Immobilienpreise, Preise

Immobilienpreise steigen 2025 um mehr als vier Prozent

14.02.2026 - 00:41:12

Die Preise für Wohnimmobilien in Deutschland sind 2025 im Schnitt um 4,2 Prozent gestiegen. Besonders Mehrfamilienhäuser und Metropolen trieben den Anstieg an, während Neubaumangel und stabile Zinsen den Markt prägen.

Wohnimmobilien in Deutschland haben sich im vergangenen Jahr deutlich verteuert. Laut aktuellen Transaktionsdaten des Verbands deutscher Pfandbriefbanken (vdp) stiegen die Preise 2025 im Schnitt um 4,2 Prozent. Das ist mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr. Die Erholung des Marktes setzt sich fort.

Städte und Mehrfamilienhäuser treiben den Anstieg

Besonders in den großen Metropolen zogen die Preise kräftig an. In den sieben größten Städten legten sie durchschnittlich um 4,7 Prozent zu. Der stärkste Preistreiber waren bundesweit Mehrfamilienhäuser mit einem Plus von 5,3 Prozent. Selbst genutztes Wohneigentum wurde immerhin noch 3,0 Prozent teurer.

Die Gründe sind bekannt: Die Nachfrage übersteigt das knappe Angebot bei weitem. Und der Neubau kommt nur langsam in Gang.

Neubau-Mangel und stabile Zinsen als Hauptgründe

Experten sehen zwei zentrale Faktoren für den anhaltenden Preisdruck. Erstens fehlt es massiv an neuem Wohnraum. Prognosen deuten sogar auf einen leichten Rückgang der Fertigstellungen in diesem Jahr hin. Eine spürbare Entlastung ist frühestens 2027 in Sicht.

Zweitens haben sich die Finanzierungskosten stabilisiert. Die Bauzinsen pendeln derzeit bei 3,6 bis 4,2 Prozent für eine zehnjährige Zinsbindung. Diese Planungssicherheit kommt dem Markt zugute – auch wenn das Niveau den Kauf für viele weiter erschwert.

Bezahlbarkeit wird zur sozialen Frage

Die steigenden Preise verschärfen das Problem der Leistbarkeit. Für junge Familien und Normalverdiener rückt der Traum vom Eigenheim in weite Ferne. Parallel ziehen auch die Neuvertragsmieten weiter an. Sie stiegen zuletzt um 3,5 Prozent.

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Moderates Wachstum auch für 2026 erwartet

Was kommt jetzt? Die meisten Prognosen sehen das Preiswachstum auf einem ähnlichen Niveau wie 2025. Für dieses Jahr rechnen Marktbeobachter mit einem Anstieg von etwa 3 bis 4 Prozent.

Ein Preissturz gilt als unwahrscheinlich. Dafür ist der Nachfrageüberhang zu groß. Entscheidend für die weitere Entwicklung werden die Zinspolitik der EZB und die Frage sein, wann endlich mehr neue Wohnungen gebaut werden.

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