Gehirnjogging-Studie: Ein Training senkt Demenzrisiko um 25 Prozent
23.02.2026 - 08:41:12 | boerse-global.deEine Langzeitstudie liefert erstmals robuste Beweise: Ein spezielles kognitives Training kann das Demenzrisiko noch Jahrzehnte später deutlich reduzieren. Die Ergebnisse könnten den Markt für Gehirnjogging-Apps nachhaltig verändern.
So lief die bahnbrechende Studie ab
Die sogenannte ACTIVE-Studie startete bereits um das Jahr 1998. Über 2.800 gesunde Erwachsene im Durchschnittsalter von 74 Jahren nahmen teil. Die Forscher teilten sie per Zufall in vier Gruppen ein: eine Kontrollgruppe und drei Trainingsgruppen.
Diese trainierten jeweils Gedächtnisstrategien, logisches Denken oder die Verarbeitungsgeschwindigkeit. Das Training selbst war kurz: Zehn Sitzungen über fünf bis sechs Wochen. Einige Teilnehmer erhielten später noch Auffrischungskurse.
Nur ein Training zeigte Langzeiteffekt
Nach 20 Jahren werteten die Wissenschaftler die Daten aus. Das Ergebnis ist eindeutig: Nur das Training der Verarbeitungsgeschwindigkeit zeigte einen schützenden Effekt.
Die Teilnehmer dieser Gruppe wiesen ein um 25 Prozent geringeres Risiko für eine Demenzdiagnose auf als die Kontrollgruppe. Besonders profitierten jene, die zusätzliche Booster-Sitzungen absolviert hatten. Die anderen Trainingsformen zeigten keinen vergleichbaren Langzeiteffekt.
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Was ist das Geheimnis des „Speed Trainings“?
Das erfolgreiche Programm schärfte die Fähigkeit, visuelle Informationen blitzschnell zu erkennen und zu verarbeiten. Der Schwierigkeitsgrad passte sich automatisch der Leistung an.
Forscher vermuten den Erfolg in der Aktivierung automatischer, unbewusster Denkprozesse. „Es ist bemerkenswert, dass eine relativ bescheidene, nicht-pharmazeutische Intervention solch langfristige Effekte haben kann“, sagt Studienautorin Marilyn Albert von der Johns Hopkins Medicine.
Was bedeutet das für den App-Markt?
Der Markt für Mental-Health-Apps boomt. Bislang war die Wissenschaft jedoch gespalten: Helfen die Übungen wirklich im Alltag und beugen sie Demenz vor?
Die ACTIVE-Studie liefert nun einen soliden Beleg für den präventiven Nutzen eines spezifischen Trainings. Dies könnte die Nachfrage nach wissenschaftlich validierten Programmen ankurbeln. App-Entwickler dürften nun gezielt Übungen nach dem „Speed of Processing“-Prinzip integrieren.
Ein neuer Fokus auf Prävention
Die Ergebnisse lenken den Fokus auf eine zugängliche und kostengünstige Präventionsmaßnahme. Selbst eine leichte Verzögerung des Demenzbeginns hätte enorme Auswirkungen auf die Volksgesundheit und die Kosten im System.
Die Forschung ist damit nicht am Ende. Künftige Studien müssen die neuronalen Mechanismen hinter dem Schutzeffekt entschlüsseln. Eine weitere Frage: Wie lässt sich dieses Training optimal mit gesunder Ernährung und Bewegung kombinieren? Für Nutzer bedeutet es, dass Apps künftig stärker auf nachweislich wirksamen Prinzipien basieren könnten.
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