'HB': Evonik prüft größere Übernahme in den USA - schon vor BASF-Interesse
Veröffentlicht am: 22.10.2026 um 13:48 Uhr | dpa, AD HOC NEWSIm Fokus stehe dabei das US-Chemieunternehmen Ashland US0442091049, schreibt das "Handelsblatt" am Donnerstag unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen. Allerdings stehe Ashland schon länger zum Verkauf und der damit stark gestiegene Aktienkurs werde mittlerweile als ein wesentliches Risiko gesehen. Sollte der MDax DE0008467416-Konzern eine größere Übernahmen tätigen, würde dies Erwägungen der BASF DE000BASF111 Evonik zu kaufen, deutlich verkomplizieren.
Ein Evonik-Sprecher wollte die "Marktgerüchte" auf Anfrage nicht kommentieren. Die möglichen Erwägungen von Evonik seien indes keine Abwehrmaßnahme gegen den BASF-Vorstoß, denn die Ashland-Prüfung habe deutlich vor der Interessensbekundung durch die BASF begonnen, schreibt das Blatt weiter.
Ende September hatte BASF ein Interesse an Evonik öffentlich gemacht. In einem ersten Vorstoß solle der Dax DE0008469008-Konzern 22,15 Euro je Aktie geboten haben. Jüngst sagte eine mit der Transaktion vertraute Person der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX, dass ein höheres Angebot drinnen sein könnte, aber erst nach einem Blick in die Bücher des Spezialchemiekonzerns.
An der Börse schwand an diesem Donnerstag die Übernahmefantasie ein Stück weit. Der Aktienkurs fiel zuletzt um gut zweieinhalb Prozent auf 20,36 Euro. Das bedeutet eine Marktkapitalisierung von knapp 9,5 Milliarden Euro. Ashland kommt auf einen Börsenwert von umgerechnet 2,95 Milliarden Euro. Zum Vergleich: BASF bringt gut 46 Milliarden Euro auf die Börsenwaage.
