Gold: Korrektur trotz ETF-Boom
21.03.2026 - 00:20:54 | boerse-global.deGoldanleger erleben derzeit eine Phase der Neuorientierung. Während der Preis deutlich unter seinem Allzeithoch vom Januar notiert, stützen massive Zuflüsse in physisch hinterlegte ETFs und eine abwartende US-Notenbank das fundamentale Szenario. Der anhaltende Konflikt im Nahen Osten und die bevorstehende Neubesetzung an der Spitze der Federal Reserve sorgen für zusätzliche Volatilität am Markt.
Die Fed im strategischen Dilemma
Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hat bei ihrer jüngsten Sitzung im März beschlossen, den Leitzins in der Spanne von 3,5 % bis 3,75 % zu belassen. Diese Entscheidung fiel fast einstimmig aus, da sich die Währungshüter in einer schwierigen Lage befinden: Einerseits kühlt sich der Arbeitsmarkt ab, andererseits treibt der Krieg im Iran die Ölpreise nach oben. Brent-Rohöl notiert aktuell nahe der Marke von 102 USD pro Barrel, was den Inflationsdruck hochhält.
Besondere Aufmerksamkeit widmeten Marktteilnehmer dem sogenannten „Dot Plot“, der die Zinserwartungen der Ratsmitglieder widerspiegelt. Dieser signalisiert für das laufende Jahr 2026 lediglich eine Zinssenkung, gefolgt von einer weiteren im Jahr 2027. Für Gold bedeutet dies ein Umfeld, in dem die Opportunitätskosten für das Halten des zinslosen Edelmetalls vorerst stabil bleiben.
Preisrückgang trifft auf optimistische Analysten
Nachdem Gold am 29. Januar 2026 ein Rekordhoch von 5.595,42 USD erreicht hatte, setzte eine spürbare Korrektur ein. Am 20. März notiert die Feinunze bei 4.675,26 USD. Verantwortlich für diesen Rücksetzer sind vor allem die gestiegenen Energiekosten und die restriktive Haltung der Fed. Trotz dieses Rückgangs liegt Gold im Vergleich zum Vorjahr immer noch mit rund 64 % im Plus.
Große Investmentbanken sehen in der aktuellen Schwächephase eher eine Kaufgelegenheit als den Beginn eines Bärenmarktes. Sie verweisen auf die anhaltende De-Dollarisierung und die Nachfrage der Zentralbanken. Folgende Kursziele rücken für das Jahresende 2026 in den Fokus:
- J.P. Morgan: 6.300 USD
- Deutsche Bank: 6.000 USD
- Goldman Sachs: 5.400 USD (Anhebung um 500 USD)
Historische Zuflüsse in Gold-ETFs
Ein starkes Gegengewicht zur kurzfristigen Preiskorrektur bilden die Kapitalströme in physisch hinterlegte Gold-ETFs. Allein im Februar flossen diesen Produkten weltweit 5,3 Milliarden USD zu. Dies markiert den stärksten Jahresauftakt der Geschichte und den neunten monatlichen Anstieg in Folge. Das verwaltete Vermögen (AUM) in diesem Sektor erreichte mit 701 Milliarden USD einen neuen Rekordwert.
Interessanterweise liegt die physische Menge in Tonnen noch unter den Höchstständen der Pandemiezeit. Analysten interpretieren dies als Zeichen dafür, dass der Markt noch nicht überinvestiert ist. Sollten die Renditen für kurzfristige US-Staatsanleihen im Zuge einer klareren Lockerungspolitik sinken, könnte dies eine weitere Kaufwelle auslösen.
Zusätzliche Unterstützung kommt von den Zentralbanken. Während die Käufe im Januar mit netto 5 Tonnen eher verhalten ausfielen, verbreitert sich die Käuferbasis. Die Bank of Korea plant, ab dem ersten Quartal 2026 erstmals seit über einem Jahrzehnt wieder in physische Gold-ETFs zu investieren, um ihre Währungsreserven zu diversifizieren.
Fokus auf April und Mai
Für die weitere Entwicklung des Goldpreises sind zwei Termine entscheidend. Am 10. April werden die US-Inflationsdaten für den Monat März veröffentlicht. Diese werden zeigen, wie stark die hohen Energiepreise bereits auf die Kerninflation durchschlagen und ob die Fed ihren Zinspfad anpassen muss. Zudem endet im Mai die Amtszeit von Fed-Chef Jerome Powell. Die Ungewissheit über seine Nachfolge und eine mögliche Neuausrichtung der US-Geldpolitik dürfte die Nervosität am Edelmetallmarkt hochhalten.
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