Immobilienpreise, Experten

Immobilienpreise steigen 2026 um drei Prozent

07.03.2026 - 02:39:26 | boerse-global.de

Experten erwarten für 2026 einen bundesweiten Preisanstieg von rund drei Prozent für Wohnimmobilien. Stabilisierte Bauzinsen und anhaltender Wohnraummangel treiben die Erholung voran.

Immobilienpreise steigen 2026 um drei Prozent - Foto: über boerse-global.de
Immobilienpreise steigen 2026 um drei Prozent - Foto: über boerse-global.de

Der deutsche Immobilienmarkt dreht. Experten prognostizieren für das Gesamtjahr 2026 einen bundesweiten Preisanstieg von rund drei Prozent für Wohnimmobilien. Das geht aus aktuellen Analysen des Europace Hauspreis-Index (EPX) und Prognosen des Finanzdienstleisters Dr. Klein hervor. Damit scheint die preisliche Talfahrt der vergangenen Jahre endgültig beendet.

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Regionale Unterschiede prägen das Bild

Die jüngsten Daten zeigen ein differenziertes Bild. Von Dezember bis Januar sanken die Preise für Eigentumswohnungen bundesweit nur noch marginal um 0,01 Prozent. Bei Bestandshäusern fiel der Rückgang mit 0,33 Prozent etwas stärker aus. In konkreten Zahlen kostet eine Wohnung derzeit durchschnittlich 3.520 Euro pro Quadratmeter, ein Haus 3.009 Euro.

Doch pauschale Aussagen werden schwieriger. Während die Preise in Frankfurt und Dresden noch leicht fielen, kletterten sie in Dortmund bereits um 1,56 Prozent und in Köln um 0,29 Prozent nach oben. Der Markt ist stark fragmentiert.

Bauzinsen pendeln sich ein

Ein Schlüsselfaktor für die Trendwende sind die Bauzinsen. Sie haben sich nach turbulenten Schwankungen bei rund 3,4 Prozent stabilisiert. Finanzexperten wie Florian Pfaffinger von Dr. Klein erwarten für den weiteren Jahresverlauf einen Korridor zwischen 3,1 und 3,7 Prozent.

Dieses Niveau akzeptieren potenzielle Käufer mittlerweile als neue Normalität. Die Hoffnung auf eine Rückkehr zur Nullzins-Ära ist verflogen. Da die Finanzierungskosten nun kalkulierbarer sind, trauen sich wieder mehr Haushalte an den Erwerb von Wohneigentum heran.

Warum die Preise jetzt steigen

Der erwartete Preisanstieg hat fundamentale Gründe. Der Haupttreiber ist der eklatante Wohnraummangel. In Deutschland fehlen schätzungsweise 800.000 Wohneinheiten. Hohe Baukosten und regulatorische Hürden bremsen den Neubau aus.

„Knappe Angebote treffen auf eine anhaltend hohe Nachfrage“, analysiert Michael Neumann von Dr. Klein. Ein flächendeckender Preiseinbruch gilt daher als unwahrscheinlich. Besonders begehrt sind energieeffiziente Immobilien. Wohnungen der Klassen A oder A+ erzielen deutliche Aufschläge, während unsanierte Objekte an Wert verlieren.

Mietdruck schiebt Eigentumsnachfrage

Während sich der Kaufmarkt stabilisiert, steigen die Mieten ungebremst. Zu Jahresbeginn legten die Angebotsmieten im Schnitt um 0,7 Prozent zu. Dieser kontinuierliche Anstieg erhöht den Druck auf Mieterhaushalte enorm.

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Die monatliche Belastung für eine Mietwohnung erreicht in Ballungszentren oft die Rate für eine Baufinanzierung – oder übersteigt sie sogar. Das verschiebt die Abwägung vieler Haushalte zunehmend in Richtung Eigentum. Besonders das Umland von Metropolen mit guten Anbindungen und günstigeren Einstiegspreisen profitiert.

Gestärkt aus der Zinswende

Die Prognosen für 2026 stehen im starken Kontrast zu den Krisenjahren 2023 und 2024. Nach einer Phase der Konsolidierung im Jahr 2025 spricht das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) nun von einem „verstetigten Preisaufschwung“.

Für Käufer bedeutet das: Die Zeit der großen Preisabschläge ist vorerst vorbei. Wer heute investiert, profitiert von Preisen, die in vielen Regionen noch unter den Höchstwerten von 2022 liegen – bei überschaubaren Zinsrisiken. Gestiegene Reallöhne verbessern die Erschwinglichkeit zusätzlich leicht.

Wohin steuert der Markt?

Branchenkenner raten Kaufinteressenten zu zeitnahen Entscheidungen. Ein Abwarten dürfte angesichts der prognostizierten Steigerungen wirtschaftlich kaum Vorteile bringen. Der Fokus wird sich weiter auf energieeffiziente Immobilien verschieben.

Politisch rückt der sogenannte Gebäudetyp E in den Blick, der durch vereinfachte Normen schnelleres und günstigeres Bauen ermöglichen soll. Bis solche Maßnahmen wirken, stützt der Wohnraummangel die Preise weiter. Der deutsche Immobilienmarkt geht gestärkt aus der Zinswende hervor.

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