KI-Wettlauf, USA

KI-Wettlauf: USA starten Genesis Mission für AGI-Durchbruch

19.02.2026 - 20:31:12

Die US-Regierung bündelt wissenschaftliche Daten, um Künstliche Allgemeine Intelligenz zu beschleunigen. Während Analysten den Durchbruch für nahe halten, bleiben andere Experten vorsichtiger.

Die US-Regierung hat eine neue Datenoffensive gestartet, um Künstliche Allgemeine Intelligenz (AGI) voranzutreiben. Gleichzeitig sorgt eine Prognose für Aufsehen: Ein führender Analyst sieht die Menschheit bereits zu 97 Prozent am Ziel. Der globale Wettlauf um die erste menschenähnliche Intelligenz tritt in eine heiße Phase.

Die „Genesis Mission“ soll riesige wissenschaftliche Datensätze aus 17 nationalen Laboren bündeln und KI-Forschungseinrichtungen zugänglich machen. Experten vergleichen das Vorhaben mit historischen Wissenschaftsprojekten. Ziel ist es, Durchbrüche in Materialwissenschaft, Medizin und Energie zu ermöglichen – und so die AGI-Entwicklung zu beschleunigen.

97 Prozent zum Ziel – oder nur heiße Luft?

KI-Analyst Dr. Alan D. Thompson liefert die provokante These: Die Menschheit habe bereits 97 Prozent des Weges zur AGI zurückgelegt. Diese Einschätzung spiegelt den wachsenden Optimismus in Teilen der Tech-Elite wider. Führungskräfte bei OpenAI und Anthropic halten AGI oder extrem leistungsfähige KI bereits für 2026 oder 2027 möglich.

Doch nicht alle teilen diesen Zeitplan. Demis Hassabis, CEO von Google DeepMind, bleibt vorsichtiger und sieht eine 50-prozentige Wahrscheinlichkeit für AGI bis 2030. Die unterschiedlichen Prognosen hängen oft von der Definition ab: Soll AGI als wissenschaftliches Werkzeug oder als autonomer wirtschaftlicher Akteur verstanden werden?

Vom Sprachmodell zum Denkroboter

Der Weg zur echten AGI führt über mehr als nur größere Sprachmodelle. Ein entscheidender Schritt ist die „Verkörperung“ – die Integration von KI in Roboter, die mit der physischen Welt interagieren. Erste Versuche, bei denen Modelle wie Googles Gemini Roboter steuern, zeigen hier enorme Fortschritte.

Ein weiteres Schlüsselproblem ist das Langzeitgedächtnis. Forscher sehen darin eines der letzten Puzzleteile. Eine KI mit perfektem Gedächtnis könnte Kontexte über Jahre verstehen und anwenden. Das Potenzial für Gehirnforschung und personalisierte Medizin wäre immens: Solche Systeme könnten Krankheitsmuster erkennen, die menschlichen Ärzten verborgen bleiben.

Deutschland sucht den Anschluss

Während die USA mit der „Genesis Mission“ vorpreschen, versucht Deutschland, im Wettlauf nicht abgehängt zu werden. Digitalminister Karsten Wildberger unterzeichnete diese Woche einen bilateralen KI-Pakt mit Indien. Die Kooperation zielt auf gemeinsame Forschung und den Zuzug indischer IT-Fachkräfte.

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Auch auf dem Markt zeichnen sich strategische Verschiebungen ab. Microsoft plant eigene grundlegende KI-Modelle, um die Abhängigkeit von Partner OpenAI zu reduzieren. Das Rennen um AGI ist längst nicht nur wissenschaftlich, sondern auch geo- und wirtschaftspolitisch.

Kommt der Durchbruch 2026?

Die Hardware könnte den Zeitplan diktieren. Nvidia kündigte bereits seine nächste Chip-Generation „Rubin“ für die zweite Jahreshälfte 2026 an – mit massiver Leistungssteigerung. Der CEO des Unternehmens bezeichnete 2026 als ein „riesiges Jahr“ für die Branche.

Die kommenden 18 bis 24 Monate werden zeigen, ob die Fortschritte bei Hardware, Daten und Algorithmen ausreichen, um die ambitionierten Prognosen zu erfüllen. Eines ist klar: Die aktuelle Dynamik zwingt Gesellschaft, Politik und Wirtschaft zur Vorbereitung auf eine Welt, in der kognitive Fähigkeiten keine rein menschliche Domäne mehr sind.

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