Kindergeld steigt 2026 auf 259 Euro pro Kind
02.01.2026 - 07:54:12Ab sofort erhalten Familien in Deutschland mehr finanzielle Unterstützung. Seit dem 1. Januar 2026 liegt das Kindergeld bei 259 Euro monatlich pro Kind. Die Erhöhung um vier Euro ist Teil eines umfassenden Pakets aus Steuererleichterungen und Sozialreformen, das in dieser Woche in Kraft tritt. Ziel der Bundesregierung ist es, die Familienförderung an die gestiegenen Lebenshaltungskosten anzupassen. Die Auszahlung der neuen Beträge durch die Familienkassen beginnt ab dem 8. Januar.
Automatische Auszahlung und steuerliche Entlastung
Die Erhöhung auf einheitlich 259 Euro gilt für jedes Kind. Gegenüber dem Vorjahr (255 Euro) bedeutet das ein Plus von 48 Euro jährlich pro Kind. Für eine zweiköpfige Kinderschaft summiert sich die steuerfreie Unterstützung damit auf 6.216 Euro im Jahr.
Eltern müssen für die höheren Zahlungen keinen Antrag stellen. Die Familienkasse hat ihre Systeme automatisch angepasst. Die Auszahlungstermine für Januar staffeln sich wie gewohnt nach der Endziffer der Kindergeldnummer und laufen bis zum 23. Januar.
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Neben dem direkten Geldtransfer profitieren vor allem Eltern mit höherem Einkommen von einer Anhebung des Kinderfreibetrags. Für zusammenveranlagte Ehepaare liegt dieser 2026 bei 9.756 Euro jährlich. Das Finanzamt prüft im Rahmen der Steuererklärung automatisch, ob der Freibetrag oder das ausgezahlte Kindergeld für die Familie günstiger ist.
Zudem steigt der Grundfreibetrag für Alleinstehende auf 12.348 Euro. Diese sogenannte kalte Progression soll verhindern, dass Inflationausgleiche durch höhere Steuersätze aufgefressen werden.
Minijob-Grenze und Pendlerpauschale angepasst
Weitere Entlastungen betreffen das Zuverdienen und den Arbeitsweg. Parallel zum neuen Mindestlohn von 13,90 Euro stieg die Grenze für Minijobs auf 603 Euro monatlich. Schüler oder Eltern in Teilzeit können so mehr hinzuverdienen, ohne Sozialabgaben zahlen zu müssen.
Die Pendlerpauschale wurde vereinfacht und erhöht. Sie beträgt nun ab dem ersten Kilometer einheitlich 38 Cent. Bisher galt dieser Satz erst ab dem 21. Kilometer. Das Finanzministerium rechnet mit einer Entlastung von rund 1,1 Milliarden Euro für Berufspendler.
Für rentenbeziehende Großeltern, die Familien unterstützen, gilt zudem die neue „Aktivrente“. Sie erlaubt es, bis zu 2.000 Euro monatlich aus Erwerbsarbeit steuerfrei hinzuzuverdienen.
Kritik an moderater Erhöhung trotz Inflation
Die Maßnahmen basieren auf dem Steuerfortentwicklungsgesetz und dem 15. Existenzminimumbericht der Bundesregierung. Wirtschaftsbeobachter sehen in der moderaten Kindergeld-Erhöhung eine Rückkehr zu regelmäßigen, indexierten Anpassungen – nach dem kräftigen Sprung auf 250 Euro im Jahr 2023.
Sozialverbände kritisieren jedoch, dass vier Euro mehr kaum die gestiegenen Preise für Lebensmittel und Energie ausgleichen. Die Bundesregierung verweist auf das Gesamtpaket: Die Kombination aus höheren Freibeträgen und angepassten Grenzen entlaste Familien umfassender als die isolierte Kindergelderhöhung.
Der Blick geht bereits nach vorn: Die Debatte um die Kindergrundsicherung, die verschiedene Leistungen bündeln soll, bleibt ein zentrales Thema für die nächste Legislaturperiode. Bis dahin gelten die jetzt in Kraft getretenen Regelungen.
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