GdW sieht im neuen Gebäudeenergiegesetz einen Neustart
27.02.2026 - 05:22:37 | boerse-global.deDie Wohnungswirtschaft bewertet die neuen Eckpunkte zum Gebäudemodernisierungsgesetz als tragfähigen Kompromiss. Der GdW mahnt aber dringend Nachbesserungen an, um die Baukrise zu überwinden. Das Gesetz soll bereits im Juli 2026 in Kraft treten.
Der Spitzenverband der Wohnungswirtschaft (GdW) reagierte damit auf die Einigung der Koalition. Die neuen Regelungen sollen das umstrittene Gebäudeenergiegesetz (GEG) ablösen. Für die Branche, die fast 30 Prozent aller Mietwohnungen vertritt, signalisiert der Entwurf einen politischen Kurswechsel.
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Technologieoffenheit statt starrer Vorgaben
Ein zentraler Fortschritt ist die Abkehr von der starren 65-Prozent-Erneuerbaren-Pflicht für neue Heizungen. Stattdessen setzt der Kompromiss auf maximale Technologieoffenheit. Gebäudeeigentümer erhalten damit mehr Flexibilität bei der Systemwahl.
Positiv sieht der GdW auch die geplante Grüngasquote und die Entkopplung von der kommunalen Wärmeplanung. Die Zusage, die Förderfinanzierung bis 2029 zu sichern, soll endlich Planungssicherheit bringen. Die europäische Richtlinie soll ohne nationale Verschärfungen umgesetzt werden.
Die Förderung bleibt der Knackpunkt
Doch der Verband macht deutlich: Der Erfolg hängt an der konkreten Ausgestaltung der Förderung. Investitionen in bezahlbaren Wohnraum müssten wirtschaftlich tragfähig bleiben. Die Forderung ist klar: Die Förderinstrumente müssen sozial treffsicher werden.
Verbesserungen für Haushalte mit niedrigen Einkommen müssen auch bei Mietern ankommen. Nur so lassen sich unbezahlbare Mietsteigerungen nach einer Sanierung verhindern. Die Branche kämpft mit explodierten Baukosten, hohen Zinsen und regulatorischer Unsicherheit.
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Ein Gesetz für die tiefste Baukrise seit Jahrzehnten
Die Einigung kommt zum denkbar schwierigsten Zeitpunkt. Die Bau- und Immobilienwirtschaft steckt in der tiefsten Krise seit Jahrzehnten. Das Regierungsziel von 400.000 neuen Wohnungen pro Jahr rückt in weite Ferne.
Experten rechnen aktuell mit weniger als 200.000 Fertigstellungen. Die unklaren Debatten um das alte GEG hatten das Vertrauen der Investoren massiv beschädigt. Der neue Kompromiss soll nun dringend benötigte Planbarkeit zurückbringen.
Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt
Der Zeitplan ist ambitioniert. Bis Anfang April soll ein Gesetzesentwurf stehen, damit das GMG wie geplant im Juli 2026 starten kann. Dieses Datum hat Brisanz: In Großstädten wäre ab dann der Einbau neuer Gaskessel praktisch unmöglich.
Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die Politik die offenen Förder-Fragen klären kann. Eine praxistaugliche Umsetzung könnte Investitionen in klimafreundlichen Wohnraum wieder ankurbeln. Bleiben die Details unklar, droht die Unsicherheit – und die Krise – fortzubestehen.
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