Immobilienpreise steigen stärker als Inflation
08.03.2026 - 02:51:33 | boerse-global.deMehrere aktuelle Marktberichte zeigen: Die Preise für Wohnimmobilien in Deutschland stabilisieren sich – und steigen bald wieder. Für Mieter und Bauherren bleibt die Lage angespannt.
Europace-Index: Bestand gewinnt, Neubau verliert
Der aktuelle Europace-Hauspreisindex offenbart eine gespaltene Entwicklung. Während der Gesamtindex minimal fällt, zeigen Bestandsimmobilien Stärke. Eigentumswohnungen legten im Februar um 0,27 Prozent zu, Einfamilienhäuser blieben stabil.
Angesichts der sich stabilisierenden Immobilienpreise und steigenden Marktanforderungen ist es für Eigentümer wichtiger denn je, das volle Potenzial ihrer Objekte auszuschöpfen. Dieser kostenlose Leitfaden zeigt Ihnen, wie Sie durch die optimale Nutzung von Abschreibungen Steuern sparen und Ihre Liquidität spürbar verbessern. Steuer-Spar-Chancen durch Abschreibungen jetzt entdecken
Anders sieht es beim Neubau aus: Die Preise für neue Einfamilienhäuser sanken um 0,33 Prozent. Hohe Baukosten und Zinsen bremsen private Bauherren aus. Wer auf breite Preisstürze hofft, wird enttäuscht: Die zunehmende Knappheit stützt den Markt.
Analysten sagen Preisschub voraus
Eine Reuters-Umfrage unter zwölf Experten bestätigt den Trend. Sie prognostizieren, dass die Kaufpreise die allgemeine Inflation deutlich überholen werden. Für 2026 erwarten sie ein Plus von 3,3 Prozent, für 2027 und 2028 jeweils 3,0 Prozent. Die Inflation soll bei nur zwei Prozent liegen.
Die Folge: Wohneigentum wird für Erstkäufer kaum erschwinglicher. Zehn von zwölf Analysten rechnen mit einer weiteren Verschlechterung. Das Durchschnittsalter für den ersten Immobilienkauf dürfte steigen – mehr Eigenkapital ist nötig.
Mietmarkt in Top-Städten unter Druck
Die Studie der DZ HYP beleuchtet die sieben deutschen Metropolen. Der Mietmarkt bleibt extrem angespannt. Neubaumieten liegen im Schnitt bei über 20 Euro pro Quadratmeter, Bestandsmieten bei über 15 Euro.
Die enorme Differenz zu alten Mietverträgen hat einen paradoxen Effekt: Viele Haushalte können sich einen Umzug nicht mehr leisten, selbst wenn sich ihre Lebensumstände ändern. Sie bleiben in zu großen oder zu kleinen Wohnungen gefangen.
Während die Mieten in den Metropolen neue Höchststände erreichen, stehen Vermieter vor der Herausforderung, Anpassungen rechtssicher zu begründen. Der kostenlose Mietspiegel-Report 2025 bietet Ihnen einen schnellen Überblick über zulässige Vergleichsmieten und hilft Ihnen, teure Fehler bei der Mietgestaltung zu vermeiden. Kostenlosen Mietspiegel-Report für 2025 anfordern
Neubaukrise verschärft Wohnungsmangel
Der Wohnungsmarktbericht des Forschungsinstituts Empirica zeigt das Kernproblem: Es wird historisch wenig gebaut. Noch nie seit Gründung der Bundesrepublik entstanden so wenige Ein- und Zweifamilienhäuser.
Für 2026 rechnen die Forscher mit einem weiteren Rückgang der Baufertigstellungen. Gleichzeitig sinkt die durchschnittliche Haushaltsgröße – der Bedarf an Wohnungen steigt also, obwohl die Bevölkerung stagniert. Diese strukturelle Lücke treibt Preise und Mieten.
Was bedeutet das für Käufer und Mieter?
Die Phase flächendeckender Preisrückgänge ist vorbei. Für Kaufinteressenten schließt sich das Zeitfenster für große Schnäppchen. Entscheidend wird künftig die energetische Qualität: Sanierung und Dekarbonisierung beeinflussen den Wert maßgeblich.
Mieter in Ballungsräumen müssen sich auf dauerhaft hohe Kosten einstellen. Da der Neubau stockt und Eigentum für viele unerreichbar ist, konzentriert sich die Nachfrage auf den Mietmarkt. Eine Entspannung ist nicht in Sicht.
Hol dir jetzt den Wissensvorsprung der Aktien-Profis.
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt anmelden.
Für immer kostenlos.

