iOS 26.3: Apple schränkt Mobilfunkanbieter-Tracking ein
13.02.2026 - 14:30:12Apple schließt mit iOS 26.3 eine zentrale Datenschutzlücke für Nutzer in Deutschland und weltweit. Das Update vom 11. Februar führt eine neue Funktion ein, die präzises Standort-Tracking durch Mobilfunkanbieter unterbindet. Gleichzeitig schließt es eine kritische Zero-Day-Sicherheitslücke.
Die Schlagzeilenfunktion ist der neue Schalter „Präzisen Standort begrenzen“. Bisher konnten Nutzer zwar Apps den Zugriff auf den genauen Standort verwehren, die Mobilfunknetze selbst benötigten jedoch stets präzise Daten für eine stabile Verbindung. Diese Lücke schließt Apple nun auf Betriebssystemebene.
Aktiviert man die Einstellung, erhält das Netz nur noch einen groben Standortbereich – etwa in der Größe eines Stadtviertels. Die exakte Adresse oder Koordinate bleibt verborgen. Technisch anspruchsvoll, ist die Funktion jedoch nicht für alle Geräte verfügbar. Sie benötigt die proprietären C1- und C1X-Modems von Apple und ist aktuell auf das iPhone Air, iPhone 16e und iPad Pro (M5) mit Cellular beschränkt.
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Auch die Netzbetreiber müssen mitspielen. Zum Start unterstützen in Deutschland nur Kunden der Telekom die Funktion. International sind es unter anderem EE und BT im Vereinigten Königreich sowie AIS in Thailand. Branchenbeobachter rechnen damit, dass andere Netzbetreiber nachziehen müssen, da sie ihre Infrastruktur an die verschleierten Daten anpassen.
Dringender Sicherheits-Patch für Zero-Day-Lücke
Neben dem Datenschutz-Feature behebt iOS 26.3 eine schwerwiegende Sicherheitslücke, die bereits für gezielte Angriffe genutzt wurde. Die Schwachstelle mit der Kennung CVE-2026-20700 betrifft den dynamischen Link-Editor dyld, eine zentrale Systemkomponente.
Laut Apple könnte ein Angreifer dadurch beliebigen Code auf einem Zielgerät ausführen. Das Unternehmen warnte vor Berichten über „extrem ausgeklügelte Attacken“ auf bestimmte Personen. Das Update schließt über 30 weitere Sicherheitslücken, etwa in Fotos und Shortcuts. Die Nationale Cyber-Sicherheitsbehörde rät allen Nutzern zur sofortigen Installation.
Einfacher Wechsel von Android und neue Optik
iOS 26.3 erleichtert auch den Umstieg von Android. Ein neuer „Zu Android übertragen“-Knopf in den Einstellungen ermöglicht einen direkten Gerät-zu-Gerät-Transfer von Fotos, Nachrichten und Apps – ohne Umweg über Drittanbieter-Software. Diese Verbesserung der Interoperabilität steht im Einklang mit regulatorischen Forderungen in der EU.
Visuell erweitert das Update die „Liquid Glass“-Oberfläche von iOS 26. Neu ist eine Kategorie mit Wetter-Hintergrundbildern, deren dynamische Animationen sich an die aktuellen Wetterbedingungen anpassen, ohne den Akku übermäßig zu belasten.
Marktimplikationen und Kritik an Exklusivität
Die Einführung der Tracking-Beschränkung kommt nicht von ungefähr. Bereits 2024 verhängte die US-Behörde FCC Strafen von fast 200 Millionen US-Dollar gegen große Netzbetreiber wegen des Missbrauchs von Standortdaten. Apple geht das Problem nun hardwarebasiert an der Wurzel an.
Kritik gibt es jedoch an der Exklusivität. Besitzer des Standard-iPhone 17 und älterer Pro-Modelle gehen leer aus. Der Grund: Ihre Modem-Chips können das Signal nicht verschleiern und gleichzeitig die Verbindung aufrechterhalten. Für viele Nutzer bleibt die Datenschutzlücke damit vorerst bestehen.
Der Blick richtet sich bereits auf iOS 26.4, das noch in diesem Monat in die Beta-Tests gehen soll. Es wird erwartet, dass diese Version endlich die lang erwartete KI-Überholung für Siri bringt, angetrieben durch die Partnerschaft mit Googles Gemini-Modellen. Bis dahin steht die Sicherheit im Vordergrund: Die Installation von iOS 26.3 ist dringend empfohlen.
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