Gold, USD

Gold: Über 4.500 USD zurück

04.06.2026 - 23:33:51 | boerse-global.de

Geopolitische Entspannung und schwache US-Arbeitsmarktdaten lassen Gold über 4.500 USD steigen.

Goldpreis erholt sich: Waffenruhe und Jobdaten als Treiber
Gold - Nahaufnahme eines einzelnen glänzenden Goldbarrens, der auf einer dunklen, texturierten Oberfläche liegt und Licht reflektiert. 04.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Der Goldpreis hat sich am Donnerstag spürbar erholt. Zwei Faktoren treiben die Bewegung: geopolitische Entspannung im Nahen Osten und überraschend schwache US-Arbeitsmarktdaten. Das Edelmetall klettert zurück über 4.500 USD.

Dollar unter Druck, Gold profitiert

Die Meldung über einen Waffenstillstand zwischen Israel und dem Libanon hat die Nachfrage nach dem Dollar als sicherem Hafen gedämpft. Der US-Dollar-Index fiel auf 99,27 Punkte. Weil Gold weltweit in Dollar gehandelt wird, macht ein schwächerer Greenback das Edelmetall für internationale Käufer günstiger.

Parallel sanken die Renditen für US-Staatsanleihen. Das senkt die Opportunitätskosten für das Halten von unverzinstem Gold — ein klassischer Preistreiber. Hinzu kommen Hoffnungen auf Fortschritte bei den Gesprächen zwischen den USA und dem Iran.

Jobdaten schüren Zinssenkungsfantasie

Die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe stiegen auf 225.000 — der höchste Stand seit Februar 2026. Analysten hatten nur 213.000 erwartet. Das Signal ist eindeutig: Der US-Arbeitsmarkt kühlt ab.

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Eine schwächelnde Beschäftigung gilt als Indikator für nachlassenden Inflationsdruck. Das nährt Spekulationen, dass die Fed ihren geldpolitischen Kurs überdenken könnte. Am Freitag folgen die offiziellen Nonfarm Payrolls — der Bericht dürfte die Richtung für die nächsten Handelstage setzen.

Zentralbanken kaufen weiter

Die institutionelle Nachfrage bleibt stabil. Laut World Gold Council haben Zentralbanken im April netto 17 Tonnen Gold zugekauft — eine Trendwende nach den Nettoverkäufen im März.

Polen erwarb 14 Tonnen, China 8 Tonnen. Für China war es der 18. Monat in Folge mit wachsenden Reserven, die nun bei 2.322 Tonnen liegen. Die Tschechische Republik setzte ihre Kaufserie im 38. Monat fort.

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Technisches Bild: Unterstützung gehalten

Aktuell notiert Gold bei rund 4.506 USD, ein Plus von knapp einem Prozent gegenüber dem Vortag. Der 200-Tage-Durchschnitt bei 4.427 USD hält als Unterstützung — Marktteilnehmer werten das als positives Signal.

Der nächste charttechnische Widerstand liegt bei 4.600 USD. Metals Focus prognostiziert für 2026 einen Jahresdurchschnittspreis von 4.920 USD. Das wäre ein Anstieg von rund 43 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Kurzfristig bleibt die Volatilität erhöht — solange der Iran-Konflikt ungelöst ist.

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