Kognitives Training senkt Demenzrisiko über Jahrzehnte
19.02.2026 - 21:22:12Eine Langzeitstudie belegt: Gezieltes Gehirntraining kann das Demenzrisiko signifikant reduzieren. Fast zeitgleich deutet eine große Analyse an, dass auch moderater Kaffeekonsum schützend wirken könnte. Diese neuen Erkenntnisse unterstreichen die wachsende Bedeutung eines proaktiven Lebensstils.
Die Forschung zur Demenzprävention hat diese Woche gleich mit zwei vielversprechenden Nachrichten aufgewarten. Im Mittelpunkt steht eine neue Auswertung der wegweisenden ACTIVE-Studie. Sie zeigt, dass ein spezifisches kognitives Training das Demenzrisiko langfristig deutlich senken kann. Parallel dazu legt eine große US-Analyse nahe, dass alltägliche Gewohnheiten wie Kaffeetrinken ebenfalls einen Beitrag leisten könnten.
Gehirntraining mit Langzeitwirkung
Neue Ergebnisse der ACTIVE-Studie liefern überzeugende Belege für die Wirksamkeit von Gehirntraining. Die Untersuchung begann bereits 1998 mit über 2.800 Teilnehmern. Sie zeigt nun: Ein computergestütztes Training zur Verbesserung der kognitiven Verarbeitungsgeschwindigkeit hat einen bemerkenswerten Langzeiteffekt.
Teilnehmer, die an diesem adaptiven Training teilnahmen, zeigten über 20 Jahre ein signifikant geringeres Demenzrisiko. Im Gegensatz zu allgemeinen Gedächtnisübungen erwies sich dieses Geschwindigkeitstraining als besonders wirksam. Es stellt damit einen vielversprechenden neuen Ansatz in der Prävention dar.
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Schützt die tägliche Tasse Kaffee?
Fast zeitgleich sorgte eine im Fachjournal JAMA veröffentlichte US-Studie für Aufsehen. Forscher analysierten die Daten von mehr als 130.000 Teilnehmern. Ihr Ergebnis: Moderater Konsum von koffeinhaltigem Kaffee ist mit einem bis zu 18 Prozent niedrigeren Demenzrisiko verbunden.
Interessanterweise wurde dieser Effekt bei entkoffeiniertem Kaffee nicht beobachtet. Das deutet darauf hin, dass das Koffein selbst eine zentrale Rolle spielen könnte. Experten vermuten, dass bioaktive Inhaltsstoffe wie Polyphenole und Koffein neuroprotektiv wirken. Sie könnten Entzündungsprozesse im Gehirn abschwächen und Zellschäden reduzieren.
Die 14 beeinflussbaren Risikofaktoren
Während neue Erkenntnisse Hoffnung machen, basieren die Kernstrategien auf einem breiten wissenschaftlichen Konsens. Die renommierte Lancet-Kommission identifizierte 2024 insgesamt 14 veränderbare Risikofaktoren. Würden diese eliminiert, könnten theoretisch bis zu 45 Prozent aller Demenzerkrankungen verhindert oder verzögert werden.
Zu den bereits bekannten zwölf Faktoren kamen zuletzt zwei weitere hinzu: ein hoher LDL-Cholesterinspiegel im mittleren Lebensalter und ein unbehandelter Sehverlust im späteren Leben. Die einfache Formel lautet oft: Was gut für das Herz ist, ist auch gut für das Gehirn.
Ein ganzheitlicher Ansatz ist entscheidend
Die Weltgesundheitsorganisation betont, dass Demenz keine unvermeidliche Folge des Alterns ist. Maßnahmen wie regelmäßige Bewegung, eine gesunde Ernährung und der Verzicht auf Nikotin sind Grundpfeiler der Prävention. Studien deuten sogar darauf hin, dass der Einfluss des Lebensstils stärker sein kann als die Belastung mit Amyloid-Plaques, die lange als Hauptursache galten.
Allerdings sind die Chancen für einen präventiven Lebensstil nicht für alle gleich. Soziale Benachteiligung kann das Demenzrisiko erhöhen. Die Zahl der Menschen mit Demenz wird Prognosen zufolge bis 2050 weltweit auf rund 150 Millionen ansteigen. Angesichts fehlender Heilungsmöglichkeiten rückt die Prävention immer stärker in den Fokus.
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