Job-Hugging, Angst

Job-Hugging 2026: Wenn Angst die Karriere lähmt

11.01.2026 - 22:53:12

Neue Daten zeigen eine beispiellose Starre: Fast drei Viertel der Beschäftigten halten aus Angst an ihrem Job fest, was zu innerer Kündigung und Burnout-Risiken führt.

Die erste Januarwoche 2026 bringt keine Kündigungswelle, sondern beispiellose Starre. Neue Daten bestätigen: Das krampfhafte Festhalten am Job – Job-Hugging – erreicht einen Höhepunkt. Was wie Loyalität wirkt, gefährdet zunehmend die psychische Gesundheit.

Die neue Paralyse: Angst statt Ambition

Fast drei Viertel der Beschäftigten planen, ihre Position bis weit ins Jahr 2027 zu behalten. Die Motivation ist alarmierend: Fast die Hälfte bleibt nicht aus Überzeugung, sondern aus Angst vor wirtschaftlicher Unsicherheit. Analysten sprechen von “erzwungener Loyalität”.

Die Fluktuation sinkt auf ein historisches Tief. Arbeitnehmer “umarmen” ihre Jobs wie Rettungsboote in stürmischer See – selbst wenn diese Boote längst Leck schlagen.

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Wenn Sicherheit krank macht

Experten warnen: Job-Hugging ist eine direkte Vorstufe zu Burnout und Boreout. Wer innerlich gekündigt hat, aber aus Angst verharrt, leidet unter permanenter kognitiver Dissonanz. Die Folge ist stille Panik.

Mitarbeiter berichten vermehrt von:
* Schlafstörungen und Angstzuständen
* Einem Gefühl der Hilflosigkeit
* Erlahmender Innovation aus Furcht vor Fehlern

Die psychologische Sicherheit weicht einer Kultur der Risikovermeidung.

Der Schatten der KI treibt die Angst

Ein wesentlicher Treiber ist die fortschreitende Integration Künstlicher Intelligenz in Wissensberufe. Rund 40 Prozent der Arbeitnehmer rechnen in ihrer Branche mit einem moderaten Stellenabbau durch KI.

Diese Wahrnehmung wird durch das makroökonomische Umfeld verstärkt: Die Phase des “Jobless Growth” hält an. Unternehmen steigern die Produktivität durch Automatisierung, stellen aber kaum neues Personal ein. Der Arbeitsmarkt wirkt verstopft.

Vom “Great Resignation” zur großen Starre

Der Kontrast zur “Great Resignation” von 2021/22 könnte größer nicht sein. Damals trieben Überarbeitung und Sinnsuche die Menschen. Heute dominiert das Gefühl der Alternativlosigkeit.

Für Unternehmen wird die gute Retentionsrate zum Bumerang. Sie bezahlen sie mit einer schleichenden “Zombifizierung” der Belegschaft. Wo Angst regiert, bleibt echter Teamgeist und Innovation auf der Strecke.

Wie bricht man die Starre?

Experten sehen nur einen Ausweg: massive interne Mobilitätsprogramme. Unternehmen müssen Wege finden, wie sich Angestellte innerhalb des sicheren Hafens neu erfinden können.

Upskilling und Reskilling werden zur essenziellen Maßnahme für die mentale Gesundheit. Mitarbeiter müssen ihr Gefühl der Selbstwirksamkeit zurückgewinnen – etwa durch den souveränen Umgang mit den KI-Tools, die sie fürchten. Sonst bleibt 2026 das Jahr des ängstlichen Ausharrens.

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