Immobilienpreise steigen 2025 um 4,2 Prozent
16.02.2026 - 23:56:20 | boerse-global.deWohnimmobilien in Deutschland haben sich im vergangenen Jahr deutlich verteuert. Laut aktuellen Daten des Verbands deutscher Pfandbriefbanken (vdp) stiegen die Preise bundesweit um durchschnittlich 4,2 Prozent. Damit hat sich der Aufwtstrend nach der durch Zinsanstiege ausgelösten Delle gefestigt und sogar beschleunigt.
Der Anstieg ist mehr als doppelt so stark wie im Vorjahr. Die Analyse des vdp basiert auf echten Transaktionsdaten von über 700 Banken und gilt als robustes Marktbarometer. Demnach haben sich Käufer an das höhere Zinsniveau gewöhnt ? die Nachfrage zieht wieder spürbar an.
Besonders dynamisch entwickelten sich die Preise in Großstädten und bei Mehrfamilienhäusern. Letztere legten mit 5,3 Prozent am stärksten zu. In den sieben größten Metropolen betrug der durchschnittliche Anstieg 4,7 Prozent.
Die Spannweite ist groß:
* Frankfurt am Main führt mit einem Plus von 5,7 Prozent.
* In Stuttgart fiel der Anstieg mit 2,2 Prozent am moderatesten aus.
Selbst genutztes Wohneigentum, wie Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen, verteuerte sich im Schnitt um 3,0 Prozent.
Zinsen stabilisieren sich, Angebot bleibt knapp
Der Markt hat sich an das neue Zinsniveau gewöhnt. Zehnjährige Darlehen kosten derzeit stabil zwischen 3,5 und 4,0 Prozent. Diese Planbarkeit befeuert die Käufernachfrage.
Der eigentliche Preistreiber bleibt jedoch die fundamentale Knappheit. Experten zufolge fehlen in Deutschland rund 800.000 Wohnungen. Hohe Baukosten und regulatorische Hürden bremsen den dringend benötigten Neubau aus. Die Folge: Die Nachfrage konzentriert sich auf den Bestand und treibt die Preise weiter.
Experten prognostizieren weiteres Wachstum für 2026
Die Erholung scheint nachhaltig. Branchenkenner rechnen auch im laufenden Jahr mit steigenden Preisen. Der vdp erwartet aufgrund des anhaltenden Nachfrageüberhangs eine Fortsetzung des Trends.
Konkrete Prognosen sehen ein moderates Wachstum:
* Die Finanzberatung Dr. Klein erwartet für 2026 ein Plus von 3 Prozent.
* Der Bundesverband der Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) prognostiziert für selbstgenutztes Wohneigentum 3,1 Prozent.
* Die LBBW rechnet mit einem Anstieg zwischen 3 und 4 Prozent.
Ein größerer Preiseinbruch gilt derzeit als unwahrscheinlich.
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Energieeffizienz wird zum entscheidenden Faktor
Für die Zukunft gewinnt ein weiteres Kriterium massiv an Bedeutung: der energetische Zustand. Wegen hoher Energiekosten und gesetzlicher Vorgaben fließen Sanierungskosten immer stärker in die Kaufentscheidung ein.
Energieeffiziente Häuser erzielen bereits heute Aufschläge, während unsanierte Objekte mit Abschlägen rechnen müssen. Die Preisschere zwischen modernen und veralteten Immobilien dürfte sich weiter öffnen.
Politische Initiativen wie der ?Bau-Turbo? sollen Abhilfe schaffen. Bis Angebot und Nachfrage aber wieder im Gleichgewicht sind, werden wohl noch Jahre vergehen. Bis dahin setzt sich der Aufwärtstrend am deutschen Immobilienmarkt voraussichtlich fort.
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