Immobilienpreise, KfW

Immobilienpreise steigen wieder – KfW senkt Zinsen drastisch

09.03.2026 - 06:22:17 | boerse-global.de

Immobilienpreise steigen im März 2026, angetrieben durch Angebotsknappheit und Rekordförderzinsen der KfW für energieeffiziente Neubauten. Die Phase der großen Preisnachlässe ist beendet.

Immobilienpreise steigen wieder – KfW senkt Zinsen drastisch - Foto: über boerse-global.de
Immobilienpreise steigen wieder – KfW senkt Zinsen drastisch - Foto: über boerse-global.de

Der deutsche Immobilienmarkt dreht im März 2026 auf. Nach Monaten der Stagnation ziehen die Preise für Eigentumswohnungen wieder an. Gleichzeitig lockt die KfW mit Rekordzinsen für klimafreundliche Neubauten. Für Käufer endet damit die Phase der Hoffnung auf große Preisnachlässe.

Eigentumswohnungen legen zu

Die aktuellen Daten sind eindeutig: Eigentumswohnungen werden wieder teurer. Laut Europace Hauspreisindex stiegen ihre Preise im Februar um 0,27 Prozent zum Vormonat. Im Jahresvergleich legten sie sogar um 1,07 Prozent zu.

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Das Wachstum findet fast ausschließlich im Bestand statt. Auch bestehende Ein- und Zweifamilienhäuser zeigen sich stabil. Sie büßten im Monatsvergleich nur minimal ein und legten im Jahr gut 1,8 Prozent zu. Einziger Dämpfer: Bei neugebauten Häusern gab es leichte Rückgänge. Die Botschaft ist klar: Die Nachfrage nach bezahlbarem, sofort verfügbarem Wohnraum ist enorm. Wer auf den großen Preisrutsch gewartet hat, muss umdenken.

KfW zündet Zinsrakete

Ein entscheidender Preistreiber kommt von der staatlichen Förderbank. Die KfW hat die Zinsen für klimafreundliche Neubauten massiv gesenkt. Für das „Effizienzhaus 55“ gibt es Kredite zu einem Effektivzins von nur 1,0 Prozent. Noch effizientere Häuser (EH40) werden sogar mit 0,6 Prozent gefördert.

Das ist ein gewaltiger Unterschied. Marktübliche Baufinanzierungen liegen derzeit bei 3,38 bis 4,13 Prozent. Die Ersparnis von bis zu drei Prozentpunkten entlastet Käufer erheblich. Experten sehen darin ein starkes Signal. Das Programm soll den „Bauüberhang“ – also stockende Neubauprojekte – auflösen und die Nachfrage ankurbeln.

Metropolen und Energieeffizienz treiben Preise

Grund für den Trend sind strukturelle Probleme. Der Wohnraum in Ballungszentren bleibt knapp, der Neubau kommt nicht hinterher. Hohe Kosten und bürokratische Hürden bremsen die Bautätigkeit. Der Suchdruck konzentriert sich daher auf den Bestand – besonders in Städten wie Berlin, München oder Hamburg.

Ein weiterer Preistreiber ist der energetische Zustand. Immobilien mit guter Energieeffizienzklasse erzielen deutliche Aufschläge. Käufer fürchten hohe Sanierungs- und Energiekosten in der Zukunft. Die Schere zwischen modernisierten und sanierungsbedürftigen Objekten öffnet sich weiter.

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Markt hat sich vom Zinsschock erholt

Die aktuelle Entwicklung markiert das Ende der Unsicherheit. Nach den Zinsschocks der Vorjahre hat sich der Markt an das neue Niveau gewöhnt. Lohnsteigerungen stabilisieren die Kaufkraft der Haushalte. Analysten sehen die Preisentwicklung 2026 nun vor allem von Angebotsknappheit und Qualität getrieben.

Die Prognosen für das laufende Jahr sind positiv. Während der Bau bezahlbarer Mietwohnungen stockt, profitiert das Eigentumssegment von der hohen Nachfrage und den neuen Förderkrediten. Große Preissprünge wie im Boom sind zwar unwahrscheinlich, signifikante Rückgänge aber ebenso.

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