Immobilienpreise, Preise

Immobilienpreise steigen 2026 um voraussichtlich 2,5 Prozent

06.01.2026 - 06:54:12

Die Preise für Wohneigentum in Österreich steigen 2026 voraussichtlich um 2,5 Prozent. Ein massiv verknapptes Angebot und höhere Reallöhne beenden die Korrekturphase.

Die Preise für Wohneigentum in Österreich ziehen wieder an. Marktanalysten prognostizieren für 2026 einen durchschnittlichen Preisanstieg von rund 2,5 Prozent. Damit ist die Phase der Preisrückgänge endgültig beendet.

Hinter der Trendwende stehen zwei Haupttreiber: ein massiv verknapptes Angebot und gestiegene Kaufkraft. Die Kombination aus weniger neuen Wohnungen und höheren Reallöhnen stützt die Preise nachhaltig.

Raiffeisen erwartet Ende der „Eiszeit“

Nach einer leichten Erholung im Vorjahr rechnen Experten nun mit spürbarer Dynamik. Raiffeisen Research beziffert den erwarteten Preisanstieg für 2026 auf etwa 2,5 Prozent. Das markiert das definitive Ende der Korrekturphase, die zwischen 2022 und 2024 für nominale Rückgänge von rund fünf Prozent sorgte.

Besonders Bestandsimmobilien, die teils deutliche Abschläge hinnehmen mussten, dürften nun preislich aufholen. Der Markt kehrt von der Käufer- langsam zu ausgeglicheneren Verhältnissen zurück.

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Neubau-Einbruch verknappt Angebot drastisch

Ein wesentlicher Preistreiber ist das knappe Angebot. Die Zahl der Baugenehmigungen ist seit 2023 massiv eingebrochen – teilweise um über 27 Prozent im Jahresvergleich. Diese „Fertigstellungslücke“ schlägt nun voll durch.

Weil weniger neue Wohnungen entstehen, weicht die Nachfrage auf den Bestand aus. Das stützt die Preise und verkürzt die Vermarktungsdauer attraktiver Objekte. In Ballungsräumen wie Wien oder Salzburg könnte das fehlende Neubauvolumen sogar zu einem Nachfrageüberhang führen.

Höhere Löhne und stabile Zinsen stützen Nachfrage

Auch die finanziellen Rahmenbedingungen wirken als Preistreiber:
* Reallohnsteigerungen: Die kumulierten Lohnplusse von rund 20 Prozent seit 2023 haben die Leistbarkeit verbessert.
* Stabiles Finanzierungsumfeld: Die Zinssenkungen der EZB im letzten Jahr haben den Markt beruhigt und die Planbarkeit erhöht.

Die Kombination aus höheren Einkommen und stabilen Kreditkosten bringt private Käufer zurück auf den Markt.

Regionale Unterschiede bei der Erholung

Die Preisentwicklung verläuft nicht überall gleich:
* Wien und Westösterreich: In Premium-Lagen blieben die Preise relativ stabil und dürften als erste wieder anziehen.
* Ländliche Regionen: Hier könnte die Erholung verzögert einsetzen, wird aber durch die Nachfrage nach leistbarem Wohnraum gestützt.

Im Vergleich zu Deutschland zeigt sich der österreichische Markt bemerkenswert resilient. Die fundamentale Nachfrage trifft auf ein künstlich verknapptes Angebot – eine Konstellation, die fallende Preise nahezu ausschließt.

Droht ab 2027 eine verschärfte Knappheit?

Für die ersten Quartale 2026 erwarten Experten eine langsame Beschleunigung der Kaufaktivität. Viele Interessenten in Lauerstellung dürften nun aktiv werden, um noch vor weiteren Preisanstiegen zuzuschlagen.

Langfristig bleibt das Hauptproblem der fehlende Neubau. Ohne politische Impulse zur Förderung der Bautätigkeit droht ab 2027 eine noch verschärfte Wohnungsknappheit, die die Preise weiter nach oben treiben könnte.

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