Bitcoin: 244 Millionen liquidiert nach PPI-Schock
14.05.2026 - 22:46:50 | boerse-global.deBitcoin bekommt Gegenwind von der Makroseite. Ein heißer US-Produzentenpreisbericht hat die Hoffnung auf rasche Zinssenkungen spürbar gedämpft. Auf der Blockchain zeigt sich jedoch ein anderes Bild: Immer mehr Coins wandern in langfristige Hände.
Inflation trifft Zinserwartungen
Der finale US-PPI stieg im April um 1,4 Prozent zum Vormonat. Erwartet waren 0,5 Prozent, die Jahresrate zog auf 6,0 Prozent an. Das ist ein klares Signal: Der Inflationsdruck bleibt hartnäckig.
Der Verbraucherpreisindex hatte bereits zuvor gewarnt. Die Preise lagen im April um 3,8 Prozent über dem Vorjahr und damit leicht über den Markterwartungen. Für die US-Notenbank wird der Spielraum damit enger.
Bitcoin rutschte im US-Handel unter die Marke von 80.000 US-Dollar. Vom Bereich um 81.000 US-Dollar ging es bis auf 79.706 US-Dollar zurück. Im Tief lag der Kurs nahe 79.557 US-Dollar.
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Die Bewegung traf vor allem gehebelte Long-Positionen. Über 244 Millionen US-Dollar wurden im Kryptomarkt liquidiert. Kein Wunder, dass die Reaktion nervös ausfiel.
Aktuell notiert Bitcoin bei 79.398 US-Dollar und damit 1,35 Prozent tiefer als am Vortag. Trotz eines Monatsplus von 6,55 Prozent liegt der Kurs weiter unter dem 200-Tage-Durchschnitt.
Fed bleibt der zentrale Treiber
Trader preisen inzwischen eine Wahrscheinlichkeit von mehr als 30 Prozent für eine Zinserhöhung vor Dezember ein. Das ist eine deutliche Kehrtwende. Noch vor kurzem dominierten Erwartungen an mehrere Zinssenkungen.
Damit verschiebt sich der Fokus zurück auf die Federal Reserve. Wenn Inflation und Ölpreis zugleich Druck machen, wird eine geldpolitische Lockerung schwerer vermittelbar. Für Bitcoin ist das wichtig, weil höhere Zinsen die Attraktivität riskanter Anlagen dämpfen.
Auch die geopolitische Lage bleibt ein Faktor. Mitte Mai soll US-Präsident Donald Trump Chinas Staatschef Xi Jinping in Peking treffen. Handelsfragen, Zölle, Taiwan und Ölströme kommen damit zusätzlich auf die Agenda.
Parallel dazu belastet der Iran-Konflikt. Trump nannte den Waffenstillstand „massiv auf Lebenserhaltung“. Brent-Öl stieg daraufhin auf 107 US-Dollar je Barrel, der Dollar-Index legte zu.
Langfristhalter ziehen Angebot ab
Auf der Angebotsseite entsteht ein anderes Signal. Nahezu 4 Millionen BTC liegen inzwischen bei sogenannten Conviction Buyers. Seit Ende 2025 entspricht das einem Anstieg von rund 300 Prozent.
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Bitfinex wertet diese Entwicklung als stärksten Zwei-Quartals-Zuwachs seit dem COVID-Crash. Gemeint sind Käufer, die selten handeln und ihre Bestände kaum bewegen. Dazu zählen große Wallets, institutionelle Adressen und Unternehmensbilanzen wie Strategy.
Das reduziert das liquide Angebot am Markt. Wenn weniger Coins frei zirkulieren, kann schon moderate Nachfrage stärker auf den Preis wirken. Kurzfristig dominiert aber weiter das Makrobild.
Auch CryptoQuant liefert ein positives Signal. Der Bitcoin-Bull-Bear-Zyklusindikator sprang erstmals seit 2023 auf Grün. Der BVIV-Index für implizite Volatilität stabilisierte sich nahe 40 Prozent.
Technisch bleibt die Zone um 82.000 US-Dollar der nächste Prüfstein. In den jüngsten Sitzungen pendelte Bitcoin zwischen etwa 79.000 und 82.000 US-Dollar. Ein Ausbruch über diese Spanne könnte Ziele bei 85.000 und 90.000 US-Dollar aktivieren; darunter bleibt der Makrodruck das stärkere Argument.
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