Homeoffice, Grenzen

Homeoffice: Klare Grenzen schützen vor psychischen Risiken

16.01.2026 - 01:34:12

Die dauerhafte Erreichbarkeit im Homeoffice erhöht das Risiko für Stress und Burnout. Eine Studie belegt, dass aktives Grenzen-Management und klare Regeln von Unternehmen Abhilfe schaffen können.

Das Homeoffice bringt die Arbeit ins Private – und gefährdet damit die mentale Gesundheit. Immer mehr Beschäftigten fällt es schwer, nach Feierabend abzuschalten. Experten warnen vor den Folgen dieser Entgrenzung und zeigen Auswege auf.

Eine Studie der Universität St. Gallen und der Barmer belegt: Wer seine Grenzen im Homeoffice aktiv managt, leidet weniger unter Stress und fühlt sich produktiver. Die ständige Erreichbarkeit, soziale Isolation und fehlende informelle Pausen mit Kollegen belasten Psyche und Konzentration.

Die größten Gefahren: Vom Dauerstress zum Burnout

Die Vermischung von Beruf und Privatleben hat konkrete Folgen:
* Anspannung und Schlafstörungen
* Konzentrationsprobleme
* Erhöhtes Risiko für Burnout oder Depressionen

Besonders gefährdet sind Menschen, die ohnehin zur Isolation neigen oder Probleme haben, “Nein” zu sagen. Das Gefühl, nie richtig frei zu haben, wird zur permanenten Belastung.

Drei wirksame Strategien für zu Hause

Wie können Beschäftigte gegensteuern? Diese Maßnahmen haben sich bewährt:

1. Feste Zeiten und Rituale
Ein klar definierter Arbeitsbeginn und -ende strukturiert den Tag. Ein kleines Ritual – wie ein kurzer Spaziergang – markiert den Übergang in den Feierabend.

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2. Räumliche Trennung schaffen
Ein fester Arbeitsplatz, selbst wenn es nur eine Ecke ist, signalisiert dem Gehirn: Jetzt wird gearbeitet. Nach Feierabend sollte dieser Ort bewusst verlassen werden.

3. Digitale Grenzen setzen
Berufliche Benachrichtigungen auf dem Smartphone gehören nach Feierabend stummgeschaltet. Ideal sind separate Geräte oder Benutzerkonten für Job und Privates.

Unternehmen in der Pflicht: Vorbild sein und Regeln setzen

Die Verantwortung liegt nicht allein bei den Mitarbeitern. Firmen müssen eine Kultur fördern, die Abgrenzung unterstützt. Das fängt bei klaren Regelungen zur Erreichbarkeit an.

Führungskräfte sind als Vorbilder gefragt: Wer selbst nach 18 Uhr keine Mails mehr schickt, lebt eine gesunde Work-Life-Balance vor. Eine vertrauensbasierte Führung, die Ergebnisse statt Anwesenheit belohnt, ist der Schlüssel.

Unterstützen können Unternehmen auch mit Tools zur Zeiterfassung und Projektorganisation. Virtuelle Kaffeepausen oder Team-Events bekämpfen zudem die soziale Isolation.

Hybrides Arbeiten: Die Zukunft braucht klare Regeln

Ein allgemeines Recht auf Homeoffice gibt es in Deutschland zwar nicht. Doch die Gesetze zum Arbeits- und Gesundheitsschutz gelten auch am heimischen Schreibtisch – inklusive Pausen und Höchstarbeitszeiten.

Der Trend zum hybriden Arbeiten setzt sich durch. Die Herausforderung der Zukunft wird sein, flexible Modelle zu schaffen, die sowohl den Bedürfnissen der Mitarbeiter als auch denen der Unternehmen gerecht werden. Wer heute eine Kultur der Achtsamkeit etabliert, sichert nicht nur die Gesundheit seiner Belegschaft, sondern wird auch zum attraktiven Arbeitgeber für Fachkräfte.

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