KI-Boom, Neuseeland

KI-Boom in Neuseeland: Nutzung steigt, Ängste wachsen

02.03.2026 - 04:18:46 | boerse-global.de

Eine Studie zeigt, dass vier von fünf Neuseeländern KI nutzen, während über die Hälfte der Bevölkerung große Sorgen vor Missbrauch und mangelnder Regulierung hat.

Neuseeländer nutzen KI-Tools massenhaft, fürchten sich aber gleichzeitig vor den gesellschaftlichen Folgen. Das zeigt der neue Bericht „2025 Internet Insights“ von InternetNZ. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung blickt demnach mit tiefer Sorge auf die Entwicklung.

Die Studie offenbart ein gespaltenes Verhältnis: Während vier von fünf Kiwis im vergangenen Jahr KI genutzt haben, sind 52 Prozent „extrem oder sehr besorgt“ über deren Einfluss auf die Gesellschaft. Die hohe Nutzung trifft auf ein fundamentales Misstrauen – ein kritisches Signal für die Politik.

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Hauptsorge: KI für schädliche Inhalte

Die größte Angst der Neuseeländer gilt dem Missbrauch der Technologie. Ganze 68 Prozent der Befragten fürchten, dass KI zur Erstellung schädlicher Inhalte wie Deepfakes genutzt wird. Direkt dahinter folgen Bedenken wegen anderer bösartiger Anwendungen (65 %) und ein Mangel an Regulierung (64 %).

„Die Technologie ist wie ein Zug, der abgefahren ist, bevor die Gleise vollständig verlegt waren“, beschreibt Vivien Maidaborn, Chefin von InternetNZ, die rasante Integration der KI in den Alltag. Das Land sei ein „High-Use, Low-Trust“-Umfeld, in dem trotz hoher Nutzung Sorgen um Privatsphäre und Sicherheit blieben.

Paradox: Wöchentliche Nutzung trotz Skepsis

Trotz der Bedenken ist die Nutzung alltäglich. 60 Prozent der Neuseeländer greifen wöchentlich auf KI-Werkzeuge zurück. Am häufigsten wird die Technologie für Fragen und Informationsbeschaffung (62 %) genutzt, gefolgt von Schreibhilfen (32 %) und Arbeitsaufgaben (27 %).

Diese Kluft zwischen Praxis und Vertrauen ist kein neues Phänomen. Eine KPMG-Studie bestätigte erst kürzlich die globale Spitzenposition der Neuseeländer in Sachen Skepsis: 81 Prozent fordern demnach verbindliche Regulierungen.

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Politik reagiert auf öffentlichen Druck

Die öffentliche Besorgnis findet langsam ein Echo in offiziellen Handlungen. Ende Februar schloss sich das neuseeländische Datenschutzbüro einer globalen Erklärung von über 50 Behörden an. Sie warnt vor den Gefahren KI-generierter Inhalte, insbesondere nicht einvernehmlicher intimer Aufnahmen.

Bisher galt die Regierung in Wellington als zurückhaltend in der Regulierung. Seit Januar gibt es jedoch ein Programm zur Förderung einer sicheren und verantwortungsvollen KI-Nutzung im öffentlichen Dienst. Ob diese Maßnahmen die Ängste der Bevölkerung besänftigen können, bleibt fraglich.

Die Zukunft: Innovation braucht Vertrauen

Der Bericht macht deutlich: Die BBatte hat sich verschoben. Es geht nicht mehr um das „Ob“ der KI-Nutzung, sondern um das „Wie“ einer sicheren und ethischen Steuerung. Der Aufbau von Vertrauen durch klare Richtlinien und Gesetze, die mit der technologischen Entwicklung Schritt halten, wird zur zentralen Aufgabe.

Entscheidungen müssten unter Einbeziehung aller betroffenen Gruppen und im Einklang mit internationalen Standards getroffen werden, so Maidaborn. Die Herausforderung für Neuseelands digitale Zukunft liegt nun darin, Innovation zu ermöglichen, ohne Sicherheit und Privatsphäre zu opfern. Diese Diskussion wird die anstehenden Gipfel und politischen Debatten im Land prägen.

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