Gold: Gewinnserie gerissen
08.03.2026 - 06:05:04 | boerse-global.deNach fünf Wochen kontinuierlicher Kursgewinne musste Gold in der vergangenen Woche erstmals wieder Federn lassen. Ein erstarkter US-Dollar und steigende Anleiherenditen drückten den Preis des Edelmetalls ins Minus. Doch ist dies der Beginn einer längeren Korrektur oder lediglich eine gesunde Atempause auf hohem Niveau?
Dollar und Renditen belasten
Zum Wochenschluss am vergangenen Freitag notierte Gold bei rund 5.157 US-Dollar pro Unze. Damit entfernte sich der Kurs weiter von den im Januar erreichten Rekordhochs von über 5.500 US-Dollar. Hauptverantwortlich für den wöchentlichen Rückgang von etwa 2,4 Prozent war die Kombination aus einem starken US-Dollar – der seinen kräftigsten Wochenanstieg seit Ende 2024 verzeichnete – und steigenden Renditen für zehnjährige US-Staatsanleihen, die bei 4,09 Prozent schlossen.
Da Gold keine Zinsen abwirft, reagiert es traditionell empfindlich auf ein Umfeld steigender Realzinsen. Zudem preist der Markt derzeit weniger Zinssenkungen durch die US-Notenbank Federal Reserve für das restliche Jahr ein, als noch vor wenigen Wochen erwartet wurde. Diese Verschiebung der Zinserwartungen im Swaps-Markt entzog der jüngsten Rally den Schwung.
Geopolitik bietet Rückhalt
Trotz der kurzfristigen Kursschwäche bleibt das fundamentale Umfeld für das Edelmetall grundsätzlich konstruktiv. Die anhaltenden geopolitischen Spannungen im Nahen Osten stützen weiterhin die Nachfrage nach dem „sicheren Hafen“. Sorgen um die Stabilität wichtiger Handelsrouten wie der Straße von Hormus trieben den Preis für Brent-Öl zuletzt auf über 92 US-Dollar pro Barrel.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Gold?
Dieser inflationäre Hintergrund wird durch eine robuste Nachfrage der Zentralbanken ergänzt, die im vergangenen Jahr netto rund 900 Tonnen Gold erwarben. Auch im Minensektor schlagen sich die insgesamt hohen Goldpreise nieder: Branchengrößen wie Newmont meldeten für 2025 einen Rekord-Free-Cashflow von 7,3 Milliarden US-Dollar und begannen teilweise damit, ihre Dividenden anzuheben.
Für den weiteren Kursverlauf im Jahr 2026 bleibt die Zinspolitik der Federal Reserve der zentrale Taktgeber. Solange kein klarer Pfad für die kommenden Monate erkennbar ist, dürfte die Volatilität am Goldmarkt erhöht bleiben. Ein nachhaltiges Halten der Marke von 5.100 US-Dollar gilt nun als wichtiges Signal für die technische Stabilität des Aufwärtstrends. Die nächsten US-Arbeitsmarktdaten und Inflationszahlen werden hierüber entscheiden.
Gold-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Gold-Analyse vom 8. März liefert die Antwort:
Die neusten Gold-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Gold-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 8. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Gold: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
Hol dir jetzt den Wissensvorsprung der Aktien-Profis.
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Aktien-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr.
Jetzt abonnieren.

