Intel Aktie: Apple-Vertrag für M7-Chip ab 2027
14.05.2026 - 22:58:38 | boerse-global.de214 Prozent in wenigen Wochen— Intel hat eine der spektakulärsten Kursrallys der jüngeren Börsengeschichte hingelegt. Short-Seller haben dabei kumulierte Verluste von mehr als 12 Milliarden Dollar erlitten. Der Chip-Konzern notiert auf Niveaus, die zuletzt im August 2000 erreicht wurden.
An der Frankfurter Börse schloss die Aktie am Mittwoch bei 102,68 Euro. Seit Jahresbeginn hat sich der Kurs mehr als verdreifacht— ein Plus von über 200 Prozent. Die annualisierte 30-Tage-Volatilität liegt bei gut 91 Prozent, was die Nervosität rund um den Titel treffend beschreibt.
Apple-Deal als Katalysator
Der wichtigste Kurstreiber: Intel Foundry hat offenbar einen formalen Vertrag mit Apple geschlossen. Demnach soll der M7-Chip von Apple ab Ende 2027 im 18A-P-Prozess bei Intel gefertigt werden. Für Ende 2028 sind weitere Kooperationen bei Smartphone-Chips im 14A-Prozess geplant. Apple will damit seine Abhängigkeit von TSMC reduzieren— ein Ziel, das durch US-Regierungsdruck und Lieferengpässe zusätzlich Dringlichkeit bekommt.
Flankiert wird das durch milliardenschwere Investitionen in Intels Fertigungskapazitäten: Nvidia steuerte 5 Milliarden Dollar bei, SoftBank weitere 2 Milliarden. Elon Musk soll den 14A-Prozess für sein Projekt „Terafab" nutzen wollen.
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Verluste trotz Wachstum
Hinter dem Kurshoch steckt ein Unternehmen, das noch tief in der Transformation steckt. Im ersten Quartal 2026 verbuchte Intel einen GAAP-Nettoverlust von 4,3 Milliarden Dollar— trotz eines Umsatzanstiegs von sieben Prozent auf 13,6 Milliarden Dollar. Allein die Foundry-Sparte schrieb operativ 2,4 Milliarden Dollar Verlust, erzielte aber extern nur 174 Millionen Dollar Umsatz.
Parallel positioniert sich Intel im Wachstumsfeld KI-Sicherheit. Gemeinsam mit Dell adressierte der Konzern am Mittwoch das Problem, dass bis zu 90 Prozent aller KI-Projekte wegen Sicherheitsbedenken ins Stocken geraten. Bis 2029 will Intel Post-Quanten-Kryptografie direkt in seine Chip-Architektur integrieren.
Analysten gespalten
Die Bewertung ist ambivalent. Deutsche Bank bestätigte am 12. Mai ihr „Hold"-Rating— ein Signal, dass der rasante Kursanstieg die Erwartungen bereits weit vorwegnimmt. Einige Marktbeobachter bevorzugen AMD wegen stabilerer Fundamentaldaten, solange Intels Foundry-Sparte tiefrote Zahlen schreibt.
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Für das zweite Quartal erwartet Intel einen Umsatz zwischen 13,8 und 14,8 Milliarden Dollar sowie einen Non-GAAP-Gewinn je Aktie von 0,20 Dollar. Ob diese Zahlen die aktuelle Bewertung rechtfertigen können, wird die Reaktion nach dem nächsten Quartalsbericht zeigen— und dürfte für viele Short-Seller zur nächsten Belastungsprobe werden.
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