Immobilienpreise in Deutschland steigen wieder
22.02.2026 - 14:30:14 | boerse-global.deDie Preise für Wohneigentum in Deutschland ziehen wieder an. Das zeigen aktuelle Indizes und Marktdaten. Nach der deutlichen Korrektur der Vorjahre sorgt die enorme Wohnraumknappheit für eine Stabilisierung und erneute Verteuerung.
Durchschnittspreise legen bundesweit zu
Im vergangenen Jahr verteuerten sich Wohnimmobilien im Schnitt um 4,2 Prozent. Dieser Trend setzt sich fort. Aktuell kostet eine Eigentumswohnung durchschnittlich 3.520 Euro pro Quadratmeter, ein Bestandshaus 3.009 Euro. Analysten prognostizieren für das Gesamtjahr einen weiteren Anstieg von etwa drei Prozent.
Die primäre Ursache ist die anhaltende Diskrepanz zwischen Angebot und Nachfrage. Der aktuelle Empirica-Blasenindex zeigt: Die Zeit der fallenden Preise ist in fast allen Regionen vorbei. Die stark steigenden Mieten üben einen stabilisierenden Effekt auf die Kaufpreise aus. Wo reguläres Wohnen immer teurer wird, wächst der Druck auf den Eigentumsmarkt.
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Regionale Unterschiede werden immer größer
Die bundesweiten Durchschnittswerte verbergen massive regionale Unterschiede. In München liegen die Quadratmeterpreise für Wohnungen bei rund 7.482 Euro, in zentralen Lagen sogar über 10.000 Euro. In Städten wie Dortmund oder Lingen (Ems) bewegen sie sich dagegen zwischen 2.300 und 3.200 Euro.
Die exakte Mikrolage entscheidet zunehmend über die Wertstabilität. Immobilien in strukturschwachen Randlagen sind deutlich weniger gefragt als gut angebundene Objekte in Ballungszentren. Kaufinteressenten nutzen daher digitale Preisatlanten und PLZ-Suchen, um Überbewertungen zu vermeiden.
Neubaukrise treibt Preise für Bestandsimmobilien
Ein zentraler Treiber ist der drastische Einbruch im Neubausektor. In Deutschland fehlen aktuell über 700.000 Wohnungen. Diese Lücke wächst, weil die politisch avisierten Bauziele bei weitem nicht erreicht werden. Anhaltend hohe Baukosten machen viele Projekte unrentabel.
Die Folge: Potenzielle Käufer weichen gezwungenermaßen auf gebrauchte Immobilien aus. Das verknappt das ohnehin limitierte Angebot und treibt die Preise weiter. Gleichzeitig wird der energetische Zustand zum dominierenden Preisfaktor. Wohnungen der Energieeffizienzklasse A+ kosten bis zu 650 Euro mehr pro Quadratmeter als vergleichbare Objekte der Klasse D.
Erschwinglichkeit bleibt eine Herausforderung
Die tatsächliche Finanzierbarkeit rückt wieder stärker in den Fokus. Die Bauzinsen haben sich bei etwa 3,1 bis 3,4 Prozent stabilisiert. Zwar liegen sie unter den Höchstwerten von 2023, die monatliche Belastung für Käufer bleibt historisch hoch.
Die jüngsten Leitzinssenkungen der EZB hatten bislang nur begrenzte Auswirkungen auf die Baufinanzierung. Dennoch sorgt die verbesserte Planbarkeit für eine Rückkehr der Käufer. Die verlässliche Zinssituation in Kombination mit leicht steigenden Reallöhnen verbessert die Erschwinglichkeit marginal. Experten raten zum detaillierten Vergleich regionaler Zins- und Preisunterschiede.
Markt spaltet sich in zwei Welten
Wirtschaftsforscher beobachten eine zunehmende Zweiteilung. Moderne, energieeffiziente Immobilien in guten Lagen verzeichnen bereits wieder deutliche Wertzuwächse. Unsanierte Objekte im ländlichen Raum zwingen Verkäufer dagegen weiter zu erheblichen Preisnachlässen.
Zudem kehren institutionelle Investoren und private Kapitalanleger vermehrt zurück. Der Grund: Die gestiegenen Mieten haben die Nettomietrenditen in vielen Regionen wieder auf ein attraktives Niveau gehoben. Der Erwerb von Wohneigentum bleibt jedoch stark von der individuellen Eigenkapitalquote abhängig.
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