Klimakrise, Psyche

Klimakrise belastet Psyche der Deutschen

21.01.2026 - 19:04:12

Eine Studie des Umweltbundesamtes zeigt, dass 53 Prozent der Deutschen stark unter Klimawandel-Folgen leiden. Experten fordern mehr Unterstützung und Strategien zur Stärkung der psychischen Resilienz.

Die sogenannte Klima-Angst oder Solastalgie – die Trauer über den Verlust vertrauter Landschaften – äußert sich in Gefühlen wie Hilflosigkeit, Wut und Zukunftsangst. Besonders junge Menschen zwischen 16 und 25 Jahren sind betroffen.

Alarmierende Zahlen zur Klima-Angst

Eine Studie des Umweltbundesamtes vom Juni 2025 liefert konkrete Daten: 53 Prozent der über 1.300 Befragten fühlen sich stark belastet. Extremwetterereignisse wie Hitzewellen können zudem posttraumatische Belastungsstörungen oder Depressionen auslösen.

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Experten sehen darin eine ernste Bedrohung für das individuelle Wohlbefinden und die Handlungsfähigkeit der gesamten Gesellschaft. Die psychischen Folgen sind vielfältig und reichen von diffusen Sorgen bis zu klinischen Störungen.

So stärken Sie Ihre Klima-Resilienz

Gegen das Gefühl der Ohnmacht entwickeln Fachleute konkrete Strategien. Der Schlüssel liegt im konstruktiven Umgang mit den Belastungen.

  • Gefühle teilen: Psychologen raten zum Austausch mit Gleichgesinnten. Das schafft Entlastung und beugt Isolation vor.
  • Aktiv werden: Der eigene „ökologische Handabdruck“ zählt. Engagement dort, wo man etwas bewirken kann, verwandelt lähmende Angst in positive Energie und stärkt die Selbstwirksamkeit.
  • Natur nutzen: Studien belegen die heilende Kraft der Natur. Ein 20-minütiger Aufenthalt im Wald senkt bereits den Spiegel des Stresshormons Cortisol signifikant.

Die Grenzen der Daueralarmierung

Fachleute betonen auch die Wichtigkeit der Abgrenzung. Ständiger Medienkonsum von Katastrophenmeldungen überfordert die Psyche.

Bewusste Pausen, Achtsamkeitsübungen und der Fokus auf lösungsorientierte Visionen sind entscheidend. Es geht darum, sich nicht in Negativszenarien zu verlieren.

Psychische Gesundheit wird Klimapolitik

Gesundheitsorganisationen fordern, die mentale Gesundheit stärker in die Klimapolitik zu integrieren. Maßnahmen wie mehr Stadtgrün haben nicht nur ökologische, sondern auch direkte psychosoziale Vorteile.

Die Forschung in Deutschland steht laut Robert Koch-Institut noch am Anfang. Der Bedarf an Präventionsstrategien ist jedoch unbestreitbar. Das Umweltbundesamt hat bereits einen Ratgeber für mentale Gesundheit im Klimawandel veröffentlicht.

@ boerse-global.de