Kognitives Training senkt Demenzrisiko um 25 Prozent
18.02.2026 - 17:31:12 | boerse-global.deEine 20-Jahres-Studie liefert den bisher stärksten Beweis: Gezieltes Gehirntraining kann das Demenzrisiko langfristig senken. Entscheidend ist die Art der Übung.
Forscher veröffentlichten heute die Langzeitergebnisse der großen ACTIVE-Studie. Das verblüffende Ergebnis: Ältere Erwachsene, die ein spezielles Computertraining zur Verarbeitungsgeschwindigkeit absolvierten, erkrankten zu 25 Prozent seltener an Demenz. Diese Erkenntnis könnte die Prävention grundlegend verändern.
Das einzigartige Langzeitexperiment
Die vom US-Gesundheitsinstitut NIH finanzierte Studie ist in Umfang und Dauer einzigartig. Rund 3.000 gesunde Teilnehmer ab 65 Jahren starteten vor zwei Jahrzehnten. Sie wurden in vier Gruppen eingeteilt:
* Drei Gruppen erhielten unterschiedliches kognitives Training.
* Eine Kontrollgruppe bekam kein Training.
Das Besondere: Die positiven Effekte eines kurzen, intensiven Trainings hielten über Jahrzehnte an. Ein Teil der Probanden hatte ursprünglich nur zehn Übungseinheiten über fünf Wochen absolviert.
Warum gerade „Speed of Processing“ wirkt
Das erfolgreiche Training konzentriert sich nicht auf klassisches Gedächtnis, sondern auf visuelle Verarbeitungsgeschwindigkeit. Bei der Übung „Doppelte Entscheidung“ müssen Nutzer gleichzeitig ein zentrales Objekt identifizieren und ein zweites am Bildschirmrand lokalisieren. Der Schwierigkeitsgrad passt sich dynamisch an.
Experten vermuten: Dieses Training verbessert grundlegende neuronale Prozesse. Es steigert die Effizienz, mit der das Gehirn Informationen verarbeitet – und baut so offenbar eine größere Reserve gegen den geistigen Abbau auf.
Nicht jedes Gehirnjogging ist gleich
Die Studie liefert eine klare Botschaft: Die Art der Stimulation ist entscheidend. Während das Geschwindigkeitstraining das Demenzrisiko signifikant senkte, zeigten reine Gedächtnis- oder Logikübungen keinen vergleichbaren Langzeitschutz.
Ergänzende Forschungen, etwa der ETH Zürich, deuten auf einen ganzheitlichen Ansatz hin. Kombinationsprogramme aus Bewegung, Gedächtnis und Entspannung zeigten ebenfalls positive Effekte. Experten betonen: Zur Prävention gehören auch die Kontrolle von Bluthochdruck und Cholesterin.
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Ein Meilenstein für die Prävention
Die Fachwelt feiert die Langzeitdaten als Durchbruch. „Wir haben zum ersten Mal einen fundierten Standard, der zeigt, was getan werden kann“, sagt Neurobiologin Professor Marilyn Albert, eine Hauptautorin der Studie. Sie widerlegt lang gehegte Zweifel an der Wirksamkeit solcher Interventionen.
Allerdings gibt es auch eine differenzierte Betrachtung: Sehr aktive Gehirne können Symptome lange kompensieren. Eine späte Diagnose könnte dann auf eine bereits weiter fortgeschrittene Erkrankung hindeuten.
Gehirntraining auf Rezept?
Die Ergebnisse werfen eine praktische Frage auf: Sollte dieses Training fester Bestandteil der Gesundheitsvorsorge werden? Die hohe Wirksamkeit und kurze Dauer machen es zu einem attraktiven Kandidaten für Präventionsprogramme.
Zukünftige Forschung muss nun die genauen neurobiologischen Mechanismen entschlüsseln. Eine weitere Herausforderung: Wie lassen sich solche Programme kostengünstig und für alle zugänglich machen? Die ACTIVE-Studie liefert dafür eine vielversprechende Grundlage.
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