Gold, Sprung

Gold: 2,41 Prozent Sprung auf 4.141 Dollar

02.07.2026 - 21:25:01 | boerse-global.de

Schwache US-Arbeitsmarktdaten lassen den Goldpreis auf 4.141 Dollar steigen. Das WGC sieht das Edelmetall fair bewertet.

Goldpreis-Rallye: Schwacher US-Arbeitsmarkt als Treiber
Gold - Ein glänzender Goldbarren, der leicht nach oben geneigt ist, mit warmen Lichtreflexionen im Hintergrund. 02.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Der Goldpreis meldet sich eindrucksvoll zurück. Am Donnerstag sprang die Notierung nach oben und kostet aktuell rund 4.141 US-Dollar pro Unze. Auslöser für diese Rallye ist der schwache US-Arbeitsmarktbericht. Er lässt Investoren auf fallende Zinsen hoffen.

Einbruch am US-Arbeitsmarkt

Die US-Wirtschaft schuf im Juni lediglich 57.000 neue Stellen außerhalb der Landwirtschaft. Ökonomen hatten im Vorfeld fast doppelt so viele erwartet. Die Folge: wachsender Druck auf den US-Dollar. Da Gold in der amerikanischen Währung gehandelt wird, macht ein schwacher Dollar das Edelmetall sofort attraktiver.

Der Bericht liefert weitere Warnsignale. Die Behörden korrigierten die Beschäftigtenzahlen für April und Mai massiv nach unten. Besonders das Gastgewerbe verlor Zehntausende Arbeitsplätze. Zwar sank die Arbeitslosenquote leicht auf 4,2 Prozent. Das liegt jedoch primär an einer schrumpfenden Erwerbsbevölkerung. Die Partizipationsrate fiel auf den niedrigsten Stand seit März 2021.

Am Markt ändert sich nun die Zinsfantasie. Fed-Chef Warsh signalisierte bereits schwindende Inflationserwartungen. Investoren wetten jetzt auf eine vorsichtigere US-Notenbank bei kommenden Zinsentscheidungen.

WGC sieht fairen Wert erreicht

Trotz des jüngsten Kurssprungs von 2,41 Prozent auf Tagesbasis hat das Edelmetall noch Aufholbedarf. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von fast fünf Prozent. Auch der 50-Tage-Durchschnitt bei rund 4.425 US-Dollar bleibt vorerst außer Reichweite.

Das World Gold Council (WGC) stuft das aktuelle Niveau um 4.100 US-Dollar als fairen Wert ein. Für das zweite Halbjahr 2026 erwartet die Organisation eine Seitwärtsbewegung. Die Schwankungsbreite beziffern die Experten auf fünf Prozent in beide Richtungen.

Extreme Stimmung warnt Bären

Ein seltenes Signal stützt den Preis zusätzlich. Eine Sentiment-Analyse zeigt extreme Negativität unter Anlegern, während die Erwartungshaltung bereits ins Positive dreht. Diese Divergenz trat in den vergangenen 20 Jahren nur 56 Mal auf. Historisch folgten darauf oft deutliche Aufwärtsbewegungen.

Zentralbanken sichern den Preis als kontinuierliche Käufer weiterhin nach unten ab. Fällt die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen weiter, sieht das WGC mittelfristig Potenzial für einen Anstieg über 4.500 US-Dollar. Charttechnisch liegt der nächste Widerstand nun bei 4.400 US-Dollar, während die Unterstützung bei 4.000 US-Dollar erfolgreich verteidigt wurde.

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