Gewerbeimmobilienmarkt startet dynamisch ins Jahr 2026
16.01.2026 - 06:30:12Der deutsche Gewerbeimmobilienmarkt erlebt einen dynamischen Jahresstart. Während der Bürosektor sich spaltet, fließen Milliardensummen in Logistik und Rechenzentren. Gleichzeitig fördert die Politik die Umwandlung von Büros in Wohnungen.
Die Investmentmärkte zeigen nach einer Phase der Anpassung klare Erholungstendenzen. Das Transaktionsvolumen im Januar erreichte den höchsten Wert der letzten drei Jahre. Experten sehen für moderne Immobilien in guten Lagen nun attraktive Einstiegszeitpunkte.
Der Büromarkt driftet auseinander. In Top-Lagen wie München steigen die Spitzenmieten für erstklassige, ESG-konforme Flächen weiter – auf bis zu 60 Euro pro Quadratmeter. Gleichzeitig klettern die Leerstandsquoten, vor allem bei älteren Gebäuden. In den fünf größten Märkten liegt sie aktuell bei 8,4 Prozent.
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Die Bundesregierung will leerstehende Büros nun in Wohnraum verwandeln. Ab Sommer 2026 startet das Förderprogramm „Gewerbe zu Wohnen“ mit zinsverbilligten Krediten. Schätzungen zufolge eignen sich allein in den sieben größten Städten 1,8 Millionen Quadratmeter für eine Umnutzung. Parallel signalisieren Neubauprojekte wie „The Berlinian“ am Alexanderplatz weiterhin Nachfrage nach modernen Büros.
Logistik bleibt der Wachstumsmotor
Die Logistikbranche bestätigt ihre Rolle als Zugpferd. Die Nachfrage nach modernen Lagerflächen bleibt ungebrochen hoch, angetrieben durch E-Commerce und neu geordnete Lieferketten. Investoren schätzen die Widerstandsfähigkeit und stabilen Erträge des Sektors.
Die Entwicklung verlagert sich: Neben großen Hallen an Autobahnen entstehen nun urbane Logistikhubs für die „letzte Meile“ und mehrgeschossige Gebäude in Ballungsräumen. Projektentwickler wie Garbe oder Panattoni realisieren derzeit zahlreiche neue Parks in ganz Deutschland.
Rechenzentren: Der neue Milliarden-Magnet
Ein beispielloser Investitionsboom erfasst den Markt für Rechenzentren. Der enorme Bedarf an Rechenleistung für künstliche Intelligenz treibt den Ausbau der digitalen Infrastruktur voran.
- Google investiert milliardenschwer in den Ausbau seiner Standorte in Hessen.
- Die Schwarz Gruppe (Lidl, Kaufland) baut in Lübbenau für 11 Milliarden Euro einen der größten Rechenzentrums-Campusse Europas.
Experten prognostizieren, dass sich die Kapazität für KI-Rechenzentren in Deutschland bis 2030 vervierfachen wird.
Ein Markt der zwei Geschwindigkeiten
Die Entwicklung zeigt ein klares Bild: Der Markt bewegt sich mit zwei Geschwindigkeiten. Während Zukunftsbranchen wie Logistik und Digitalisierung boomen, durchläuft der Bürosektor einen tiefgreifenden Strukturwandel. Hier entscheiden Lage, Qualität und Nachhaltigkeit über Erfolg oder Leerstand.
Für Investoren wird die Analyse dieser Faktoren entscheidender denn je. Die Spreu trennt sich vom Weizen.
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