Immobilienpreise, Großstädten

Immobilienpreise steigen in deutschen Großstädten wieder

11.03.2026 - 00:00:26 | boerse-global.de

Nach der Preiskorrektur ziehen die Preise für Wohneigentum in vielen Metropolen wieder an. Experten prognostizieren langfristiges Wachstum, getrieben von anhaltendem Wohnraummangel.

Immobilienpreise steigen in deutschen Großstädten wieder - Foto: über boerse-global.de
Immobilienpreise steigen in deutschen Großstädten wieder - Foto: über boerse-global.de

Die Preise für Wohneigentum in deutschen Metropolen ziehen spürbar an. Aktuelle Daten zeigen deutliche Zuwächse in zahlreichen Großstädten und bestätigen eine Trendwende nach den Rückgängen der Vorjahre.

Dresden, Bochum und Bonn führen das Ranking an

In 13 von 19 untersuchten Großstädten stiegen die Angebotspreise für Eigentumswohnungen im Vorjahresvergleich um fast zwei Prozent. Der durchschnittliche Quadratmeterpreis liegt in diesen urbanen Zentren mittlerweile bei über 4.200 Euro. Spitzenreiter sind aktuell Dresden, Bochum und Bonn mit teils über sechs Prozent Preisplus.

Anzeige

Angesichts steigender Immobilienpreise in deutschen Großstädten wird die korrekte Kalkulation der Rendite für Vermieter immer wichtiger. Dieser kostenlose PDF-Report hilft Ihnen dabei, Ihre Mietpreise 2025 rechtssicher zu prüfen und gegebenenfalls anzupassen. In 5 Minuten wissen, was Sie 2025 wirklich verlangen dürfen

Andere Metropolen wie Frankfurt am Main oder Dortmund verzeichneten dagegen leichte Rückgänge. Auch in Süddeutschland festigt sich das Niveau: In München stiegen die Preise für Eigentumswohnungen im Quartalsvergleich um mehr als ein halbes Prozent. Experten werten dies als klares Zeichen für eine ungebrochen hohe Nachfrage trotz gestiegener Zinsen.

Analysten prognostizieren langfristiges Wachstum

Eine aktuelle Reuters-Umfrage unter zwölf Immobilienanalysten sagt bis 2028 kontinuierliche Preissteigerungen voraus. Für dieses Jahr erwarten die Experten ein Plus von 3,3 Prozent, für 2027 und 2028 jeweils drei Prozent.

Diese Entwicklung übertrifft die erwartete allgemeine Inflationsrate von rund zwei Prozent deutlich. Treiber bleibt der massive Wohnraummangel. Obwohl die Baugenehmigungen 2025 erstmals seit vier Jahren wieder stiegen, reicht das Neubauvolumen bei Weitem nicht aus. Wirtschaftsbeobachter warnen vor einer zunehmenden Verschlechterung der Erschwinglichkeit.

Bestand gewinnt, Neubau verliert

Der Markt spaltet sich deutlich: Während die Preise für bestehende Eigentumswohnungen leicht anziehen, stehen Neubauten weiter unter Druck. Der Europace Hauspreisindex (EPX) verzeichnete für neu gebaute Ein- und Zweifamilienhäuser zuletzt leichte Abschläge.

Das aktuelle Wachstum findet fast ausschließlich im Bestand statt. Der Neubau leidet unter hohen Baukosten und strengen energetischen Auflagen. Gleichzeitig erzielen sanierte Bestandsimmobilien mit hoher Energieeffizienz deutliche Preisaufschläge. Wer auf flächendeckende Preisrückgänge hofft, dürfte vergeblich warten.

Anzeige

Wer heute in Bestandsimmobilien investiert, sollte auch die steuerlichen Vorteile genau kennen, um die Liquidität zu optimieren. Der große Leitfaden zeigt Ihnen, wie Sie Abschreibungen nach dem aktuellen Wachstumschancengesetz rechtssicher für sich nutzen. Kostenlosen A-Z-Leitfaden für Abschreibungen sichern

Bauzinsen bleiben unsicherer Faktor

Die Finanzierungskosten bewegen sich aktuell zwischen 3,6 und 4,1 Prozent für zehnjährige Zinsbindungen. Nach einer ruhigen Phase verzeichnen die Zinsen wieder einen leichten Aufwärtstrend.

Finanzanalysten führen dies auf gestiegene Inflationserwartungen zurück, die durch geopolitische Unsicherheiten angeheizt werden. Sollten Energiepreise weiter steigen, könnte die Europäische Zentralbank ihre Zinspolitik restriktiver belassen. Höhere Leitzinsen würden die Erschwinglichkeit von Immobilienkrediten erneut belasten – den generellen Preisanstieg wegen des knappen Angebots aber wohl nicht stoppen.

Neue Phase der Konsolidierung

Die scharfe Preiskorrektur nach der Zinswende ist definitiv abgeschlossen. Der Markt hat ein neues Gleichgewicht gefunden, an das sich Käufer und Verkäufer gewöhnt haben.

Die Folgen sind weitreichend: Projektentwickler fokussieren sich zunehmend auf die Sanierung von Bestandsobjekten. Gleichzeitig steigen die Mieten in Großstädten weiter, da viele Haushalte notgedrungen auf den Mietmarkt ausweichen. Diese Entwicklung macht Immobilien als Kapitalanlage wieder attraktiver und stützt die Kaufpreise. Die strukturelle Wohnraumknappheit bleibt das dominierende Marktthema.

Hol dir jetzt den Wissensvorsprung der Aktien-Profis.

 <b>Hol dir jetzt den Wissensvorsprung der Aktien-Profis.</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Aktien-Empfehlungen - Dreimal die Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
boerse | 68656917 |