Linz, Offensive

Linz AG kämpft mit Offensive gegen Fahrermangel

08.02.2026 - 04:09:12

Der akute Personalmangel im öffentlichen Nahverkehr gefährdet den Betrieb und die geplanten Netzerweiterungen der Linz AG. Das Unternehmen verstärkt seine Rekrutierungsbemühungen.

Die Linz AG verstärkt ihre Personalgewinnung für den öffentlichen Nahverkehr. Das Verkehrsunternehmen reagiert damit auf einen akuten und branchenweiten Fahrermangel, der bereits zu Serviceausfällen führte. Gleichzeitig stehen ambitionierte Ausbaupläne für das Linzer Netz an – die Personaldecke muss also dicker werden.

Ein Problem, das ganz Österreich betrifft

Der Engpass ist kein lokales Phänomen. Der gesamte öffentliche Verkehrssektor steht vor einer demografischen Welle: Bis 2030 gehen tausende Bus- und Straßenbahnfahrer in Pension. Diese Lücke trifft auf einen ohnehin angespannten Arbeitsmarkt. Die Folgen für Linz sind konkret: Um den aktuellen Betrieb der Linz Linien stabil aufrechtzuerhalten, braucht es rund 469 Mitarbeiter im Fahrdienst. Schon erhöhte Krankenstände führten in der Vergangenheit zu spürbaren Ausfällen.

Ohne erfolgreiche Gegenmaßnahmen drohen dauerhafte Angebotskürzungen. Das würde die geplante Verkehrswende ausbremsen, bevor sie richtig Fahrt aufnimmt.

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So will das Unternehmen neue Mitarbeiter locken

Die Linz AG setzt auf eine breite Palette an Jobangeboten und vor allem auf eigene Ausbildung. Ein zentraler Hebel ist die Qualifizierung im Haus:
* Quereinsteiger können den Busführerschein oder die Ausbildung zum Straßenbahnfahrer direkt beim Unternehmen machen.
* Spezielle Lehrprogramme, etwa für Kraftfahrzeugtechniker, sichern auch den Nachwuchs für die Werkstätten.
* Frühere Kampagnen zielten darauf ab, mehr Frauen für den Fahrdienst zu gewinnen.

Über 100 verschiedene Berufsbilder wirbt das Unternehmen aktuell aus. Die Botschaft ist klar: Die Linz AG sucht dringend Verstärkung.

Mehr Busse, mehr Bahnen – mehr Personalnot?

Die Dringlichkeit wird durch die Zukunftspläne noch verschärft. Die Stadt Linz plant in Kooperation mit der Linz AG signifikante Erweiterungen des Netzes. Neue Buslinien und Projekte im Bereich der E-Mobilität stehen an. Jedes zusätzliche Fahrzeug benötigt aber auch qualifiziertes Personal am Steuer.

Kann der Ausbau des Angebots also schneller sein als die Personalgewinnung? Die Realisierung der ambitionierten Pläne hängt direkt vom Erfolg der Recruiting-Offensive ab. Es geht nicht mehr nur darum, Lücken zu stopfen, sondern auch darum, für das Wachstum der nächsten Jahre vorzusorgen.

Ein Testfall für die gesamte Verkehrswende

Die Situation in Linz ist symptomatisch für eine grundlegende Krise. Das politische Ziel, Fahrgastzahlen massiv zu steigern, stößt auf die betriebliche Realität: Ohne genug Fahrer fährt kein Bus. Experten warnen bereits vor einem Zusammenbruch des Angebots, wenn sich Arbeitsbedingungen und Attraktivität der Jobs nicht nachhaltig verbessern.

Verkehrsunternehmen müssen heute also beides sein: zuverlässige Mobilitätsdienstleister und konkurrenzfähige Arbeitgeber. Flexible Modelle und internationale Rekrutierung werden branchenweit diskutiert. Für die Linz AG bleibt die Personalgewinnung ein strategischer Langstreckenlauf, der über die Zukunft der städtischen Mobilität entscheidet.

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