KI-Sicherheit, Rechte

KI-Sicherheit: Zu viele Rechte führen zu mehr Cyber-Angriffen

20.02.2026 - 21:32:12 | boerse-global.de

Eine neue Studie belegt, dass KI-Systeme mit zu vielen Berechtigungen viermal häufiger Sicherheitsvorfälle verursachen. Experten fordern strikte Zugangskontrollen.

KI-Systeme mit überhöhten Zugriffsrechten verursachen 4,5-mal mehr Sicherheitsvorfälle. Diese alarmierende Erkenntnis stammt aus einem aktuellen Branchenreport, der zeitgleich mit kritischen Warnungen großer Softwarekonzerne veröffentlicht wurde. Die Nachricht trifft Unternehmen mitten in der hektischen KI-Integration.

Studie belegt dramatisches Sicherheitsrisiko

Der Report „2026 State of AI in Enterprise Infrastructure Security“ des Sicherheitsanbieters Teleport liefert erstmals harte Daten zum Zusammenhang von KI-Rechten und Sicherheit. Demnach verzeichnen Organisationen, die ihren KI-Systemen zu viele Berechtigungen einräumen, eine Vorfallsrate von 76 Prozent. Bei strenger Anwendung des Prinzips der geringsten Rechte liegt diese Rate bei nur 17 Prozent.

Das Problem ist weit verbreitet: 70 Prozent der befragten Sicherheitsverantwortlichen gaben zu, dass ihre KI mehr Zugriffsrechte hat als ein menschlicher Mitarbeiter in vergleichbarer Rolle. „Identitäts- und Governance-Kontrollen halten mit der rasanten KI-Integration nicht Schritt“, so die Analyse. Für viele Experten ist das Fehlen strenger Rechtebeschränkungen der größte Risikofaktor für KI-bedingte Sicherheitspannen.

Microsoft warnt vor konkreter Gefahr durch Rechte-Missbrauch

Die statistische Gefahr wird durch reale Sicherheitslücken untermauert. Erst am 19. Februar veröffentlichte Microsoft ein kritisches Update für eine Schwachstelle (CVE-2026-26119) im Windows Admin Center. Ein Angreifer mit begrenztem Zugriff könnte sich hier über eine Rechteausweitung umfassende Administratorkontrolle verschaffen.

In seinen Handlungsempfehlungen fordert Microsoft die Kunden explizit auf, das Prinzip der geringsten Rechte durchzusetzen. Ständige Administratorrechte sollen entfernt und durch bedarfsgerechte, zeitlich begrenzte Zugriffe ersetzt werden. Diese Warnung folgt einem Muster: Immer häufiger betonen Experten, dass strikte Rechtebeschränkungen den potenziellen Schaden begrenzen, falls eine KI durch manipulierte Eingaben kompromittiert wird.

Grundprinzip der IT-Sicherheit gewinnt neue Dringlichkeit

Die Entwicklungen zwingen die Branche zum Umdenken. Laut Analyse des Marktforschungsunternehmens Gartner werden die beschleunigte Bedrohungslage und die schnelle KI-Einführung die Cybersicherheit 2026 prägen. Das Prinzip der geringsten Rechte und Zero-Trust-Ansätze müssen demnach nicht nur für Menschen, sondern besonders für maschinelle Identitäten gelten.

Die Umsetzung bereitet vielen Unternehmen jedoch Schwierigkeiten. Mehr als die Hälfte der Firmen räumt ein, dass überhöhte Berechtigungen weit verbreitet sind. Dieses alte Problem wird durch KI potenziert: Ein einziges kompromittiertes KI-System mit umfangreichen Rechten kann Angreifern ermöglichen, schneller und weitreichender Schaden anzurichten als jeder menschliche Akteur.

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Zugangskontrollen werden zum KI-Erfolgsfaktor

Die Kombination aus neuer Forschung und konkreten Warnungen markiert eine Zeitenwende für die Sicherheitsstrategie. KI-Agenten, die zunehmend in Finanzen, Vertrieb und Betrieb integriert werden, müssen denselben strengen Standards unterliegen wie menschliche Mitarbeiter – wenn nicht sogar strengeren.

Die Branche erwartet nun eine Beschleunigung bei der Entwicklung von Identity- und Access-Management-Plattformen (IAM) für nicht-menschliche Identitäten. Diese Lösungen werden Zugriffsüberprüfungen automatisieren, Berechtigungen dynamisch anpassen und Transparenz über KI-Aktivitäten schaffen. Die Botschaft an Geschäftsleitung und IT-Sicherheit ist klar: Der Effizienzgewinn durch KI ist nur auf einem Fundament disziplinierter Zugangskontrollen sicher zu erreichen.

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