Krebsgesellschaft, Diät

Krebsgesellschaft warnt vor ketogener Diät als Therapie

24.01.2026 - 02:42:11

Die Deutsche Krebsgesellschaft rät Krebspatienten von einer ketogenen Diät als Behandlungsmethode ab. Aktuelle wissenschaftliche Bewertungen zeigen keinen Nutzen, warnen aber vor erheblichen Risiken.

Die Idee klingt verlockend: Tumore sollen durch radikalen Zuckerentzug ausgehungert werden. Dieser Ansatz, bekannt als ketogene Diät, hat in sozialen Medien für einen regelrechten Hype gesorgt. Doch was sagt die Wissenschaft wirklich?

Die Theorie basiert auf dem sogenannten Warburg-Effekt: Viele Krebszellen decken ihren Energiebedarf vorrangig durch Zucker. Die Logik scheint einfach – kein Zucker, kein Tumorwachstum.

Doch der Stoffwechsel von Tumoren ist komplexer. Experten des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) betonen, dass sich viele Krebszellen anpassen können. Sie nutzen dann einfach Fette oder Eiweiße als alternative Energiequelle. Eine Diät allein kann die Erkrankung daher nicht besiegen.

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Mythos 2: Ist das eine anerkannte Therapie?

Die Antwort der Fachgesellschaften ist eindeutig: Nein. Es fehlen klinische Studien, die einen Nutzen beim Menschen belegen. Die ketogene Diät taucht in keiner offiziellen Behandlungsleitlinie auf.

Onkologen warnen ausdrücklich davor, sie als Alternative zu Chemo- oder Strahlentherapie zu sehen. Im schlimmsten Fall verzögert sie eine lebenswichtige Behandlung.

Die konkreten Gefahren für Patienten

Für geschwächte Krebspatienten birgt die extreme Ernährungsumstellung große Risiken:

  • Gefährlicher Gewichtsverlust: Sie kann in eine Mangelernährung (Kachexie) münden und den Körper weiter schwächen.
  • Therapiefolgen: Die Verträglichkeit von Standardtherapien kann sinken.
  • Nebenwirkungen: Übelkeit, Appetitlosigkeit und Verstopfung sind häufig.
  • Fehldiagnosen: Diese Symptome könnten fälschlicherweise der Krebstherapie zugeschrieben werden.

Wo steht die Forschung?

Die Rolle der Ernährung bleibt ein aktives Feld in der Onkologie. In streng kontrollierten Studien wird untersucht, ob die Diät in Einzelfällen Therapien unterstützen könnte. Der Fokus liegt aber auf Integration – nicht auf einem alleinigen Wundermittel.

Bis valide Ergebnisse vorliegen, gilt die klare Empfehlung: eine ausgewogene, nährstoffreiche Ernährung, die den Körper im Kampf gegen die Krankheit stabil hält. Patienten sollten jegliche Ernährungsumstellung immer mit ihrem behandelnden Ärzteteam abstimmen.

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