit Süddeutschland-Terminen |
Noch mal: Für verbindliche Termine, Zeiten und Ticketlinks immer direkt auf der offiziellen Tourseite nachschauen – dort werden neue Daten als Erstes eingepflegt und Verschiebungen kommuniziert.
Häufige Fragen zu Jethro Tull
Wer oder was ist Jethro Tull überhaupt – und warum reden alle von der Flöte?
Jethro Tull ist eine britische Rockband, die Ende der 60er gestartet ist und sich früh einen eigenen Sound gebaut hat: Blues, Hardrock, Folk, Prog – und darüber eine Querflöte als Lead-Instrument. Frontmann Ian Anderson hat die Flöte aus der Klassik ins Rock-Setting geholt, oft mit agressiver Artikulation, Overblowing und ungewöhnlichen Rhythmen. Das ikonische Bild: Anderson auf einem Bein, Flöte wie ein Mikrofon vor sich, die Band im Hintergrund in komplexen Taktarten. Genau dieses Bild hat sich über Jahrzehnte in das kollektive Musikgedächtnis eingebrannt und wird bis heute in Memes, Fanart und Live-Fotos wiederholt.
Welche Songs muss ich kennen, bevor ich 2026 auf ein Konzert gehe?
Wenn du dich vorbereiten willst, fang mit diesen Essentials an: "Aqualung", "Locomotive Breath", "Bourée", "Thick as a Brick (Part 1 Excerpt)", "Songs from the Wood" und "Heavy Horses". Das sind sozusagen die Eckpfeiler des Live-Programms. Danach kannst du dich in tiefere Schichten vorarbeiten: "My God", "Cross-Eyed Mary", "Teacher", "Hunting Girl" oder "Budapest" zeigen dir verschiedene Phasen der Band. Wenn du checken willst, was in den letzten Jahren passiert ist, hör unbedingt in "The Zealot Gene" und "RökFlöte" rein. Songs wie "Shoshana Sleeping" oder "Hammer on Hammer" erklären ziemlich gut, warum die Band auch 2026 noch relevant klingt und nicht wie eine reine Retro-Kapelle.
Wie unterscheiden sich die aktuellen Shows von den Auftritten in den 70ern?
Die legendären 70er-Shows von Jethro Tull waren wilder, anarchischer, teilweise fast theatralisch-chaotisch. Anderson rannte wie ein Besessener über die Bühne, die Band nahm sich viel Improvisationsfreiheit, und das Ganze hatte diesen "Wir sprengen gleich alles"-Charakter. 2026 sieht das anders aus: Die Energie ist gezielter, die Dramaturgie einer Show stärker durchkomponiert. Es gibt klare Blöcke im Set, visuelle Projektionen, die Songs inhaltlich verstärken, und eine deutlichere Trennung zwischen lauten und leisen Momenten. Die Spielfreude ist aber immer noch da – nur eben auf einem Niveau, das stärker von Routine und Erfahrung geprägt ist. Für dich bedeutet das: weniger Chaos, mehr Fokus, aber weiterhin genug Kante, damit es nicht steril wirkt.
Lohnt sich ein Jethro-Tull-Konzert für jüngere Fans, die sonst eher Metal, Prog oder Indie hören?
Ja, wenn du für komplexe Musik offen bist. Jethro Tull sind eine der Bands, ohne die viele deiner aktuellen Lieblingsacts schlicht anders klingen würden. Tool, Opeth, Mastodon, Haken, Porcupine Tree – sie alle stehen in einer Tradition, die Tull mitgeprägt haben: ungewöhnliche Taktarten, lange Songstrukturen, eine Mischung aus Folk-Elementen und harter Gitarre, dazu literarische, oft gesellschaftskritische Texte. Live spürst du diese Verbindung noch stärker, weil die Arrangements sehr direkt und transparent sind. Gleichzeitig bekommst du eine Geschichte erzählt: Du siehst, wo vieles herkommt. Viele junge Fans berichten nach Shows, dass sie danach ganz anders auf ihre aktuellen Lieblinge hören – weil sie plötzlich die Wurzeln erkennen.
Wie kommst du an Tickets – und was solltest du beachten?
Der sicherste Weg führt immer über die offizielle Tourseite der Band oder die direkt verlinkten Ticketpartner. So umgehst du überteuerte Resale-Portale und minimierst die Gefahr, auf Fakes reinzufallen. Plane ein, dass gute Plätze (Mitte, nicht zu weit hinten) relativ schnell weg sind – gerade in bestuhlten Hallen. Wenn du flexibel bist, lohnt es sich manchmal, auf Nachbarstädte auszuweichen: Ein Konzert in Frankfurt kann entspannter zu bekommen sein als in Köln, München oder Berlin, je nach Konkurrenzprogramm und Wochentag. Halte außerdem Ausschau nach Early-Entry-Optionen oder Sitzplätzen, wenn du das Ganze eher als intensives Zuhör-Konzert erleben willst und nicht die ganze Zeit stehen möchtest.
Wie ist die Stimmung auf Jethro-Tull-Konzerten in Deutschland?
Überraschend locker und gleichzeitig sehr aufmerksam. Du hast natürlich viele ältere Fans, die die Band seit Jahrzehnten begleiten, aber eben zunehmend auch jüngere Leute, die Bock auf anspruchsvolle Live-Musik haben. Die Mischung hat einen netten Nebeneffekt: Es wird kaum gedrängelt, es gibt eher respektvolles Platzmachen als Ellenbogen. Zwischen den Songs ist es oft still, weil wirklich zugehört wird – aber sobald die Klassiker starten, wird mitgesungen, mitgeklatscht und gejubelt. In deutschen Hallen sind vor allem die Reaktionen nach längeren Instrumentalparts besonders: Da bricht regelmäßig ein sehr ehrlicher Respekt-Applaus los, der zeigt, dass hier nicht nur wegen Nostalgie applaudiert wird, sondern weil die Performance noch immer auf sehr hohem Niveau läuft.
Wie wichtig ist Jethro Tull historisch – und warum tauchen sie 2026 überall wieder auf?
Jethro Tull gehören zu den wenigen Bands, die sowohl im Classic-Rock-Kanon als auch in der Prog-Szene und in Folk-Kreisen ernst genommen werden. Alben wie "Aqualung", "Thick as a Brick" oder "Songs from the Wood" wurden in unzähligen "Best of all time"-Listen gefeiert und immer wieder neu bewertet. In den letzten Jahren hat der Streaming-Boom dazu geführt, dass jüngere Hörer*innen über Playlists auf Songs wie "Locomotive Breath" stoßen und dann tiefer eintauchen. Gleichzeitig haben Neuauflagen, Remixes (unter anderem von Steven Wilson) und die neuen Studioalben dafür gesorgt, dass der Name Jethro Tull wieder aktiv im Gespräch ist. 2026 ist also nicht plötzlich "Retro", sondern der Punkt, an dem mehrere Wellen – Nostalgie, Streaming-Neuentdeckungen, neue Alben und stabile Touring-Präsenz – zusammenlaufen. Genau das macht die aktuelle Phase so spannend: Du kannst eine Band erleben, die ihre Geschichte sehr genau kennt, aber immer noch im Jetzt spielt.
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