Kognitives, Training

Kognitives Training senkt Demenzrisiko um 25 Prozent

15.02.2026 - 14:39:12 | boerse-global.de

Langzeitstudie belegt: Spezielles Verarbeitungsgeschwindigkeitstraining reduziert Demenzrisiko signifikant, während regelmäßige Auffrischungen essentiell sind.

Eine Langzeitstudie belegt erstmals, dass gezieltes Gehirntraining langfristig vor Demenz schützen kann. Allerdings zeigt sich: Nicht alle Rätsel wirken gleich.

Die Suche nach wirksamen Demenz-Prävention hat einen entscheidenden Durchbruch erreicht. Neue Ergebnisse der ACTIVE-Studie (Advanced Cognitive Training for Independent and Vital Elderly) belegen, dass ein spezifisches Training der visuellen Verarbeitungsgeschwindigkeit das Demenzrisiko um bis zu 25 Prozent senken kann. Über zwei Jahrzehnte hinweg verfolgten Forschungsteams der Johns Hopkins University mehr als 2.800 Teilnehmer – und differenzieren damit erstmals klar zwischen echtem Gehirnschutz und bloßem Zeitvertreib.

Warum Geschwindigkeitstraining besser wirkt

Das Ergebnis überrascht: Die Studie verglich drei Trainingsmethoden – Gedächtnistraining, logisches Schlussfolgern und Verarbeitungsgeschwindigkeit. Alle zeigten kurzfristige Erfolge. Nur das Geschwindigkeitstraining reduzierte aber langfristig das Demenzrisiko signifikant.

Das bedeutet konkret: Kreuzworträtsel und Sudoku halten die Gedanken zwar aktuell fit, bauen aber nicht dieselbe kognitive Reserve auf wie spezialisierte Übungen. Das erfolgreiche Training forderte Teilnehmer auf, visuelle Informationen in immer kürzeren Zeitintervallen zu erfassen – ein Prozess, der vermutlich grundlegende neuronale Verarbeitungswege stärkt.

Auffrischungssitzungen sind entscheidend

Ein Detail könnte entscheidend sein: Der 25-Prozent-Schutzeffekt trat nur bei Teilnehmern auf, die ihre Übungen regelmäßig auffrischten. Das Training funktioniert also nicht als Einmal-Impfung gegen kognitiven Verfall – kontinuierliche, aber zeitlich begrenzte Stimulation ist notwendig.

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Parallel-Forschung: Träume trainieren Problemlösung

Während die ACTIVE-Studie für Aufsehen sorgt, demonstrierte die Northwestern University eine futuristische Ergänzung: Targeted Memory Reactivation (TMR). Wissenschaftler setzten Probanden während der REM-Schlafphase gezielten Audio-Hinweisen aus – um ihr Gehirn anzuregen, ungelöste Aufgaben im Traum weiterzubearbeiten.

Das Ergebnis: Teilnehmer, deren Träume auf diese Weise „inkubiert“ wurden, lösten die Puzzles am nächsten Morgen 40 Prozent häufiger als die Kontrollgruppe. Eine Vorstellung von „Sleep Engineering“, bei dem Gehirnstimulation nicht an der Bettkante endet.

Markt reagiert auf neue Erkenntnisse

Die Veröffentlichungen dürften den Markt für digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) und Brain-Training-Apps umwälzen. Erste Entwickler integrieren bereits adaptive Systeme, die sich in Echtzeit an die Reaktionsgeschwindigkeit der Nutzer anpassen – angelehnt an die klinische Studie.

Der Fokus verschiebt sich: weg von reinem Gedächtnistraining, hin zu Übungen, die schnelle Erfassung und Verarbeitung komplexer visueller Reize fordern. Branchenbeobachter sehen darin enormes Potenzial – nicht nur für Einzelne, sondern für ganze Gesundheitssysteme. Eine 25-Prozent-Reduktion von Demenzfällen würde Milliardenbeträge einsparen.

Vom pauschalen Rat zur präzisen Intervention

Die aktuelle Forschung markiert einen Wendepunkt: Weg von der allgemeinen Empfehlung „geistig aktiv bleiben“, hin zu präzisen, evidenzbasierten Interventionen. Effektives Gehirntraining hat weniger mit dem Abrufen von Faktenwissen zu tun, sondern mit der Geschwindigkeit und Effizienz, mit der das Gehirn neue Informationen verarbeitet.

Für die alternde Bevölkerung bedeutet das: Statt ausschließlich auf traditionelle Rätselhefte zu setzen, rücken dynamische, reaktionsbasierte Übungen in den Vordergrund. Mit weiteren Forschungen zur Trauminkubation könnte in den kommenden Jahren ein ganzheitlicher Ansatz entstehen – kognitive Prävention rund um die Uhr, wach und schlafend.

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