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L&G Gold Mining ETF: Newmont mit 2,2 Mrd. Cashflow

Veröffentlicht am: 27.07.2026 um 14:04 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Starke Quartalszahlen von Newmont und ein fester Goldpreis treiben den Sektor der Edelmetallförderer an. Analysten blicken optimistisch auf das Jahresende.

Goldminen-ETF erholt: Newmont mit Rekord-Cashflow und starkem Quartal
Glänzende Goldbarren auf einer dunklen, reflektierenden Oberfläche in einem professionellen Finanzumfeld. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Eine Kombination aus starken Quartalsberichten führender Branchenvertreter und einer spürbaren Erholung am Goldmarkt sorgt am heutigen Montag für deutlichen Auftrieb im Sektor der Edelmetallförderer. Der L&G Gold Mining UCITS ETF (ISIN: IE00B3CNHG25) legte im Handelsverlauf um 2,69 Prozent zu und notierte zuletzt bei 83,72 Euro. Damit setzt sich das Papier von seinem im Oktober des vergangenen Jahres markierten 52-Wochen-Tief ab, bleibt jedoch mit einem Abstand von fast 40 Prozent noch signifikant hinter dem im März erreichten 52-Wochen-Hoch von 137,78 Euro zurück.

Newmont glänzt mit Rekord-Cashflow

Maßgeblicher Treiber für die positive Stimmung ist das Schwergewicht Newmont. Das Unternehmen meldete für das zweite Quartal des laufenden Jahres eine Goldproduktion von 1,3 Millionen Unzen sowie die Förderung von 17.000 Tonnen Kupfer und 7 Millionen Unzen Silber. Besonders beeindruckte die finanzielle Stärke: Newmont erzielte einen Rekordwert beim freien Cashflow von 2,2 Milliarden US-Dollar. Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag mit 2,10 US-Dollar am oberen Ende der Erwartungen.

Gleichzeitig gelang es dem Management, die Kosten unter Kontrolle zu halten. Die sogenannten All-in Sustaining Costs (AISC) beliefen sich im Berichtsquartal auf 1.621 US-Dollar je Unze und lagen damit unter der ursprünglichen Prognose von 1.680 US-Dollar. Für die Zukunft plant das Unternehmen eine massive Erweiterung der Lihir-Mine in Papua-Neuguinea, die ab dem Jahr 2028 zusätzliche 5 Millionen Unzen Gold liefern soll. Aktionäre profitieren zudem unmittelbar von der operativen Stärke: Newmont gab bekannt, im zweiten Quartal rund 1,8 Milliarden US-Dollar über Dividenden und Aktienrückkäufe an die Investoren zurückgegeben zu haben.

Geopolitische Entspannung stützt Goldpreis

Parallel zur Berichtssaison der Minenbetreiber zeigt sich der Goldpreis heute resilient. Im Spot-Handel kletterte die Feinunze um 1,3 Prozent auf etwa 4.104 US-Dollar. Marktbeobachter führen die Erholung unter anderem auf eine vorübergehende Beruhigung der militärischen Auseinandersetzungen zwischen den USA und dem Iran zurück, was den Ölpreis unter Druck setzte und die Inflationsängste leicht dämpfte.

Analysten bleiben für den weiteren Jahresverlauf konstruktiv gestimmt. Die Experten von UBS prognostizieren für das Jahresende 2026 ein Kursniveau von 4.675 US-Dollar je Unze Gold. Noch optimistischer zeigen sich die Analysten von JPMorgan, die für das vierte Quartal 2026 einen durchschnittlichen Goldpreis von 6.000 US-Dollar erwarten. Gestützt wird diese Einschätzung durch die anhaltende Nachfrage der Zentralbanken; Schätzungen zufolge dürften diese im laufenden Jahr monatlich rund 50 Tonnen des Edelmetalls ankaufen.

Bewegung im Sektor: Aktivistische Investoren und Fusionen

Neben den operativen Zahlen sorgen strategische Verschiebungen für Aufmerksamkeit. Bei dem australischen Förderer Northern Star ist der aktivistische Investor Elliott Investment Management eingestiegen und hält nun eine Position von über 76 Millionen Aktien im Wert von rund 1,5 Milliarden US-Dollar. Elliott drängt Medienberichten zufolge auf eine Erneuerung des Vorstands und eine strategische Überprüfung der Geschäftsabläufe.

Auch die Konsolidierung innerhalb der Branche schreitet voran. Die Aktionäre von Equinox Gold haben am vergangenen Mittwoch der Fusion mit Orla Mining zugestimmt, die bis zum 31. Juli abgeschlossen sein soll. Das kombinierte Unternehmen wird eine jährliche Produktion von etwa 1,1 Millionen Unzen Gold anstreben. Währenddessen verzeichneten kleinere Akteure wie Chifeng Gold im ersten Halbjahr geschätzte Gewinnsteigerungen von über 50 Prozent, was den breiten Aufwärtstrend im Sektor unterstreicht. Dennoch mahnt die jüngste Volatilität zur Vorsicht: Einzelwerte wie Alamos Gold mussten ihre Produktionsziele zuletzt nach seismischen Ereignissen in der Young-Davidson-Mine leicht nach unten korrigieren.

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