Cyberangriffe, Dimension

KI treibt Cyberangriffe in neue Dimension

28.02.2026 - 20:09:33 | boerse-global.de

Sicherheitsberichte zeigen eine dramatische Zunahme und Beschleunigung von KI-gestützten Cyberattacken. Ransomware-Aktivität und mobile Angriffe erreichen neue Höchststände.

Cyberkriminelle nutzen Künstliche Intelligenz für eine beispiellose Angriffswelle. Aktuelle Berichte von Sicherheitsfirmen wie IBM und CrowdStrike zeigen: Die Angriffe werden schneller, raffinierter und zielgerichteter. Kritische Infrastrukturen, Lieferketten und mobile Geräte stehen im Fokus.

Dramatische Zahlen belegen die Eskalation

Die Bedrohungslage hat sich radikal verändert. Ein aktueller IBM-Report zeigt einen Anstieg aktiver Ransomware-Gruppen um 49 Prozent im Jahresvergleich. Noch alarmierender ist die Geschwindigkeit der Angreifer: Laut CrowdStrike benötigen sie durchschnittlich nur noch 29 Minuten, um sich nach dem ersten Zugriff in einem Firmennetzwerk auszubreiten. Der schnellste dokumentierte Fall dauerte lediglich 27 Sekunden. KI-gestützte Werkzeuge treiben diese Beschleunigung maßgeblich voran.

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KI industrialisiert die Cyberkriminalität

Künstliche Intelligenz senkt die Einstiegshürden für Kriminelle und ermöglicht eine massive Skalierung. KI erstellt täuschend echte Phishing-Nachrichten, die kaum noch von legitimen Mails zu unterscheiden sind. Die Zeiten auffälliger Grammatikfehler sind vorbei. Experten zufolge nahmen KI-gestützte Angriffsoperationen im Vergleich zum Vorjahr um 89 Prozent zu. Diese "Industrialisierung" führt zu einer Flut minimal variierter Nachrichten, die traditionelle Spam-Filter umgehen. Gleichzeitig nutzen Angreifer KI, um Schwachstellen schneller zu identifizieren und auszunutzen.

Smartphones im Visier: Smishing und Quishing

Ein besonderer Fokus liegt auf mobilen Endgeräten. Auf ihnen lagern sensible Banking-Daten und Firmenzugänge. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt vor einer drastischen Zunahme von mobilem Phishing. Zwei Methoden boomen: "Smishing" per gefälschter SMS und "Quishing" über manipulierte QR-Codes. Betrüger locken mit Paketbenachrichtigungen oder dringenden Bankwarnungen auf bösartige Webseiten. Gleichzeitig nimmt mobile Malware zu, die Bankdaten stiehlt oder Geräte in Botnetze einbindet.

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Ransomware: Professionalisierte Erpresserbanden

Ransomware-Angriffe erreichen ein Rekordniveau. Die Aktivität lag Anfang 2026 bereits über 30 Prozent über dem monatlichen Durchschnitt des Vorjahres. Die Täter agieren arbeitsteilig wie legale Unternehmen. Spezialisierte "Initial Access Broker" verkaufen erlangte Netzwerkzugänge im Darknet an Erpressergruppen. Ein strategischer Wandel ist zu beobachten: Oft verzichten Angreifer auf die Verschlüsselung von Daten. Stattdessen drohen sie mit der Veröffentlichung gestohlener sensibler Informationen – eine für sie profitablere und weniger aufwendige Methode.

Ein globales, milliardenschweres Problem

Die Cyberangriffe sind ein globales Phänomen. Besonders gefährdet sind der Gesundheitssektor sowie Finanz- und Versicherungsdienstleister. Die wirtschaftlichen Schäden sind immens. Prognosen gehen von globalen Kosten der Cyberkriminalität von über 23 Billionen US-Dollar bis 2027 aus. Geopolitische Fragmentierung, komplexe Lieferketten und die tiefe digitale Vernetzung begünstigen diese Entwicklung. Für Unternehmen ist Cybersicherheit längst keine reine IT-Frage mehr, sondern eine strategische Managementaufgabe.

Der Wettlauf zwischen Angriff und Verteidigung

Der Ausblick bleibt angespannt. Angreifer werden KI weiter nutzen, um ihre Methoden zu verfeinern. Das erfordert einen Paradigmenwechsel in der Abwehr. Unternehmen müssen ihre Fähigkeit zur schnellen Erkennung und Reaktion stärken – die sogenannte Cyberresilienz. Auch auf Verteidigerseite wird KI eine Schlüsselrolle spielen, um Bedrohungen zu analysieren und Gegenmaßnahmen zu automatisieren. Für Verbraucher bedeutet das: Ein gesundes Misstrauen gegenüber unerwarteten Nachrichten und Sicherheitsmaßnahmen wie die Zwei-Faktor-Authentifizierung sind unerlässlich.

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