KI-Überdosis macht Arbeitnehmer unglücklich
29.12.2025 - 15:30:12Eine neue Studie belegt: Zu viel KI-Unterstützung im Job senkt die Zufriedenheit. Forscher warnen vor Sinnverlust und fordern ein Umdenken für 2026.
Die Arbeitswelt blickt auf ein Jahr zurück, das von generativer KI geprägt war. Doch kurz vor dem Jahreswechsel stellt eine aktuelle Untersuchung das Mantra „Mehr Tech ist besser“ infrage. Neue Daten zeigen ein überraschendes Phänomen: Ein Zuviel an KI korreliert mit sinkender Arbeitszufriedenheit und psychischen Belastungen.
Im Zentrum steht die „Balanceakt“-Studie des Instituts für Entrepreneurship der Universität Münster. Das Team um Professor David Bendig fand heraus: Die Zufriedenheit ist am höchsten bei einem moderaten KI-Einsatz. Hier übernimmt die Technologie lästige Routinen, lässt dem Menschen aber Entscheidungshoheit und komplexe Aufgaben.
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Kippt das Verhältnis, sinkt die Kurve rapide. Die Forscher identifizierten zwei Hauptgründe:
* Verlust der Selbstwirksamkeit: Wenn der Algorithmus Strategien optimiert und Entscheidungen vorbereitet, fühlen sich Fachkräfte in eine Zuschauerrolle gedrängt.
* „AI Fatigue“: Die ständige Interaktion mit KI-Systemen erzeugt eine neue Form der Erschöpfung.
Paradox: Mehr KI, mehr Arbeit
Diese Erkenntnisse decken sich mit Berichten aus der Praxis. Trotz massiver Investitionen klagen Belegschaften über eine Verdichtung der Arbeit. Daten aus dem DEKRA Arbeitssicherheitsreport 2025 unterstreichen dieses Paradoxon.
Das Versprechen der „4-Tage-Woche durch KI“ blieb für die meisten aus. Stattdessen berichten fast drei Viertel der Arbeitnehmer in globalen Erhebungen, dass KI ihre Arbeitslast erhöht hat. Der Grund: Sie müssen mehr Output in kürzerer Zeit liefern und gleichzeitig die KI-Ergebnisse überprüfen.
Ein kritischer Punkt ist die Sinnentleerung. Übernimmt die KI Aufgaben, die früher als kreativ galten – wie Texten oder Design –, bricht für viele Wissensarbeiter ein Teil ihrer beruflichen Identität weg. Der AOK-Fehlzeiten-Report warnte bereits im Oktober vor diesen Identitätskrisen als Nährboden für Burnout.
Die Kultur entscheidet über den KI-Frust
Interessanterweise ist der negative Effekt nicht überall gleich stark. Die Unternehmenskultur wirkt als entscheidender Puffer. In Organisationen mit einer Kultur der Neugier und Experimentierfreude („Exploration Orientation“) reagieren Mitarbeiter robuster auf hohen KI-Einsatz.
Hier wird KI als Partner für Innovation gerahmt, nicht als Ersatz. Mitarbeiter werden ermutigt, die Technologie kreativ zu nutzen, was das Gefühl der Selbstwirksamkeit stärkt. Strikte, kontrollorientierte Umgebungen verstärken dagegen die negativen Folgen. Experten betonen: Die KI-Einführung 2026 muss primär als soziologisches Projekt verstanden werden.
Was kommt 2026? Die Renaissance des Menschlichen
Die Diskussion um KI erreicht eine neue Phase: von blindem Enthusiasmus hin zur Ernüchterung und Kalibrierung. Die Botschaft ist klar: KI ist gekommen, um zu bleiben, aber ihre Rolle muss neu definiert werden.
Für 2026 zeichnen sich klare Trends ab:
* Betriebsräte werden den Schutz der „kognitiven Integrität“ und das Recht auf „KI-freie Arbeitsphasen“ in Tarifverhandlungen rücken.
* Erste Unternehmen experimentieren mit „Analog-Tagen“ oder Zonen für rein menschliche Interaktion.
* Die Nachfrage nach Weiterbildungen für psychologische Resilienz im Umgang mit KI dürfte steigen.
Das Ziel für das kommende Jahr wird sein, das „Goldlöckchen-Niveau“ zu finden – das richtige Maß an Technologie, das den Menschen entlastet, ohne ihn überflüssig zu machen.
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