Apple, Gerätediebstahl-Schutz

iOS 26.4: Apple macht Gerätediebstahl-Schutz zur Voreinstellung

20.02.2026 - 23:40:06 | boerse-global.de

Apple testet mit iOS 26.4 einen umfassenden Sicherheitsschub. Das nhste große Update soll iPhones besser vor digitalem Ausspähen und physischem Diebstahl schützen. Kern der Neuerungen sind eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für RCS-Nachrichten und der standardmäßig aktive Stolen Device Protection.

Diese Offensive folgt auf die erste aktiv ausgenutzte Zero-Day-Schwachstelle des Jahres, die Apple vor einer Woche schloss. Das Unternehmen setzt damit einen neuen Sicherheitsstandard für Mobilgeräte.

Eine bahnbrechende Neuerung in der Beta-Version ist die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung (E2EE) für RCS-Nachrichten (Rich Communication Services). Bislang lief die Kommunikation zwischen iPhones und Android-Geräten über das unsichere SMS-Protokoll ? ein Sicherheitsloch, das Apple nun schließt.

Die Verschlüsselung basiert auf dem RCS Universal Profile 3.0 und dem Messaging Layer Security (MLS)-Protokoll. Sie verhindert, dass Dritte Gespräche abfangen und mitlesen können. In der aktuellen Testphase ist die Funktion auf Gespräche zwischen Apple-Geräten beschränkt, bei denen iMessage deaktiviert ist. Die vollständige Freigabe für die Kommunikation mit Android soll später folgen.

Diese Entwicklung ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit mit der GSM Association. Sie wird die Privatsphäre für Millionen Nutzer weltweit deutlich verbessern.

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?Stolen Device Protection? wird zur Voreinstellung

Noch direkter geht Apple gegen physische Bedrohungen vor: Die Funktion ?Stolen Device Protection? wird für alle Nutzer standardmäßig aktiviert. Sie soll einen gängigen Trick von Dieben vereiteln, die zunächst den Entsperrcode ausspähen, bevor sie das Gerät stehlen.

Die Funktion fügt eine kritische Sicherheitsebene hinzu: Befindet sich das iPhone nicht an vertrauten Orten wie Zuhause oder der Arbeit, sind für sensible Aktionen biometrische Daten wie Face ID oder Touch ID erforderlich. Das betrifft den Zugriff auf Passwörter in der iCloud Keychain, gespeicherte Zahlungsmethoden oder das Löschen des Geräts.

Für extrem kritische Änderungen ? wie das Ändern des Apple-ID-Passworts oder das Deaktivieren von ?Wo ist?? ? kommt neben der Biometrie eine einstündige Sicherheitsverzögerung hinzu. Dies gibt Nutzern ein wichtiges Zeitfenster, ihr Gerät als verloren zu melden. Durch die Umstellung von Opt-in auf Opt-out erreicht Apple ein höheres Sicherheitsniveau für alle.

Reaktion auf eine bedrohliche Lage

Die neuen Funktionen sind eine direkte Antwort auf eine sich ständig weiterentwickelnde Bedrohungslage. Anfang Februar veröffentlichte Apple eilig iOS 26.3, um eine kritische Zero-Day-Schwachstelle (CVE-2026-20700) zu schließen. Es handelte sich um einen Speicherkorruptionsfehler im Dynamic Link Editor (dyld), der Angreifern die Ausführung von beliebigem Code ermöglichte.

Apple bestätigte, dass die Lücke für ?extrem ausgeklügelte Angriffe? auf eine kleine Anzahl von Personen genutzt wurde, bevor ein Patch verfügbar war. Entdeckt und gemeldet wurde sie von der Threat Analysis Group bei Google, die häufig staatlich geförderte Spyware untersucht.

Diese jüngsten Ereignisse unterstreichen die Dringlichkeit der proaktiven Maßnahmen in iOS 26.4. Apple baut damit die Abwehr gegen gezielte Cyberangriffe und alltägliche Kriminalität aus.

Branchenweite Signalwirkung

Apples Sicherheits-Offensive sendet ein starkes Signal an die gesamte Branche. Die Einführung der E2EE-Verschlüsselung für RCS schließt eine seit über einem Jahrzehnt bestehende Sicherheitslücke. Dieser Schritt wird Druck auf Mobilfunkanbieter und andere Hersteller ausüben, den sicheren Standard flächendeckend zu übernehmen.

Die Aktivierung des Diebstahlschutzes als Standard ist eine direkte Antwort auf reale Bedrohungen. Sie anerkennt, dass ein kompromittierter Passcode genauso schädlich sein kann wie eine Software-Schwachstelle. Der Wechsel von einer optionalen Einstellung zum Standard zeigt einen gereiften Sicherheitsansatz, der Schutz priorisiert, ohne technisches Wissen der Nutzer vorauszusetzen.

Ausblick: Rollout im Frühjahr

Die Funktionen aus der Developer Beta sollen mit dem offiziellen Release von iOS 26.4 im Frühjahr für alle Nutzer verfügbar werden. Nach der Testphase wird die RCS-Verschlüsselung schrittweise auf die Kommunikation mit Android-Geräten ausgeweitet.

Die Botschaft von Apple ist klar: Sicherheit ist keine optionale Funktion, sondern eine Grundvoraussetzung. Für iPhone-Nutzer bleibt die wichtigste Maßnahme, ihre Geräte stets aktuell zu halten. Regelmäßige Updates sind der effektivste Schutz gegen die vielfältigen digitalen und physischen Bedrohungen.

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