Immobilienpreise, Experten

Immobilienpreise steigen 2026 wieder moderat

21.02.2026 - 17:09:12 | boerse-global.de

Experten prognostizieren für 2026 einen durchschnittlichen Preisanstieg von drei bis vier Prozent. Die Talsohle ist durchschritten, getrieben von Wohnungsmangel und stabilen Finanzierungskosten.

Der deutsche Immobilienmarkt dreht nach der Korrekturphase. Experten prognostizieren für das laufende Jahr einen durchschnittlichen Preisanstieg von drei bis vier Prozent. Eine robuste Nachfrage trifft auf knappen Wohnraum – die Talsohle scheint durchschritten.

Jahresstart zeigt noch ein gemischtes Bild

Die aktuellsten Daten für Januar 2026 deuten auf eine vorübergehende Beruhigung hin. Laut dem Hauspreis-Index EPX gaben die Preise im Vergleich zum Vormonat leicht nach. Besonders Neubauten wurden um 0,46 Prozent günstiger.

Regional klaffen die Entwicklungen jedoch auseinander. Während Frankfurt und Stuttgart bei Eigentumswohnungen Rückgänge verzeichneten, legten Köln und Dortmund leicht zu. Ein- und Zweifamilienhäuser zeigten sich deutlich robuster: In den meisten Metropolregionen stiegen hier die Preise, angeführt von Dresden mit einem Plus von 1,24 Prozent.

Analysten sind sich einig: Die Richtung stimmt

Trotz des verhaltenen Starts sehen alle Experten den Trend nach oben. Der Finanzdienstleister Dr. Klein erwartet für 2026 eine durchschnittliche Preissteigerung von drei Prozent. Der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) sagt 3,1 Prozent voraus.

Analysten der LBBW gehen sogar von drei bis vier Prozent Zuwachs aus. Sie begründen dies mit einer wieder anziehenden Nachfrage privater Haushalte. Die Phase der Preiskorrekturen gilt damit als beendet.

Was treibt die Preise nun an?

Mehrere fundamentale Kräfte stützen die Prognosen. Der strukturelle Wohnungsmangel in Ballungsräumen bleibt das Hauptproblem. Die Bautätigkeit hinkt der Nachfrage hinterher – Experten schätzen, dass 2026 nur etwa 58 Prozent des Bedarfs durch Neubau gedeckt werden können.

Gleichzeitig geben stabilisierte Finanzierungskosten Planungssicherheit. Die Bauzinsen haben sich bei 3,5 bis 4 Prozent eingependelt. Viele Haushalte akzeptieren dieses Niveau als neue Normalität. Gestiegene Reallöhne verbessern zudem die Kaufkraft. Ein immer wichtigerer Preisfaktor wird die Energieeffizienz der Immobilie.

Normalisierung statt Boom

Der Markt tritt in eine neue Phase ein. Die Zeiten zweistelliger Preissprünge sind vorbei. Das erwartete Wachstum basiert nun auf soliden Fundamentaldaten, nicht auf Spekulation.

Der anhaltende Druck auf dem Mietmarkt mit steigenden Angebotsmieten erhöht für viele den Anreiz zum Kauf.

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Wohneigentum gilt wieder stärker als langfristige, wertstabile Investition. Experten sehen in der moderaten Entwicklung ein Zeichen für einen gesünderen und robusterern Markt.

Wohin geht die Reise?

Für den Rest des Jahres 2026 wird eine Fortsetzung der Stabilisierung mit leichten Aufschlägen erwartet. Die regionalen Unterschiede bleiben jedoch bestehen. Besonders gefragt sind weiterhin Lagen mit guter Infrastruktur und energieeffiziente Objekte.

Die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank bleibt ein wichtiger Unsicherheitsfaktor. Eine Rückkehr zu den Preisexplosionen der Vergangenheit erwartet niemand – ein nachhaltiger Preisverfall ist aber ebenso unwahrscheinlich. Für Käufer bedeutet das: Eine sorgfältige Analyse von Lage und Objektqualität ist entscheidend.

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