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Freiburger Studie: Schwangerschaft verrät Herz-Risiko

23.02.2026 - 01:51:12 | boerse-global.de

Eine Langzeitstudie identifiziert Biomarker in der Schwangerschaft, die spätere Herzprobleme vorhersagen. Kombiniert mit Ernährungsempfehlungen eröffnet dies neue Wege für die Prävention.

Blutwerte in der Schwangerschaft können spätere Herzprobleme vorhersagen. Das zeigt eine Langzeitstudie des Universitätsklinikums Freiburg, die kürzlich im Fachjournal JAMA Cardiology veröffentlicht wurde. Die Forscher fanden heraus, dass bestimmte Biomarker bei herzgesund erscheinenden Schwangeren ein erhöhtes Risiko für Schlaganfall oder Herzschwäche im späteren Leben anzeigen.

Schwangerschaft als natürlicher Stresstest

Die Studie analysierte Blutproben von über 2.000 Frauen und verfolgte deren Gesundheitsverlauf etwa zwölf Jahre lang. Die Schwangerschaft wirkt demnach wie ein Belastungstest für das Herz-Kreislauf-System und deckt latente Schwachstellen frühzeitig auf. „Diese Entdeckung ermöglicht es, Risikopatientinnen Jahre vor den ersten Symptomen zu identifizieren“, so die Forscher. Das Uniklinikum Freiburg hat bereits eine spezielle Sprechstunde für betroffene Frauen eingerichtet.

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Wenn Blutwerte in der Schwangerschaft Hinweise auf spätere Herzprobleme liefern, brauchen viele Frauen verlässliche Orientierung. Ein kostenloser 25‑seitiger PDF-Report erklärt verständlich, welche Laborwerte (z. B. Cholesterin, TSH) wirklich wichtig sind, wann weitere Spezialtests sinnvoll sind und wie Sie Fehldiagnosen vermeiden. Ideal für alle, die ihre Befunde richtig einordnen und das Gespräch mit Gynäkolog:innen und Kardiolog:innen vorbereiten möchten. Jetzt kostenlosen Laborwerte-Report anfordern

Könnte diese Früherkennung die häufigste Todesursache bei Frauen eindämmen? Die Wissenschaftler sind zuversichtlich. Bisher wurden Risikofaktoren oft erst im mittleren Alter erfasst. Jetzt öffnet sich ein Präventionsfenster von Jahrzehnten.

Ernährung: Qualität schlägt Dogma

Während Freiburg einen neuen Weg zur Risiko-Identifikation zeigt, liefert eine Harvard-Studie klare Handlungsempfehlungen. Ihre im Journal of the American College of Cardiology veröffentlichte Analyse macht deutlich: Entscheidend ist nicht die Reduktion von Fett oder Kohlenhydraten, sondern die Qualität der Lebensmittel.

Die Auswertung von Daten fast 200.000 Personen über 30 Jahre ergab: Diäten mit gesunden, pflanzlichen Lebensmitteln senken das Risiko für Herzerkrankungen um bis zu 15 Prozent. Hochverarbeitete Produkte und ungesunde tierische Fette erhöhen es dagegen. Der Fokus verschiebt sich damit von pauschalen Diät-Trends hin zu einem einfachen, qualitätsorientierten Ansatz.

Prävention mit Langzeitwirkung

Die Kombination beider Erkenntnisse schafft eine neue Grundlage für die Herzgesundheit von Frauen. Die Identifizierung von Risiken durch eine einfache Blutuntersuchung in der Schwangerschaft ermöglicht ein gezieltes Eingreifen. Die präventiven Maßnahmen setzen maßgeblich auf Ernährung und Lebensstil.

Experten erwarten, dass die neuen Forschungsergebnisse die Vorsorgerichtlinien nach einer Schwangerschaft verändern werden. Die enge Zusammenarbeit von Gynäkologen und Kardiologen könnte künftig individuelle Präventionspläne auf Basis der Biomarker hervorbringen. Langfristig besteht die Hoffnung, Erkrankungen zu verzögern oder sogar zu verhindern.

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