Gold, Dollar

Gold: 4.467 Dollar nach US-Daten

03.06.2026 - 23:29:38 | boerse-global.de

Robuste US-Konjunkturdaten und ein fester Dollar setzen den Goldpreis unter Druck. Zinserhöhungserwartungen wachsen.

Gold: 4.467 Dollar nach US-Daten - Bild: über boerse-global.de
Gold: 4.467 Dollar nach US-Daten - Bild: über boerse-global.de

Starke US-Konjunkturdaten, ein erstarkender Dollar und wachsende Zinserhöhungserwartungen — Gold bekommt gerade von mehreren Seiten Gegenwind. Der Preis rutschte am Mittwoch auf rund 4.467 US-Dollar, ein Minus von gut einem Prozent gegenüber dem Vortag.

Wirtschaftsdaten lassen Zinshoffnungen schwinden

Der ISM-Einkaufsmanagerindex für den US-Dienstleistungssektor kletterte im Mai auf 54,5 Punkte und übertraf damit die Prognosen von 53,8 deutlich. Die Auftragseingänge sprangen auf 57,3 Punkte, die Lagerbestände erreichten mit 62,5 Punkten den höchsten Stand seit Mai 2010. Das signalisiert: Die größte Volkswirtschaft der Welt wächst robust — und die Fed hat wenig Anlass, die Zinsen zu senken.

Der ADP-Beschäftigungsbericht unterstrich das Bild. Mit 122.000 neu geschaffenen Stellen im privaten Sektor übertrafen die Daten die Erwartungen leicht. Die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen kletterten daraufhin in Richtung 4,5 Prozent — ein direkter Konkurrent für das zinslose Edelmetall.

Marktteilnehmer preisen inzwischen eine Wahrscheinlichkeit von etwa 42 Prozent für eine Zinserhöhung im Dezember ein. Fed-Präsidentin Hammack hatte zuletzt weitere Zinsschritte bei anhaltend hoher Inflation nicht ausgeschlossen. Das Beige Book der Notenbank bestätigte moderat bis stark gestiegene Preise — angetrieben vor allem durch Energiekosten.

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Dollar profitiert, Gold nicht

Geopolitische Spannungen im Nahen Osten schüren zwar Unsicherheit, stützen aber derzeit eher den Dollar als Gold. Berichte über iranische Raketenangriffe auf den Flughafen von Kuwait und US-Militäreinsätze nahe der Straße von Hormus trieben Anleger in die US-Währung. Der Dollar-Index stieg über 99 Punkte — nahe der psychologisch wichtigen Marke von 100.

Ein stärkerer Dollar macht Gold für Käufer außerhalb des Dollarraums teurer und drückt die globale Nachfrage. Die Ölpreise zogen angesichts der Versorgungsrisiken an, Gold blieb davon weitgehend unberührt.

Technisch unter Druck

Mit einem RSI von knapp 40 nähert sich Gold der überverkauften Zone, liegt aber noch rund vier Prozent unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 4.641 US-Dollar. Analysten beobachten die Unterstützungszone zwischen 4.000 und 4.100 Dollar als nächste relevante Marke — ein nachhaltiger Bruch dort könnte weiteren Verkaufsdruck auslösen.

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Am Freitag erscheint der offizielle US-Arbeitsmarktbericht für Mai. Fällt er erneut stark aus, dürfte der Druck auf den Goldpreis anhalten.

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