Gold: Goldman Sachs bestätigt 5.400-Dollar-Ziel
10.05.2026 - 09:53:16 | boerse-global.deKrieg im Nahen Osten treibt Anleger normalerweise in sichere Häfen. Aktuell wackelt dieses klassische Bild. Seit Ausbruch des US-Iran-Konflikts kletterte Rohöl massiv, während Gold an Wert verlor. Der wahre Treiber für das Edelmetall ist derzeit nicht die Geopolitik. Die Zinspolitik der US-Notenbank diktiert den Kurs.
Am Freitag schloss die Feinunze bei 4.723,70 US-Dollar. Auf Wochensicht steht ein Plus von gut zwei Prozent auf der Anzeigetafel. Seit Jahresbeginn summiert sich der Zuwachs auf knapp neun Prozent. Dennoch bremst das Zinsumfeld eine stärkere Rally.
Zinsen schlagen Krisenmodus
Die Federal Reserve hält den Leitzins unverändert in der Spanne von 3,5 bis 3,75 Prozent. Die Märkte vertrauen der Notenbank. Sie trauen ihr zu, die hartnäckige Inflation mit restriktiven Maßnahmen zu bekämpfen. Das treibt die Realzinsen. Die Folge: Zinslose Anlagen wie Gold verlieren an Attraktivität.
Überraschend starke US-Arbeitsmarktdaten stützen dieses Bild. Die US-Wirtschaft schuf im April 115.000 neue Stellen. Analysten hatten im Vorfeld lediglich mit 65.000 gerechnet. Die Arbeitslosenquote verharrt stabil bei 4,3 Prozent.
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Ein Detail stimmt Gold-Investoren jedoch positiv. Die durchschnittlichen Stundenlöhne stiegen im Monatsvergleich nur um 0,2 Prozent. Dieses moderate Lohnwachstum dämpft die Sorge vor einer Lohn-Preis-Spirale. Es nimmt Druck von der Fed.
In der kommenden Woche rücken neue Makrodaten in den Fokus. Folgende Termine stehen an:
- 12. Mai: US-Verbraucherpreise (CPI) für April
- 13. Mai: US-Erzeugerpreise (PPI) für April
- 14. Mai: Wöchentliche Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe
Zentralbanken stützen den Boden
Abseits der kurzfristigen Zinsschwankungen stützt eine robuste Basisnachfrage den Preis. Zentralbanken kaufen massiv zu. Weltweit erwarben sie im ersten Quartal 2026 netto 244 Tonnen Gold. China stockt seine Reserven seit über 17 Monaten kontinuierlich auf.
Das Rohstoffteam von Goldman Sachs sieht hierin ein klares strategisches Signal. Die Analysten bestätigen ihr Kursziel von 5.400 Dollar bis Ende 2026. Sie rechnen mittelfristig mit erneuten Zinssenkungen der Fed. J.P. Morgan erwartet den nächsten Zinsschritt hingegen erst im dritten Quartal 2027.
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Charttechnik liefert klare Marken
Charttechnisch nähert sich Gold einer wichtigen Marke. Die Feinunze notiert aktuell knapp unter dem 50-Tage-Durchschnitt. Ein Wochenschlusskurs über 4.840 Dollar würde den Weg zum Rekordhoch von 5.450 Dollar öffnen.
Fällt der Kurs stattdessen, rückt die Unterseite in den Fokus. Hier bietet die Zone bei 4.380 Dollar eine zentrale Unterstützung. Bricht dieses Niveau, müsste der Markt die Lage neu bewerten.
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